Prozess am Amtsgericht Laufen

Paketbote soll Unterschrift gefälscht haben - Höslwanger vor Gericht

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Laufen/Höslwang - Am 13. August muss sich ein Paketzusteller aus Höslwang vor dem Laufener Amtsgericht verantworten. Er soll beweiserhebliche Daten gefälscht haben.

Immer öfter hört man, dass Pakete nicht korrekt zugestellt werden. Entweder wird gar nicht erst geklingelt, manchmal wird das Paket einfach schnell beim Nachbarn im Erdgeschoss abgegeben oder vom Paketzusteller selbst mit dem Namen des Empfängers quittiert und einfach abgelegt. Das soll zumindest in Bad Reichenhall passiert sein. 

Ein Paketzusteller aus Höslwang wird sich deswegen am 13. August wegen der Fälschung beweiserheblicher Daten vor dem Amtsgericht Laufen verantworten müssen. Er soll durch das Quittieren des Zustellungsbeleges über die ordnungsgemäße Zustellung des Paketes hinweggetäuscht haben.

Das droht dem Zusteller

Den Straftatbestand "Fälschung beweiserheblicher Daten" regelt § 269 des Strafgesetzbuuches. Darin heißt es: "Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr beweiserhebliche Daten so speichert oder verändert, dass bei ihrer Wahrnehmung eine unechte oder verfälschte Urkunde vorliegen würde, oder derart gespeicherte oder veränderte Daten gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Mehr Beschwerden denn je

Dass die Zufriedenheit mit den Post- und Paketzustellern abnimmt, bemerken diese auch selbst. Die Zahl der Beschwerden über Mängel bei der Postzustellung hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Insgesamt sind etwa 12.500 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur in 2018 eingegangen. 2017 waren es noch 6.100 Beschwerden - 50 Prozent mehr als in den Jahren davor.

Eine steigende Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden lässt sich im laufenden Jahr bislang nicht erkennen: Bis Ende April sind rund 4.750 Beschwerden über Postdienstleister bei der Netzagentur eingegangen. Jochen Homann, Präsident der Netzagentur, gab in diesem Zusammenhang jedoch zu bedenken, dass sich nicht eindeutig feststellen lasse, ob die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich öfter Anlass zur Beschwerde hätten. Denkbar sei auch, dass lediglich mehr Menschen von der Möglichkeit zur Beschwerde wüssten, schreibt zeit.de.  

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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