Verkehr in Laufen soll verbessert werden

Sorgt der Mini-Kreisverkehr endlich für Entlastung?

Laufen - Bis Ende November wird in der Laufener Altstadt ein Minikreisverkehr getestet, um das hohe Verkehrsaufkommen in den Griff zu bekommen.

Seit Jahren diskutiert man in der Stadt um Verbesserungen bezüglich des Verkehrsablaufes in der Schlossstraße und speziell am Marienplatz in Laufen. 

Hohe Verkehrsbelastung

Für Fußgänger ist es kaum möglich, die Straße ohne Risiko zu überqueren. Die Autofahrer stauen sich teilweise bis über die Brücke nach Österreich zurück oder verstopfen das Stadttor vorm Einfahren auf die B20. Wegen der Feinstaubbelastung ist die Geschwindigkeit auf 30km/h beschränkt. Und trotzdem wird immer wieder über eine Verbesserung für die Fußgänger in Form von Zebrastreifen oder Querungshilfen als Mittelinseln diskutiert. 

Errichtung eines Minikreisverkehrs als Lösung?

Vor wenigen Wochen hat das für die Staatsstraße verantwortliche Staatliche Bauamt aus Traunstein dem Stadtrat von Laufen einen Vorschlag gemacht, der zunächst nicht unbedingt eine Verbesserung erwarten lässt: Die Errichtung eines Minikreisverkehrs am Marienplatz. Dabei soll im Bereich der Altstadteinmündung und der abknickenden Vorfahrtsstraße ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von nur 13 m markiert werden. Durch die Änderung der Vorfahrtsregelung soll sich der Verkehrsablauf so ändern, dass die Autofahrer zu einem langsameren, kontinuierlichen Fahrverhalten verleitet werden, damit den Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn an den Ein- und Ausfahrten des Kreisels ermöglicht wird. 

Paradoxerweise ist die Vorfahrtsregelung zurzeit so: wie Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt erklärt, haben die Fußgänger bei der bisherigen Vorfahrtsregelung im Einmündungsbereich Vorrang vor den Autofahrern, aber weder die Fußgänger noch die Autofahrer nehmen die Regelung so wahr. Beim Minikreisverkehr haben die Fußgänger an den Ausfahrten ebenfalls Vorrang, werden jedoch nach bisheriger Erfahrung vom Autofahrer auch grundsätzlich eher über die Straße gelassen. 

Probephase startet in den kommenden Tagen

In den kommenden Tagen starten die Umrüstungsmaßnahmen der Kreuzung, wobei der Minikreisverkehr mit einer überfahrbaren Mittelinsel und einer gelben Klebemarkierung gekennzeichnet wird. Außerdem müssen wegen der besseren Übersichtlichkeit die auf der Staatsstraße bisher großzügig angenommen Parkflächen durch Leitbaken weggenommen werden. Eine zusätzliche Beschilderung weist auf die geänderte Verkehrsführung hin. Die Probephase wurde vom Landratsamt vorerst bis zum Ende November angeordnet, könnte allerdings bei Nichtfunktionieren sofort abgebrochen werden. Nach der Erprobung werden sich alle Beteiligten über den Winter austauschen und erörtern, ob eine endgültige Anordnung eines Minikreisverkehrs ausschließlich Vorteile oder auch unüberwindbare Nachteile mit sich bringen würde.

Pressemitteilung des staatlichen Bauamts Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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