Pressemeldung die Froschhamer

Erstkommunionkinder feiern Maiandacht

Laufen - Vergangenen Mittwoch war es wieder soweit: Die Laufener und Leobendorfer Erstkommunionkinder trafen sich in Froschham zusammen mit einem zahlreichen Publikum aus Land und Stadt zur gemeinsamen Maiandacht mit Pfarrer Simon Eibl und Gemeindereferentin Sieglinde Seidl.

Begonnen wurde bei der unteren Marienkapelle. Die Kinder beteiligten sich begeistert und erzählten, warum die Mama in der Familie so wichtig ist: "Sie ist immer da für uns Kinder"; "Sie bringt mich ins Bett und liest oft noch eine Geschichte vor"; "Sie kocht und holt mich von der Schule ab", "Zu ihr kann ich immer kommen mit meinen Sorgen und Nöten". Gemeindereferentin Seidl erklärte, dass Maria genau so eine Mutter für Jesus war und zusätzlich für uns alle da sein möchte. Die schützenden Hände Marias wurden in den Marienliedern von der Gitarre begleitet im Anschluss gemeinsam besungen. So wie alle Mütter zu Muttertag Blumen bekommen, forderte Simon Eibl die Kinder auf, auf dem Weg zur zweiten oberen "Wiesbacher Kapelle" von den artenreichen Wiesen mit Margeriten und Glockenblumen rechts und links vom Weg, Blumen für Maria zu pflücken. Oben angekommen lasen die Kommunionkinder die Fürbitten vor. Pfarrer Simon Eibl ergänzte noch mit einer Bitte um den Erhalt der wunderschönen Natur und Kulturlandschaft in und um Laufen.Im Rahmen der Maiandacht wurden außerdem die zwei von Max Schauer aus Moosham neu renovierten Engel gesegnet. Sie schmückten zusammen mit einer Wettermonstranz den Altar im Freien, mit der Stiftsdekan zum Abschluss der feierlichen Maiandacht gutes Wetter für die kommende Ernte erbat und alle Anwesenden segnete.

Maiandachten sind ein uraltes volksreligiöses Danken an die Schöpfung, die in der Gestalt der Mutter Maria verehrt wird. Neben dem Dank für die wieder erwachte und blühende Natur wird in den Maiandachten auch um den Erhalt und die Fruchtbarkeit der Erde gebeten. Mehr und mehr Menschen wird bewusst, dass diese unsere "mütterliche" Umwelt besonderer Umsicht und Schutzbemühung bedarf. Dabei taucht bei vielen Laufenern auch die Sorge um die heimatliche Kulturlandschaft auf. Große Teile des Bauernlandes im Westen von Laufen würden beim Bau der derzeit erst im Plan befindlichen verkehrlichen Großbaumaßnahme unweigerlich zerstört werden.

Der wunderschöne Blick auf diese so fruchtbare Natur mit Alpenpanorama, den man bei der Maiandacht vom Hügel des vormaligen Laufener Wasserhochbehälters aus hatte, gab einen Überblick über den geplanten Straßen-Verlauf und das Ausmaß der Bedrohung. So gesehen bekamen die Maiandacht-Bitten einen wirklich bildhaften Hintergrund.

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Quelle: BGland24.de

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