Jahreshauptversammlung:

5-jähriger Hannes ist 2000. Mitglied

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Schriftführerin Rosmarie Kaiser bei ihrem Jahresbericht, vorne Hannes Höfer

Laufen - Auf 2000 Mitglieder und viele Aktivitäten kann der Alpenverein bei seiner Jahreshauptversammlung im Greimel-Saal blicken. Das Herzstück bleibt die Laufener Hütte:

„Mit dem fünfjährigen Hannes Frimmel konnten wir kürzlich das zweitausendste Mitglied bei uns begrüßen“, freute sich der andere Hannes, nämlich Hannes Höfer, erster Vorsitzender der Alpenvereins-Sektion Laufen, in seinem Jahresrückblick.Im vollbesetzten Greimel-Saal hielt der größte Ortsverein seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Die Berichte der Abteilungsleiter und der Kassenbericht vermittelten eindrucksvoll die Vielfalt der Vereins-Aktivitäten.

Han Feil: „Höchsten Respekt vor ehrenamtlichen Engagement“

„Ich kann aus dem umfangreichen Geschehen des vergangenen Jahres nur einige Schwerpunkte herausgreifen“, leitete dann auch Hannes Höfer seinen Rechenschaftsbericht ein. Auf der Hauptversammlung des DAV im vergangenen November in Neu-Ulm sei intensiv über das Pro und Contra einer Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 diskutiert worden. „70 Prozent der Delegierten haben sich gegen eine Bewerbung ausgesprochen und damit Flagge für den Naturschutz gezeigt“, so Höfer. Eine andere interessante Zahl konnte der Vorsitzende präsentieren: Über 1.000 Bosna wurden beim Laufener Weihnachtsmarkt verkauft. Der Reingewinn von 1.726 Euro werde auch diesmal wieder für caritative und humanitäre Zwecke zur Verfügung gestellt.

Ungebrochen groß sei die Nachfrage zur Benutzung der Kletterwand in der neuen Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums, ging Höfer auf ein weiteres Thema ein. „Ob Frauenklettern, Ü-50-Gruppe oder Seniorenklettern, die Kletterwand ist ein Renner!“ Mit 4.000 Euro habe sich die Sektion die Benutzung der Kletterwand gesichert und 300 Euro müsse man jährlich zum Unterhalt beisteuern, rechnete Höfer vor.

Auch im vergangenen Jahr sei wieder kräftig in die Haustechnik der Laufener Hütte im Tennengebirge investiert worden, um vor allem den Umwelt-Standards Genüge zu tun.  „Wir sind stolz darauf, dass unser Haus für weitere fünf Jahre das Umwelt- Gütesiegel verliehen bekommen hat.“ Positives konnte der Vorsitzende auch von der Geschäftsstelle im Alten Rathaus, dem sogenannten „Basislager“ berichten. Die Öffnungszeit am Donnerstag-Abend werde rege angenommen und der Verleih von Ausrüstungsgegenständen erfreue sich zunehmender Beliebtheit. Höfer bedankte sich an dieser Stelle ganz besonders bei den Basislager-Betreuerinnen, die den Betrieb eigenverantwortlich und ehrenamtlich organisierten, „ohne nur irgendein Wort darüber zu verlieren“.

Das Vereinsjahr Revue passieren ließ Schriftführerin Rosmarie Kaiser in ihrem Bericht. Als Mitglied der Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Saalforste und des Sonntagshorns hat die Sektion verschiedene Male an Versammlungen und Aktionen des Schutzbündnisses teilgenommen. Auch Veranstaltungen und gemeinsame Unternehmungen mit den Patensektionen Pfarrkirchen, Teisendorf, Wasserburg und Burgkirchen standen wieder auf dem Programm.

Weiters waren Vorstandsmitglieder zum Südostbayerischen- und zum Salzburg- Chiemgauer Sektionentag eingeladen. Mit Lichtbildervorträgen, Kabarett oder den Besuch des Osinger Waldlehrpfades wurden die insgesamt elf Monatsversammlungen aufgelockert. Die Teilnahme am Solidaritätsmarsch der Pfarrei, eine Wallfahrt nach St. Johann in Fridolfing und ein Stand beim Laufener Weihnachtsmarkt rundeten das umfangreiche Jahresprogramm ab.

Dass sich die Sektion um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen braucht, davon wusste Jugendreferent Florian Pertl zu berichten. So sind für das laufende Jahr bereits wieder an die zwanzig Veranstaltungen der Jugend- und Familiengruppe geplant. Zunehmender Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen erfreue sich Klettern, weshalb das Angebot in diesem Bereich ständig erweitert würde, so Florian Pertl.

Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Hüttenwart Matthias Graspoitner, stellt doch die Laufener Hütte im Tennengebirge das Herzstück der Sektion dar. In eindrucksvollen Zahlen belegte Graspoitner, welch logistische und organisatorische Herausforderungen die 1726 Meter hoch gelegene Selbstversorgerhütte Jahr für Jahr aufs Neue stellt. Im Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen an der Photovoltaik-Anlage wurden im Juni auch die Akkus erneuert. Das aufbereitete Regenwasser sei im August von einem anerkannten Labor geprüft und für einwandfrei befunden worden. Im Spätsommer wurde dann noch die westliche Dachrinne so umgebaut, dass sie den Schneelasten standhält. Auch die Instandhaltung und Markierung der Wege gehört zu den Aufgaben des Hüttenteams. So wurden im vergangenen Jahr alle Wege zwischen Tagweide und Bleikogel von Wegewart Toni Pertl kontrolliert und wo erforderlich instand gesetzt.

Einen ganz besonderen Dank sprach Matthias Graspoitner dem Ehepaar Inge und Heinz Rüttinger aus, das sich nach über 50 Jahren aktiven Hüttendienstes in den „Ruhestand“ verabschiedet hat. „Ich fühl mich fast arbeitslos, weil in der Sektion in Punkto Naturschutz alles so ordentlich läuft“, lobte Naturschutzreferent Hannes Krauss. Zwei Themen, die den Verein tangieren, wollte er dann doch ansprechen. „Wir treten weiterhinentschieden gegen eine Erschließung der Saalforste ein“, tat er unmissverständlich die Haltung der Sektion kund. Augen und Ohren müsse man auch offenhalten, was die angedachte Tauern-Gasleitung betreffe, würde sie doch auch das Tennengebirge tangieren. „Mit ihrer bis zu 30 Meter breiten Trasse würde sie eine massiven Eingriff in Landschaft und Natur darstellen“, befürchtete Hannes Krauss.

„I bin a ganz schee knickerte Schatzmeisterin und pass auf des Geld auf, dass‘ ned weniger werd“, stellte sich Kassenwartin Gabi Höfer-Jani selbst ihr Zeugnis aus.Bei den Zahlen-Kolonnen, die sie dann vortrug, wurde verständlich, dass der Verein mit seinen umfangreichen finanziellen Abwicklungen froh sein kann, so eine „gestrenge“ Schatzmeisterin zu haben. So wollte sich keiner der Anwesenden auf ihr „Angebot“ einlassen: „Wenn’s euch ned passt, könnts mi ja abwählen.“ Einstimmung wurde stattdessen die Schatzmeisterin samt Vorstand entlastet.

Höchsten Respekt für das ehrenamtliche Engagement im Verein bekundete Bürgermeister Hans Feil in seinem Grußwort. Einen augenzwinkernden Seitenhieb konnte er sich dennoch nicht verkneifen: „Wenn ich den Kassenbericht recht verstanden habe, dann hat die Sektion mehr Geld, als die Stadt Laufen.“

Vorsitzender Hannes Höfer bedankte sich abschließend bei seiner gesamten Vorstandschaft und bei allen, die den Verein ideell und finanziell unterstützen. „Ihr seid ein tolles Team und ich bin froh, als Vorsitzender so engagierte Leute an meiner Seite zu haben.“

Ein filmisches Portrait der Laufener Hütte, gedreht im letzten Sommer von einem Servus TV-Kamerateam, rundete die Versammlung ab.

nh

Quelle: BGland24.de

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