Kurzzeitpflege während des Urlaubs

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Laufen - Wohin mit dem pflegebedürftigen Elternteil, wenn man in den Urlaub fährt? Dafür gibt es die Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege für höchstens vier Wochen:

Gerade jetzt zur Urlaubszeit stellt sich für viele pflegende Angehörige die Frage, wer den pflegebedürftigen Vater oder die Mutter versorgt. Zu diesem Zweck haben alle Pflegekassen die Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege ins Leben gerufen. Darunter versteht man vorübergehende Pflege einer pflegebedürftigen Person in einem Pflegeheim, welche für einen Zeitraum von höchstens vier Wochen (28 Tage) pro Jahr in Anspruch genommen werden kann.

Das gilt auch in den Fällen, wenn die Pflegeperson selbst krank wird, oder zu einer beruflichen Fortbildung abwesend ist und sich nicht um den Pflegebedürftigen kümmern kann. Ebenso, wenn sich der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen vorübergehend verschlechtert und sich Pflegefachpersonal um den Pflegebedürftigen kümmern muss, oder wenn nach einem Krankenhausaufenthalt ein alleinstehender Mensch sich noch nicht selbst versorgen kann und noch eine Zeit lang pflegebedürftig ist.

Im Prinzip ist die Kurzzeitpflege eine vollstationäre Aufnahme, welche aber von Anfang an zeitlich befristet ist, die Dauer der Kurzzeitpflege ist einrichtungs- sowie pflegestufenabhängig. Die Pflegekasse zahlt höchstens für 28 Tage oder bis zu 1550,- Euro pro Jahr. Zusätzliche Kosten, wie für Verpflegung und Unterkunft, sind vom Pflegebedürftigen selbst zu tragen. Der Pflegebedürftige muss dabei mindestens die Pflegestufe eins haben. Wer für den Selbstkostenanteil finanziell nicht aufkommen kann, hat die Möglichkeit, einen Sozialhilfeantrag zu stellen, was aber eine Pflegestufe null voraussetzt. Im AWO Seniorenzentrum Laufen beispielsweise hat man mit der Pflegestufe eins Anspruch auf 26 Tage Kurzzeitpflege, mit der Pflegestufe zwei auf 21 Tage und mit der Pflegestufe drei auf 18 Tage Kurzzeitpflege. Der Selbstkostenanteil beträgt hier 27,34 Euro am Tag. Die Kurzzeitpflege umfasst immer Grundpflege, medizinische Behandlungspflege sowie soziale Betreuung.

Hat man den Anspruch auf die Kurzzeitpflege im Jahr ausgeschöpft, kann man Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Verhinderungspflege ist im Großen und Ganzen das Gleiche wie die Kurzzeitpflege. Sie greift, wenn die private Pflegeperson in den Urlaub fahren möchte, krank wird oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist. Die Verhinderungspflege erfordert eine sogenannte Vorauspflege, was bedeutet, dass der Pflegebedürftige mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung in Pflegestufe eins gepflegt werden musste. Die Dauer der Verhinderungspflege ist wie bei der Kurzzeitpflege auf vier Wochen befristet und auch der Anteil der Pflegekasse in Höhe von höchstens 1.550,- Euro bleibt gleich.

Pressemeldung AWO Seniorenzentrum Laufen

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance/ dpa

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