Kompetenzen aus dem Berchtesgadener Land

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Rettungskräfte im Übungseinsatz in Berchtesgaden nach einem simulierten Busunfall

Salzburg - Partner der Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land referierten bei der „Internationalen Fachtagung für Leitungs- und Einsatzmanagement 2011“ an der Universität Salzburg.

Die deutschsprachige, aber dennoch international aufgestellte dreitägige Fachtagung für Leitungs- und Einsatzmanagement fand auch dieses Jahr wieder an der Universität Salzburg statt. Mit dabei waren die Netzwerkpartner der Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land, Andreas Trattler, Geschäftsführer mobiletec GmbH und Dirk Schmidt, Geschäftsführer von DIALOGIS UG. Neben den über 100 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, gastierten Schmidt und Trattler als Experten zum Thema „Satellitennavigationslösungen für Einsatzkräfte“, sog. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Motivation dafür sind unter anderem Murenabgänge wie im Juli letzten Jahres auf die B305, die Staatsstraße 2101 und die B21 sowie der tragische Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall im Jahre 2006 – Katastropheneinsätze, deren Verlauf durch den Einsatz präsentierter Lösungen für Einsatzkräfte sicherer und effizienter gestaltet werden könnten.

Gegenstand des Vortrages war die Präsentation der Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land, welche sich unter der Leitung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land gründete. Auf dem Programm stand außerdem die Vorstellung des Galileo Test- und Entwicklungsgebietes im Berchtesgadener Land (GATE) sowie des behördlich regulierten Galileo-Signals (sog. Galileo Public Regulated Service - PRS).

Letztgenannter steht ausschließlich hoheitlichen Diensten, wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Militär zur Verfügung und zeichnet sich durch eine sehr hohe und zuverlässige Signalgenauigkeit aus: „mittels diesen Galileo-Dienstes werden Einsatzkräfte entlastet und Verletzte können frühzeitig und gezielt versorgt werden“, so Trattler zum PRS-Service von Galileo.

Schwerpunkt des Vortrages war die Anwendung der BOS-Dienste. Konkret umfassen diese den Katastrophenschutz, Minenräumung, Lawinenrettung, Unfall- und Tatortaufnahmen sowie das Tracking von Einsatzkräften. Zum weiteren Inhalt des Vortrages zählte die Konzeption ortungsbasierter Lösungen sowie die im letzten Jahr stattgefundene Großeinsatzübung - die G2real Busunfall-Übung in Berchtesgaden sowie die G2real Strahlenschutzübung in Seibersdorf bei Wien. Die Katastrophenübungen dienten der Lösungsentwicklung, welche unter anderem per Video vor dem internationalen Publikum präsentiert wurden.

Die Experten aus dem Berchtesgadener Land sind sich einig, die „Fachtagung ist ein hervorragender Ort um innovative Ideen und Produkte zu präsentierten und gemeinsam an neuen Konzepten zum Schutz der Einsatzkräfte und Betroffenen von Unglücksfällen zu arbeiten.“

Pressemitteilung WFG BGL

Quelle: BGland24.de

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