Zwei Brüder um Geld betrogen

Bürgermeister total überrascht: Laufener Stadtrat muss ins Gefängnis

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Auch für Laufens Erster Bürgermeister Hans Feil (CSU) kam der Rücktritt des Stadtrats Franz Silach völlig überraschend.  
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  • Benjamin Schneider
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Traunstein/Laufen - Ein Stadtrat der Laufener SPD musste sich vor dem Landgericht Traunstein wegen mehrfachen Betrugs verantworten und wurde zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.

UPDATE, 23. Juni - 10.05 Uhr: Stadtleitung war nicht informiert 

Völlig überrascht wurde die Stadtleitung von den Ereignissen um den Laufener SPD-Stadtrat Franz Silach. Auf Anfrage von BGLand24.de erklärte Geschäftsleiter Christian Reiter, dass ihm die Nachricht von der Mandatsniederlegung am Donnerstagabend "wie ein Blitz aus heiterem Himmel" getroffen habe.  Auch über die Anklage und Gerichtsverhandlung gegen den Stadtrat seien vorab weder er, noch der Erste Bürgermeister Hans Feil (CSU) informiert gewesen. 

Nachdem Silach seinen Rücktritt im Gerichtssaal ankündigte, erreichte die Stadt am Abend zudem noch eine schriftliche Erklärung zur Niederlegung des Mandats. Diese werde nun bearbeitet und man führe Gespräche mit der ersten Nachrückerin auf der SPD-Liste, Susanne Aigner. Diese habe die Bereitschaft bekundet, das Mandat auch annehmen zu wollen. 

Rechtskräftig wird die Nachfolge aber erst bei der Stadtratssitzung am 11. Juli. Bei dieser muss das Gremium die Personalveränderungen formell annehmen. 

Erstmeldung am 22. Juni

Franz Silach, der laut Anklageschrift seit 2005 selbstständig als Handelsvertreter tätig ist, wurde zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Betrug in 13 Fällen verurteilt, wie pnp.de berichtet. Das Gericht entschied, auf eine Bewährungsstrafe zu verzichten, da es "keine besonderen Umstände" dafür sah. Der Stadtrat verkündete noch während der Verhandlung, sein Mandat niederzulegen.

Silach hatte zwei Brüder um insgesamt 132.000 Euro geprellt, aufgrund seiner eigenen "prekären finanziellen Situation". Den beiden Brüdern und dem Gericht bot er an, seine Schulden mit jeweils 200 Euro im Monat zu begleichen. 

Quelle: BGland24.de

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