Laufen: Ja zur Ortsumgehung

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Der Laufener Stadtrat hat mehrheitlich Ja zu dem Vorentwurf gesagt.

Laufen - Der Laufener Stadtrat hat seine Stellungnahme zum Vorentwurf des Staatlichen Bauamtes Traunstein für die Ortsumgehung der B20 abgegeben.

In einer öffentlichen Sitzung stimmten am Dienstagabend 13 von 19 Stadträten den bisherigen Planungen zu. Jetzt müssen die Naturschutzbehörden und das Wasserwirtschaftsamt noch Stellung nehmen. Außerdem wird der Baugrund untersucht und eine Kostenberechnung aufgestellt.

Bevor die Stadträte zum Zug kamen, gab Bauamtsleiter Sebald König dem Gremium und den zahlreich anwesenden Zuhörern noch ein paar Fakten mit auf den Weg: "Die vorgeschlagene „nahezu unsichtbare“ Trasse (die als Alternative zu den bekannten Plänen genannt wird, Anm. d. Red.) entspricht jedoch weder von den Trassierungsparametern in Lage und Höhe noch von den einzuhaltenden Haltesichtweiten dem Mindeststandard einer Bundesstraße. Auch der vorgeschlagene Querschnitt ist völlig unzureichend. Es ist nicht möglich den Vorschlag von Pro Naturland nach den für Bundesstraßen geltenden Standards zu trassieren."

Hier geht es zur kompletten Stellungnahme.

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"Unsere Stellungnahme ist zweigeteilt", sagte Laufens Bürgermeister Hans Feil dann rückblickend gegenüber BGLand24. "Im ersten Teil haben wir alle positiven Punkte aufgeführt." Das Staatliche Bauamt habe im Linienfindungsverfahren sehr viele Punkte berücksichtigt, die die Stadt Laufen gefordert und erbeten habe. "Sei es die Unterführung der Staatsstraße 2103 und der Kreisstraße BGL 3, die Anbindung an das Gewerbegebiet Hauspoint oder die Tatsache, möglichst oft in Tieflage zu gehen", zählte Feil auf.

Trotzdem gebe es noch Punkte, an denen das Ganze Schwächen aufweise, so der Bürgermeister weiter. "Wir haben nach wie vor eine diagonale Durchschneidung landwirtschaftlicher Flächen. Da ist das Straßenbauamt gefordert, eine Flurbereinung durchzuführen, so dass die Flächen anständig bewitschaftet werden können." Ein weiterer Schwächenbereich sei die Daringer Senke. Dort verlaufe die Straße in leichter Höhenlage. "Hier muss ein Ausgleich für die Anwohner geschaffen werden", so die Forderung. Allerdings gab Feil auch zu bedenken: "Jede Massnahme für den Emmissionsschutz heißt auch Flächenverbrauch. Hier müssen wir verträgliche Lösungen finden."

cz

Quelle: BGland24.de

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