Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen BGL

Grüne gegen Aufstufung der B20 als Kraftfahrtstraße

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Franz Eder (rechts im Bild), der im Rahmen der letzten Fraktionssitzung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vom Grünen-Kreisvorsitzenden Dr. Bernhard Zimmer (links daneben) im Auftrag der kommunalpolitischen Vereinigung der Bayerischen Grünen für sein kommunalpolitisches Wirken geehrt wurde, kritisiert die Pläne zur Aufstufung der B 20.

Laufen - Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich vehement gegen die Aufstufung der B20 als Kraftfahrtstraße aus.

Wie Grünen-Kreisrat Franz Eder aus Laufen auf der letzten Sitzung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ausführte, strebt die Regierung von Oberbayern auf dem Abschnitt der künftigen Ortsumfahrung von Laufen eine Aufstufung der B20 an. Dies geht aus den Unterlagen zum derzeit durchgeführten Planfeststellungsverfahren zur Ortsumfahrung von Laufen hervor. 

Eder ist strikt gegen diese Aufstufung. Diese Aufstufung würde unter anderem bedeuten, dass Kraftfahrzeuge mit weniger als 60 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit vom Befahren der B20 ausgeschlossen wären. Das würde vor allem die zahlreichen an der künftigen Trasse gelegenen Bauern betreffen. Für diese Fahrzeuge müsste ein eigenes zusätzliches nachgeordnetes Wegenetz gebaut werden. Das würde einen erheblichen weiteren Flächenverbrauch nach sich ziehen. Außerdem müssten die betroffenen Fahrzeugnutzer oft erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Nach Ansicht Eders würde die Aufstufung allen Vorstellungen einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Verkehrsgestaltung widersprechen. 

Die Aufstufung der B20 zur Kraftfahrtstraße sei klimaschädlich, kontraproduktiv und konzeptlos und gehe einseitig zu Lasten der örtlichen Bevölkerung. Eine Aufstufung der B20 fördere den Güterverkehr auf der Straße, was in Bezug zum geplanten zweigleisigen elektrifizierten Ausbau der Schienenstrecke zwischen Freilassing und Mühldorf zwecks Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene kontraproduktiv sei.Außerdem sei es konzeptlos, wenn rund um Laufen eine Kraftfahrtstraße entstehe, vor und nach Laufen aber die B20 weiterhin eine ganz normale Bundesstraße bleibe. Was Eder aber ganz besonders stört ist die Tatsache, dass die Möglichkeit einer Aufstufung der B20 zur Kraftfahrtstraße im bisherigen Planungsprozess höchstens angedeutet wurde. Die Konsequenzen einer Aufstufung seien weder mit dem Stadtrat abgesprochen, noch in der Öffentlichkeit im Vergleich zur Nichtaufstufung als Alternative vorgestellt worden. Was seinen Fraktionskollegen Albert Aschauer zu der deftigen Frage: "Ja san denn die Laufener b'schissen worn", verleitete. Niemand aus der Grünen-Kreistagsfraktion wollte dieser Bemerkung widersprechen.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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