Neue Polizeiinspektion für 40 Beamte in Laufen

Joachim Herrmann: „Werden 3. Spur am Walserberg nach Salzburger-Konzept bauen“

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Feierliche Eröffnung der neuen Polizeiinspektion Laufen

Laufen - Laufen an der Salzach. Von einem alten Gebäude in ein noch älteres, allerdings saniertes und auf den neuesten Stand der Technik gebrachtes Gebäude sind die rund 40 Beamten der Polizeiinspektion schon vor Wochen umgezogen.

Am Mittwoch war die feierliche Einweihung mit Staatsminister Joachim Herrmann, der mehrmals betonte, dass Bayern deshalb das sicherste Bundesland sei, weil die Regierung nicht nur das Personal aufstocke, sondern auch Millionen in den Sachaufwand und in die Gebäude stecke, in Laufen immerhin 3,8 Millionen Euro in das ehemalige Wohnhaus für Beamte der JVA. Laufens Stadtpfarrer Simon Eibl las den CSU- Granden vor der Segnung die Leviten, er wäre kein guter Polizist, „weil bei mir auch Wirtschaftsflüchtlinge Asyl bekämen solange die Politiker es nicht schaffen, Fluchtursachen zu beseitigen“.

Für den Leiter der Inspektion an der Tittmoninger Straße, Erwin Wimmer, war die Einweihung „Weihnachten und Ostern zugleich“, das Arbeiten im alten Gebäude sei nicht mehr zumutbar gewesen, Beamte hätten sich am Gang umziehen müssen weil der ehemalige Umkleideraum für den Erkennungsdienst Platz machen musste.Er bedankte sich vorallem auch beim Leiter der JVA Straubing, „der auch Schreiner ist und uns bei der Innenausstattung alle Wünsche erfüllt hat“.

Bilder von der Eröffnung des neuen Polizeigebäudes in Laufen

Der Staatsminister nutzte die Gelegenheit der zahlreich anwesenden Medien und Beamten, sowohl die Arbeit der Polizei, als auch die der Regierung zu loben. Für die Polizei sei „das Beste gerade gut genug“, Bayern würde in den Haushalten 2019 und 2020 rund 550 Millionen Euro in den Sachaufwand und die Gebäude der Polizei investieren, zudem würde auch das Personal deutlich aufgestockt, in den nächsten sieben Jahren würden insgesamt 3500 neue Beamte ihren Dienst antreten.

Keine Staus an der Grenze

Bei dieser Gelegenheit verteidigte er einmal mehr die von ihm wieder geschaffene Grenzpolizei, die im Landtag von der Opposition immer wieder als Rechtswidrig kritisiert wird. Schmuggler und Drogendealer sollen nach Ansicht Herrmann bereits an der Grenze aufgegriffen werden dürfen und nicht erst im Hinterland. Der Innenminister ging auch auf den aktuellen Streit mit dem Land Salzburg ein, dem eine dritte Abfertigungsspur am Walserberg noch vor dem Sommer vom Bundesinnenminister versprochen worden war. Aus dem Zeitplan wird zwar nichts, „aber der Bundesverkehrsminister hat die Mittel für den Bau freigegeben, und zwar für das von Salzburg erstellte Konzept“, so Herrmann. Er wolle so wenig Staus wie möglich, aber die Kontrollen sind nach Ansicht eines Innenministers naturgemäß notwendig.

Nach mehreren Jahren der Planung und des Umbaus sind die Beamten in das rund 100 Jahre alte Gebäude gezogen, dass früher als Wohnhaus für die JVA-Bediensteten diente. Einzig die Holz-Wendeltreppe erinnert noch an diese Zeit, ganz Barrierefrei ist das Haus nicht, ein eingebauter Lift reicht nur zu den Büros im Erdgeschoss. Im wenige hundert Meter weiter, alten Gebäude hatten die Beamten kaum noch Platz, der Umkleideraum musste einem Raum für die digitale Erkennung von Verdächtigen Platz machen, die Eigensicherung war auch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Polizeiinspektion Laufen ist für ein Einzugsgebiet von rund 34.000 Einwohnern im Norden des Landkreises Berchtesgadenerland zuständig, sowie für die Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring und Tittmoning, sowie Waging am See, Wonneberg und Taching, alle im Landkreis Traunstein.

hud

Quelle: BGland24.de

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