Bürgerversammlung für Laufen und Leobendorf

Beim Thema B20-Ortsumfahrung wurde es nochmal richtig laut

+
Der Saal im Gasthaus Leobendorf war am Dienstagabend nahezu voll.
  • schließen

Laufen - "Wir können zusperren, das lassen wir uns nicht gefallen": Die geplante Route der B20-Umfahrung war das bestimmende Thema der Bürgerversammlung - die betroffenen Bauern hatten den Applaus auf ihrer Seite.

Ein Dutzend Bauern sind von der geplanten B20-Trasse betroffen - am Dienstagabend schafften sie es, dass ihr Thema letztendlich die Laufener Bürgerversammlung bestimmte. Die Diskussionsbeiträge der Landwirte im Gasthaus Leobendorf waren die emotionalsten, dringlichsten, lautesten. 

"Ist Euch klar, was da auf uns zukommt?"

Hier soll die B20 künftig an Laufen vorbeiführen.

"Habt Ihr Euch mit den katastrophalen Folgen befasst? Ist Euch klar, was da auf uns zukommt? Unsere Flächen werden zerschnitten, wir können dann zusperren. Das lassen wir uns nicht gefallen. Der Bürgermeister muss für alle Leute da sein und nicht nur für die Stadterer", hieß es unter anderem von den Bauern. Ja, Ausgleichsflächen habe das Staatliche Bauamt angeboten, aber in vier Kilometer Entfernung. 

Die Entscheidung, welche Variante der Ortsumfahrung realisiert werden soll, hat sich in den vergangenen Monaten immer deutlicher herauskristallisiert: Keine Trasse parallel zur Bahn, sondern südwestlich an der Stadt vorbei. Das Staatliche Bauamt hat sich wiederholt dafür ausgesprochen. Ab 2. November werden die Pläne nun zum zweiten Mal im Rathaus öffentlich ausliegen.

Feil: Bahnparallele Trasse "eine Katastrophe"

"Es gibt in der Stadt zum Teil völlig unterschiedliche Interessen. Wir wollten letztendlich möglichst viele Leute entlasten. So viele sind tagtäglich vom Verkehr betroffen, auch dafür muss man Verständnis haben", so Bürgermeister Hans Feil. Vier Wohn- und 15 Nutzgebäude müssten bei der bahnparallelen Trasse abgerissen werden: "Das wäre die Katastrophe".

Auch Feil ist kein Fan der geplanten Trasse durch grüne Wiesen: "Die Landwirte sind in einer beschissenen Situation. Aber wir haben uns diesen Mist nicht ausgesucht. Hier plant nicht die Stadt, sondern der Bund." Auch eine bahnparallele Trasse mit Tunnel oder Einhausung ließ sich nicht realisieren: "Also muss die Straße raus aus der Stadt." 

Plan B?

Was, wenn der Widerstand der Bauern erfolgreich sein wird, wenn Klagen vor Gericht durchkommen? Dann könnte alles beim alten bleiben. "Hat man keinen Plan B?", wurde gefragt - nein, einen solchen gäbe es nicht, gestand Bürgermeister Feil. Doch er geht davon aus, dass das Planfeststellungsverfahren vor Gericht standhält: "Die optimale Lösung für alle ist ein Wunschtraum."

Am Abend finden Sie auf BGLand24.de einen weiteren Artikel, welche Themen auf der Bürgerversammlung noch zur Sprache kamen.

xe

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Laufen (Salzach)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser