Für die Mauer war kein Geld mehr da

Generalsanierung des alten Friedhofs Laufen abgeschlossen

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Der Alte Friedhof an der Klosterkirche wurde fünf Jahre lang aufwändig saniert, für die Friedhofsmauer war am Ende kein Geld mehr da.
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Laufen - Die Mauer des alten Friedhofs an der Bundesstraße 20 macht oberflächlich betrachtet keinen baufälligen Eindruck, dennoch sollte sie im Rahmen einer Generalsanierung des Alten Friedhofs seit 2013 saniert werden. Allerdings war das Budget für die Bauarbeiten schon aufgebraucht, als die Mauer am Ende an der Reihe gewesen wäre.

Der Alte Friedhof an der Klosterkirche wurde fünf Jahre lang aufwändig saniert, für die Friedhofsmauer war am Ende kein Geld mehr da.

Jetzt sollen die Kosten für eine extra Sanierung der Mauer ermittelt werden, angestrebt wird eine „Mittellösung“ für rund 95.000 Euro, damit soll der Mauersockel abgedichtet und auf der Innenseite neu gemalen werden. „Wenn wir gar nichts machen steht die Mauer irgendwann halt nicht mehr“.

Im August 2013 startete die Sanierung des Alten Friedhofs mit seinen Arkadengruften und der Braunschen Gruftkapelle. Die Arbeiten sollen sich nach Angaben der Stadtverwaltung langwierig gestaltet haben da sie vom Kirchenmaler und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege immer wieder abgestimmt hätten werden müssen. Abgeschlossen wurden die Arbeiten im August dieses Jahres, die entstandenen Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro, rund die Hälfte davon wurde über staatliche Zuschüsse finanziert.

Warum wurde die Friedhofsmauer nicht saniert? Das sei vorgesehen gewesen hieß es in der jüngsten Stadtratssitzung, allerdings habe die Sanierung eben länger als geplant gedauert und alle Zuschüsse seien bereits ausbezahlt. Man hätte bestimmte Fristen einhalten müssen. Die Stadträte konnten nun entscheiden zwischen „gar nichts tun“, einer Mittellösung um 95.000 Euro oder einer optimalen Lösung um 180.000 Euro. 

„Weitere Zuschüsse sind hier allerdings nicht zu erwarten“, so Bürgermeister Hans Feil. Vor der Entscheidung fragte Stadtrat Klaus Hellenschmidt, „können wir die alte Mauer nicht einfach so lassen?“. Feil meinte, es sei zwar keine Gefahr vorhanden, aber er sei für die Mittellösung als die wirtschaftlichste Variante, „wenn wir gar nichts tun steht die Mauer halt irgendwann nicht mehr“. Der Stadtrat folgte der Empfehlung des Bauausschusses einstimmig, die genauen Kosten für die angestrebte Mittellösung zu ermitteln.

hud

Quelle: BGland24.de

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