"Müssen mit Verkehr leben": Aus für neue Brücke

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Nur einer von vielen neuralgischen Punkten, in der die Laufener Altstadt unter dem Grenzverkehr leidet: Das Stadttor.
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Laufen - Viele hatten die Hoffnung ohnehin schon aufgegeben: Eine zusätzliche Salzachbrücke für weniger Verkehr in der Altstadt. Nun wurde der Idee der Todesstoß versetzt.

Die Überlegungen ziehen sich bereits über Jahre und Jahrzehnte: Die historische Laufener Altstadt wird durch den Verkehr schwer belastet. Jeder, der über die bestehende Salzachbrücke nach Oberndorf will, muss durch Stadttor, Schlossstraße und Marienplatz. Für Anwohner, Café-Besucher und Touristen alles andere als eine Freude. Auch die Feinstaubgrenzen in der Altstadt werden an rund 35 Tagen jährlich überschritten. Eine neue Brücke südlich oder nördlich der Laufener Altstadt könnte Abhilfe verschaffen - könnte.

Denn spätestens in einer Studie 2012 zeichnete sich aber ab: So einfach geht es nicht. Gegen eine Brücke bei Triebenbach sprechen Naturschutzgründe, nördlich bei Letten wäre zu teuer, die stadtnahe Trasse am Fischer-Huber-Parkplatz lehnen sowohl Laufen als auch Oberndorf ab. Dabei wäre der Übergang bei Triebenbach, südlich von Laufen, immer die Wunschvorstellung vieler Stadträte gewesen.

Brücke bei Triebenbach auch aus Flächennutzungsplan gestrichen

Nun ist endgültig besiegelt: Daraus wird nichts. Der Stadtrat strich die angedachte Brücke am Dienstag auch aus dem Flächennutzungsplan. Ein planerisches Werkzeug, das normalerweise weit in die Zukunft blickt. "Wir sollten zumindest irgendeine neue Brücke im Flächennutzungsplan drin haben, um ein Signal zu setzen", pochte Klaus Hellenschmidt. Dem Problem war sich auch Bürgermeister Feil bewusst, doch er musste anmerken: "Wir können nicht einfach einen Brückenstandort in den Flächennutzungsplan eingliedern, ohne dass eine Abstimmung mit Oberndorf erfolgt ist. Wir brauchen eine neue Brücke, aber momentan sehe ich dafür keine Chance."

Auch Oberndorf sperrt sich gegen eine neue Brücke bei Triebenbach: "An Arroganz und Ignoranz kaum zu überbieten", nannte Stadtrat Althammer auch das Nein der Österreicher zu einer möglichen Lkw-Höhenkontrolle an der bestehenden Salzachbrücke. Die abschließenden Worte von Hans Feil machen alles andere als Hoffnung: "Wir müssen lernen, mit dem Verkehr zu leben."

xe

Quelle: BGland24.de

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