Kommt Biomasse... dann mit Salzburg AG

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Ein Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing soll in Kooperation mit der Salzburg AG gebaut werden.

Freilassing - Der Freilassinger Stadtrat hat am Montagabend in Sachen Biomasse einen weiteren Schritt gemacht. Sollte das Heizkraftwerk gebaut werden, dann zusammen mit der Salzburg AG.

Bereits Ende kommenden Jahres soll mit der Wärmeversorgung durch ein Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing begonnen werden. Das sieht die derzeitige Planung vor. Vorher müssen allerdings noch ein paar Hindernisse überwunden werden:

Zum einen haben die Gegner des Biomasse-Heizkraftwerkes ein Bürgerbegehren eingereicht, die Zulässigkeit wird derzeit geprüft. Wird das Bürgerbegehren zugelassen, muss der Stadtrat bist zum Bürgerentscheid warten und dann nach Willen des Bürgers aktiv werden. Zum anderen hat sich der Stadtrat selbst auferlegt, bis Ende Juni Abnehmer für insgesamt 14.400 Megawattstunden zu finden. Sollte diese Zahl nicht erreicht werden, ist das ganze Projekt hinfällig.

Trotzdem hat sich das Gremium am Montagabend darauf verständigt, sollte es zum Bau kommen, dann zusammen mit der Salzburg AG. Diese plant einen Öko-Energiepark in Freilassing. Neben dem geplanten Biomasse-Heizkraftwerk sollen demnach eine Biogas- und eine Photovoltaikanlage, sowie eine Biogas- und eine Ökostrom-Tankstelle entstehen. Für das Projekt soll eine gemeinsame Gesellschaft gegründet werden, in der die Stadt Freilassing die Zügel mit 51 Prozent in der Hand halten soll.

"Wir sind überzeugt, dass wir hier eine gute gemeinsschaftliche Lösung verhandeln", will Gerald Tscherne von der Salzburg AG die Gegner überzeugen. Die sind sich nicht so sicher, dass von dem Projekt wirklich Freilassing und nicht Salzburg profitiert. Tscherne betonte aber in der Stadtratssitzung, dass die Salzburg AG das Projekt nicht ohne die Stadt durchziehen werde. Die Mehrheit der Stadträte sprach sich letzlich für diese Zusammenarbeit aus und verabschiedete bereits die wichtigsten Eckpunkte für eine mögliche Kooperation.

Der Standort ist dagegen noch einmal in die Diskussion geraten. Zuerst hatte sich der Stadtrat auf ein Biomasse-Heizkraftwerk neben der Kläranlage verständigt. Jetzt hat die Salzburg AG den Standort nordöstlich von Freilassing Mitte ins Spiel gebracht. Die Umweltverträglichkeit wird derzeit geprüft.

Sollte das Projekt trotz aller Planungen, scheitern kommt die Stadt mit einem blauen Auge davon. In der Vorvereinbarung wird es Ausstiegsklauseln geben. Lediglich die bis dahin angefallenen Planungskosten müssten dann berechnet werden.

red-bgl24/cz

Alles weitere zum geplanten Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing gibt es hier.

Quelle: BGland24.de

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