Diskussionen auf der Bürgerversammlung

Das brennt den Laufenern unter den Nägeln

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Mit rund 80 Besuchern war der Saal im Gasthaus Leobendorf nahezu voll.
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Laufen - Vom Versiegeln privater Gärten bis hin zum Aussehen des Penny-Marktes: Bei der Bürgerversammlung wurden die verschiedensten Themen zur Sprache gebracht.

Die Bandbreite an Wünschen und Sorgen, die von den Laufener Bürgern am Dienstag angesprochen wurde, war groß. Wir fassen die Themen - und die Reaktionen von Bürgermeister und Verwaltung - für Sie zusammen.

Geschwindigkeitsanzeige in Leobendorf

"Viele Autofahrer scheinen das Ortsschild von Petting kommend einfach zu übersehen. Wir Anwohner wünschen uns eine mobile Geschwindigkeitsanzeige mit Smiley am Ortseingang."

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Bürgermeister Feil: "Ziel der Stadt ist hier eigentlich eine Querungshilfe für die Fußgänger und ein Abflachen der Kuppe. Für eine mobile Geschwindigkeitsanzeige muss das Landratsamt zustimmen. Das war eigentlich dagegen, weil dort zu wenig Verkehr sei und kein Unfallschwerpunkt. Aber wir haben uns auf einen Kompromiss geeinigt: Immer mit einer Pause von zwei Monaten kann so eine Anzeige für acht Wochen aufgestellt werden - um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern, wie das Landratsamt gesagt hat. 80 Meter hinter dem Ortsschild wird die Anzeige aufgestellt. 

Beleuchtung des Stadttors

"Wie wäre es mit einer Beleuchtung des Stadttors? Ein warmes Licht würde gut zur Fassade und dem Stadttor als Visitenkarte passen."

Bürgermeister Feil: "Das kann sich die Stadt nicht leisten. Auch beim Rathaus hatten wir diese Idee, aber das war zu teuer. Sowas ist nicht so einfach gemacht, geht bis in den fünf- bis sechsstelligen Euro-Bereich und müsste wiederum mit der Städtebauförderung und Architekturbüros abgestimmt werden."

Versiegelung von Gärten

"In den Gärten von Einfamilienhäusern werden immer mehr Flächen versiegelt, alle 14 Tage wird der Rasen gemäht und auf der anderen Seite reden wir vom Bienensterben. Es bräuchte in Laufen einen Beauftragten, der da ein Auge drauf hat."

Werner Mitteregger vom Bauamt: "Nach dem Baurecht kann man in die private Gartengestaltung kaum eingreifen. Baurechtlich gelten zum Beispiel Steinplatten auch nicht als Versiegelung. Vom Landratsamt gibt es unter anderem schon Broschüren zur Gestaltung des Gartens. Aber die Leute, die ein Haus bauen, haben meistens schon sehr konkrete Vorstellung, wie ihr Haus und ihr Garten ausschauen sollen."

Sanierung des Penny-Marktes

"Wenn der Penny-Markt umbaut sollte unbedingt die hölzerne Umdachung erhalten bleiben. Das ganze Ensemble des Hofes wird davon geprägt. Ich habe schon eine Vorahnung, dass der Neubau genauso aussehen wird, wie vieles andere momentan: steril, industriell, schwarz-grau und schachtelförmig."

Bürgermeister Feil: "Die Baugenehmigung wurde bereits erteilt, dort hätte es niedergeschrieben werden können. Aber in diesem Bereich an der Klosterapotheke war es für den Bauherren sowieso schon schwierig, überhaupt ein Baurecht zu bekommen. Wir werden den Bauherren noch einmal bitten, aber höchstwahrscheinlich wird der Investor das Projekt nicht noch einmal überarbeiten."

Umbenennung des Bahnhofs

Zur angestrebten Umbenennung des Laufener Bahnhofs in "Bahnhof Laufen-Oberndorf" wird es nicht kommen. Beide Städte wollten ihren Bahnhofsnamen wegen der historischen Verbundenheit annähern. In Oberndorf ist der Zusatz "Laufen" bereits offiziell. "Für Ortsfremde besteht dann eine Verwechslungsgefahr", hieß es dazu aus dem bayerischen Innenministerium, so Hans Feil. Der Kompromiss: Ein Zusatzschild am Bahnhof, das auf die enge Zusammengehörigkeit der beiden Städte hinweist. 

xe

Quelle: BGland24.de

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