Wird diese neue App einschlagen?

„Das Konzept kommt an“: So will ein Laufener die Social-Media-Welt umkrempeln

Christian Vogel (links) und Danny Lützelberger sind im vorigen Sommer mit ihrer App „pingmazing“ an den Start gegangen.
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Christian Vogel (links) und Danny Lützelberger sind im vorigen Sommer mit ihrer App „pingmazing“ an den Start gegangen - und wollen damit die Leute im echten Leben zusammenbringen.

Facebook, Instagram & Co. sind voll mit Eindrücken von Reisen, einem Frühstück oder der Party am Wochenende - alles Dinge der Vergangenheit. Der Laufener Christian Vogel und sein Start-Up-Partner drehen mit ihrer neuen App den Spieß jetzt aber um: „Es geht darum, dass die Leute mehr gemeinsam unternehmen.“

Laufen/München - Sie saßen mit ein paar Freunden im Biergarten und merkten erst im Gespräch, dass sie voriges Wochenende alle am See waren - nur niemand wusste davon. Und die Idee war geboren. „In Social Media wie wir es kennen sehen wir nur, was bereits passiert ist. Aber wir wollen das Künftige, das Gemeinsame in den Vordergrund rücken“, so Christian Vogel im Gespräch mit BGLand24.de. Mit seinem Start-Up-Geschäftskollegen Danny Lützelberger hat er deshalb eine neue, frische App an den Start gebracht, die Social Media umkrempeln will.

App „pingmazing“: Zeit im echten Leben gemeinsam verbringen

Was haben meine Freunde vor? Wer hat am Samstagvormittag Zeit? Lässt sich eine neue Bekanntschaft für meine geplante Bergtour finden? Darum dreht sich die neue App „pingmazing“ von Vogel und Lützelberger. Ihr Prinzip: App-Nutzer können ein „Ping“ anlegen, was sie planen oder wann sie Zeit haben. Alte oder künftige Freunde erfahren davon - und schon entsteht mehr gemeinsam verbrachte Zeit. „Niemand muss mehr den ganzen Freundeskreis abtelefonieren“, so Vogel. In Laufen aufgewachsen, studierte er später Wirtschaftsingenieurwesen in Rosenheim und hat nun mit Lützelberger ein Start-Up in München gegründet.

Ansichten der App „pingmazing“

Die Monopolisten Facebook, Instagram & Co. vom Thron zu stoßen, das ist nicht das Ziel von Christian Vogel und Danny Lützelberger. „Aber das sind ja vor allem Schaufenster-Apps“, so Lützelberger, „wir wollen dagegen neue Facetten erreichen“ - nämlich dass die Menschen mehr gemeinsam unternehmen. „Keine Posts, kein Blabla, kein Vergleich“, lautet das Motto. Im Juli 2020 sind die beiden mit „pingmazing“ gestartet. Die User-Anzahl liegt laut Lützelberger im vierstelligen Bereich mit Steigerungen von 60 bis 70 Prozent im Monat. Das Ziel: heuer sechsstellig werden.

Nutzer tummeln sich vor allem noch in Südbayern

Bisher würden sich die meisten Nutzer in und um München sowie im restlichen Südbayern tummeln, berichten die beiden Gründer. „Unser Konzept funktioniert und kommt gut an“, ist sich Vogel sicher. Und auch wenn der eigene Freundeskreis die App noch nicht nutzt, könne man darüber neue Bekannte oder neue Inspirationen gewinnen. Christian Vogel erzählt von einer Freundin, die mittlerweile dachte, mit ihrem Hobby Inline-Skaten ziemlich alleine dazustehen - doch dank der App hätte sich ein kleiner Freundeskreis mit dem selben Steckenpferd gefunden.

Und der Datenschutz? Vogel und Lützelberger verweisen darauf, dass sie weder mit User-Daten Geld verdienen wollen, noch dass sie überhaupt Registrierungsdaten erheben: „Bei uns reicht eine Handynummer fürs Verifizieren.“ Alle weiteren Daten würden verschlüsselt und nicht für Dritte gespeichert. Und nun hoffen auch Vogel und Lützelberger, wie so viele, auf die Zeit nach Corona - denn dann könnte ihre App „voll zum Tragen kommen“.

xe

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