Was kostet Energie wirklich?

Freilassing - Der Bürgerarbeitskreis Biomasseheizkraftwerk stellt am Montag sein alternatives Energiekonzept vor. Die Stadt Freilassing hat am Freitag zu den kursierenden Zahlen Stellung genommen.

Der Bürgerarbeitskreis wolle der Öffentlichkeit einen fachgerechten Überblick über die zeitgemäßen Möglichkeiten der Energieversorgung unter effizientestem Einsatz von verschiedenen Energieträgern geben, heißt es in einer Presseaussendung. Themen wie BHKW-Technik, Wasserspeicher, Sonnenenergie, Biomasse und Wärmedämmung sollen angesprochen werden.

Da der Bürgerarbeitskreis öffentlich Kritik an den von der Stadt veröffentlichten Zahlen geübt hat, hat die Verwaltung am Freitag Stellung zu der Diskussion genommen:

Wie bereits in der bisherigen Angebotsberechnung enthalten, ist der Hausanschluss mit der Übergabestation bis zum Heizungskeller mit dem Baukostenzuschuss (BKZ) und den Hausanschlusskosten (HAK) abgegolten. Es kommen auf den Anschließer keine weiteren Kosten auf Seiten der Versorgungsleitung zu. Dies gilt auch für die Vorgärten des Eigenheims. Diese Kosten werden gemäß dem Verbrauch des Gebäudes nach Angabe des Hauseigentümers festgelegt. Für ein Einfamilienhaus mit 15 kW Anschlusswert sind somit für BKZ und HAK 3.451,00 EUR inklusive der Mehrwertsteuer (Frühbucherrabatt bis 30.06.2010 bis BA 2011) an Anschlusskosten zu bezahlen. Für ein Einfamilienhaus mit 20 kW Anschlusswert sind somit für BKZ und HAK 3.904,69 EUR inklusive der Mehrwertsteuer (Frühbucherrabatt bis 30.06.2010 bis BA 2011) an Anschlusskosten zu bezahlen. Für ein größeres Gebäude mit 35 kW Anschlusswert sind somit für BKZ und HAK 4.670,75 EUR inklusive der Mehrwertsteuer (Frühbucherrabatt bis 30.06.2010 bis BA 2011) an Anschlusskosten zu bezahlen. Da sich die bestehenden Anlagen in den einzelnen Gebäuden unterscheiden, können die Kosten einer Einbindung in die vorhandene Heizungsanlage (Sekundärseite) nicht pauschal mit einem Betrag angegeben werden. Im einfachsten Fall wird an der Stelle, wo bisher der alte Kessel gestanden hat, nun die Übergabestation aufgestellt. Mit dem Verbinden der Vorlauf- und der Rücklaufleitung sowie der Steuerung ist die Anlage betriebsbereit.

Da verschiedentlich Summen zu den hausseitigen Umbaukosten eines Anschlusses an ein Versorgungsnetz veröffentlicht wurden, kann ein konkretes Beispiel aus Freilassing mehr Einblick in tatsächliche Kosten gewähren: Konkret handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohneinheiten, das von einem bestehenden Ölkessel auf Fernwärme im November letzten Jahres umgestellt wurde:

- mit Entsorgung des Altkessels

- dem sekundärseitigen Anschluss der Hausanlage

- die Einbindung mehrerer Heizkreise und der Warmwasserbereitung

- die Neuisolierung der Verbindungsleitungen

- der Entsorgung eines Kellergeschweißten Öltanks mit 30.000 Liter

- sowie zusätzlich (hat nichts mit der Umstellung auf Fernwärme zu tun) die Entsorgung des vorhandenen Warmwasserboilers, die Lieferung eines neuen Warmwasserboilers und der Einbau neuer energiesparender Heizkreispumpen.

Diese hausseitigen Gesamtkosten betrugen für die 15 Wohneinheiten knapp 18.000 EUR.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Mehr zum geplanten Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing gibt es hier.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Stadt Freilassing

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