Laufen: Feuerwehr feiert trotz Hochwasser

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Laufen - Fünf Tage lang hat die Feuerwehr Laufen ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Von der Zeltparty bis zum Festumzug war in den vergangenen Tagen für Jedermann etwas geboten.

Bei sonnigen Sonntagswetter kamen zum Abschluss zahlreiche Besucher, um sich den Festzug anzusehen und ein letztes Mal im Festzelt mit den Floriansjüngern ihre Jubiläum zu feiern.

Der Festzug am Sonntag

Feuerwehr-Jubiläum Laufen: Festzug

Die Band "Isartaler Hexen" gab am Freitagabend beim Weinfest den musikalischen Höhepunkt. Die Damen machten ordentlich Stimmung und heizten das Zelt auf. Rund 2000 Besucher waren vor Ort und feierten was das Zeug hielt.

Weinfest mit den "Isartaler Hexen" am Freitag

Feuerwehr-Jubiläum Laufen: Weinfest

Trotz des Dauerregens und einigen Einsätzen der Floriansjünger ließen sich rund 700 Gäste das Feiern zum Auftakt der 150 Jahr Feierlichkeiten am Mittwoch nicht nehmen.

Die Zeltparty am Mittwoch

Feuerwehr-Jubiläum Laufen: Weinfest

Aus der Chronik der Feuerwehr Laufen

Die enge Bauweise der fast 1000 Jahre alten Stadt Laufen bedingt seit jeher, daß sie durch Feuer besonders gefährdet ist. In alten Chroniken wird immer wieder von verheerenden Feuersbrünsten berichtet, die nicht nur einzelne Anwesen, sondern oft ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt haben.

Hochwasser und Feuersbrünste waren jene Naturgewalten, unter denen die Bevölkerung immer wieder schwer zu leiden hatte. So brannten z.B. 1618 im Laufener Vorort Altach am rechten Salzachufer 14 Häuser nieder, 1663 sank die halbe Stadt in Asche, als 58 Häuser vom Stadtplatz bis zur Apotheke und von der Alten Post bis zum unteren Stadttor ein Raub der Flammen wurden. Kaum ein Jahrhundert später zerstörte ein gewaltiger Brand den Ortsteil Oberndorf, wobei 79 Häuser und 22 Scheunen eingeäschert wurden. 1843 brach ein Feuer im Hause des Kaufmanns Wally aus und wieder brannten 20 Gebäude in der Stadt bis auf die Grundmauern nieder.

Im Kampf gegen diese Naturgewalten wurde schon frühzeitig versucht, Maßnahmen gegen das Ausbrechen von Feuer zu treffen. In den Jahren 1423, 1616, 1648 und 1800 wurden Feuerordnungen erlassen. Auch die von dem Salzburger Fürsterzbischof Paris Lodron gegen Ende des 30-jährigen Krieges erlassene Feuerordnung für Salzburg galt für die Stadt Laufen. Hiernach war vorgeschrieben, daß alle Rauchfänge und Feuerstätten wenigstens zweimal jährlich zu säubern seien, daß unter den Dächern mit Wasser gefüllte Bottiche stehen müssen und daß mit offenem Feuer besonders sorgsam umzugehen sei, besonders bei Heu und Stroh und in Ställen.

Jährlich zweimal war der Verordnung nach eine Feuerschau durchzuführen und in jedem Stadtviertel mußten Feuerhaken und Leitern an vorbestimmten Orten sein, Eimer und Bottiche mußten an den Brunnen stehen, daß unverzüglich die Brandbekämpfung beginnen konnte. Was nach Ausbruch eines Brandes zu geschehen habe, wurde folgendermaßen angeordnet: "Besonders sollen die zum Uhrausrufen bestimmten Wächter ihre emsige Wacht haben, wo sie etwas spüren, alsbald offenbaren und mit Anklopfen an den Türen und Läuten der Glocken an den Häusern, auch Benennung des Ortes, wo es brennt, aufs stärkste den ganzen Markt durchaus beschreien. Derjenige, bei welchem das Feuer auskommen, ist schuldig, seinen Nachbarn allen Schaden zu vergüten, wenn nachweislich durch leichtfertiges Verschulden der Brand entstanden. Wer das Feuer selbst zu dämpfen versucht und es nicht ausschreit, wird mit 10 Gulden bestraft; wer zuerst zum Retten mit Wasser kommt, oder nachts zuerst das Feuer ausschreit, erhält eine Verehrung".

Seit dem Jahre 1780 befanden sich im Schloß und in der Pflege je eine Handspritze, an anderen Stellen, wie z.B. im Rathaus und in mehreren Gaststätten lederne Bottiche mit Löschwasser. Schon seit 1530 war auf dem Kirchturm ein ständiger Wächter und das Glöcklein auf dem oberen Stadtturm diente schon ab 1608 als Feuerglocke.

Aktivnews

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Aktivnews

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