29-Jähriger richtete Chaos in Berchtesgaden an

"Habe Bock geschossen": Betrunken in Biergarten gerast - Urteil

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Deutlich über zwei Promille hatte der 29-Jährige, als er am 2. Oktober 2018 mit seinem Auto in einen Berchtesgadener Biergarten raste. 
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Laufen/Berchtesgaden - Auch von seinen Freunden ließ sich ein Schönauer nicht zurückhalten: Im Oktober 2018 stieg er betrunken ins Auto und landete schließlich in einem Biergarten. Jetzt wurde er verurteilt.

"Ja, ich habe einen Bock geschossen", zeigte sich ein 29-Jähriger aus der Schönau einsichtig. Vor dem Amtsgericht in Laufen wurde er am Dienstag zu einer Geldstrafe in Höhe von 4200 Euro verurteilt, außerdem wurde ihm für ein Jahr eine Führerscheinsperre auferlegt. Das Urteil lautete auf vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Baumstämme, Felsen, Tische und Bänke im Biergarten "abgeräumt"

2,1 Promille hatte der Schönauer noch eine Stunde nachdem er in den frühen Morgenstunden des 2. Oktober 2018 mit seinem Renault Megane in den Biergarten des Gasthaus Sonneck in Berchtesgaden rauschte. Als er kurz zuvor ins Auto stieg, wollten ihn seine Lebensgefährtin und ein Arbeitskollege noch davon abhalten: Sie parkte ihr Auto absichtlich direkt hinter dem Renault - doch als der Schönauer beim Rangieren immer wieder anstieß, fuhr seine Lebensgefährtin ihr Auto lieber weg.

Spektakulärer Unfall am Obersalzberg bei Berchtesgaden

"Ich hatte ein schwarzes Wochenende mit vielen Überstunden und war völlig überlastet. Auch privat gab es einige Probleme", so der 29-Jährige vor Gericht: "Normalerweise trinke ich nicht, aber da kam alles zusammen." Rund fünf Kilometer weit kam der Schönauer, dann rauschte er mit dem Auto in den Biergarten in Berchtesgaden. Eine Holzhütte wurde zerstört, Tische und Bänke "abgeräumt", laut Polizei flogen auch Felsen und Deko-Baumstämme herum

Über 50.000 Euro Sachschaden am Wirtshaus und den Autos

Über 50.000 Euro betrug der Sachschaden insgesamt, etwa die Hälfte davon am Wirtshaus. Noch immer plagen den Angeklagten Schulden durch die Alkoholfahrt. Verletzt wurde - außer dem Fahrer selbst - niemand: "Ich hab' mir eine Platzwunde am Kopf zugezogen und hatte überall Prellungen. Schließlich bin ich ja mit 100 km/h ungebremst an das Haus gefahren", so der Angeklagte vor Gericht. Der Führerschein wurde ihm gleich nach dem Unfall abgenommen, seitdem macht der Schönauer einen MPU-Vorbereitungskurs.

Der Einspruch gegen den Strafbefehl hatte für den Anwalt Hans-Jörg Schwarzer und den Angeklagten zumindest etwas Erfolg: Die Höhe der verhängten Tagessätze wurde vom Gericht von 35 Euro auf 30 Euro etwas heruntergesetzt, jedoch blieb es bei den 140 Tagessätzen. 

xe

Quelle: BGland24.de

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