Statt Brücke: Per Sesselbahn über die Salzach?

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Laufens Bürgermeister Hans Feil (links) mit seinem Oberndorfer Amtskollegen Peter Schröder.
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Laufen - Wie lassen sich die Innenstädte von Laufen und Oberndorf weiterentwickeln? Eigens dafür wurden Stadtplaner beauftragt - die mit teils spannenden Vorschlägen überraschten!

Dass die Spielräume in der Laufener Altstadt im wahrsten Sinne des Wortes eng sind, weiß man. Trotzdem will man es versuchen: Eine weitere Entwicklung bzw. Verdichtung der Innenstadt. Gemeinsam mit dem Nachbarn Oberndorf wurden eigens Berater und Architekten beauftragt: Für Wohnraum, Tourismus, Kultur und Natur ließ man sich konkrete Entwicklungsvorschläge machen - und die ließen teils aufhorchen. Am Mittwochabend wurden sie im Laufener Rathaus vorgestellt.

"Hochwertiger Wohnraum kann in der Laufener Altstadt kaum mehr geschaffen werden", machte Architekt Christian Mayer gleich zu Beginn klar: "Da muss man sich den Gegebenheiten anpassen." Rund ein Viertel hüben wie drüben der Salzach sind auf Wohnungssuche. Trotzdem fand man auch in der Altstadt Stellen mit Potenzial.

Wohnraum am Alten Bauhof und Unterem Stadttor

Als "überholt und unglücklich" wurde die momentane Situation am Alten Bauhof beschrieben, der von in die Jahre gekommenen Garagenbauten "geschmückt" wird. Ein dreigeschossiger Bau, geeignet für Wohngruppen, schwebte den Planern vor. Darunter eine Tiefgarage, im Dachgeschoss "Komfortwohnugen". Auch am Unteren Stadttor ließe sich was machen. Es ist nur von einer Seite bebaut. Am anderen Ende des Tors: Parkplätze. Die würden die Architekten am liebsten unter die Erde verschwinden lassen, darüber ebenfalls Wohnungen. "An diesen zwei Stellen wäre dann Wohnraum für ungefähr 60 Personen da", so Architekt Mayer.

Einschlafen in Oberndorf, aufwachen in Laufen?

Auch ein Hotel für die beiden Orte wurde, nicht zum ersten Mal, angedacht. Der alte "Salzachhof" in Oberndorf wäre so ein Kandidat, meinten die Experten. Für die Post und den "Schifferwirt" in Laufen wäre ein Seminarhotel geeignet. Auch die Idee des "Pixelhotels" wurde ins Spiel gebracht: Einzelne Appartements über die Stadt verteilt, die lediglich in der Rezeption gebündelt werden - man bräuchte keinen Bauplatz, wenig Investitionen und wenig Personal.

Die geringen Spielräume in den Altstädten ließen die Planer auch noch auf ganz andere Ideen kommen: Beispielsweise ein Hotelschiff auf der Salzach, geeignet unter anderem für Radtouristen: "Das könnte dann auch wechselweise geparkt werden", so Architekt Franz Seidl.

Eine weitere Salzachquerung

Über eine neue Salzachquerung wird in Laufen und Oberndorf schon seit Langem geredet. Auch dazu kam neuer Input: "Der in Laufen angedachte Auenpark ließe sich natürlich hervorragend mit dem Naturpark Salzachauen auf österreichischer Seite verbinden". Diesem gemeinsamen Park würde ein Übergang gut stehen - oder auch eine Sesselbahn, die die Nachbarn über Fluss und Grenze bringen könnte, so die Architekten Mayer und Seidl. Die Ideen waren bunt und erfrischend, die den Stadtoberhäuptern Hans Feil und Peter Schröder präsentiert wurden.

Die Chancen, dass am Alten Bauhof neuer Wohnraum entstehen könnte, schätzte Bürgermeister Feil schließlich gering ein. Die Eigentumsverhältnisse der Garagen seien dort "sehr kompliziert". Als einen "höchstinteressanten Vorschlag" bezeichnete er dagegen die Wohnidee am Unteren Stadttor: "Eine nahe Realisierung ist aus vielen Gründen unwahrscheinlich, aber es ist eine realistische Option."

xe

Quelle: BGland24.de

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