"Chill House": Das wollen die Jugendlichen!

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Die Jugendversammlung im Mitterfeldener Treff „Chill House" war gut besucht mit Jugendlichen, die eine Reihe von Anregungen und Wünsche an Bürgermeister Hans Eschlberger herantrugen. Im Bild links: Referent Polizeihauptmeister Michael Slamecka, spezialisierter Jugendbeamter von der PI Freilassing. Von rechts: Jugendreferent Ludwig Moderegger, Jugendtreffleiter Sebastian Sieber, sitzend erster Bürgermeister Hans Eschlberger und dahinter Jugendreferent Martin Unterrainer.

Mitterfelden - Bei der Jugendversammlung im „Chill House“ äußerten die Jugendlichen viele Wünsche. Doch auch Themen wie Cybermobbing wurden angesprochen.

Bürgermeister Hans Eschlberger hat es sich zur Aufgabe gemacht neben den zwei allgemeinen Bürgerversammlungen auch alljährlich eine auf spezielle Jugend-Themenbereiche zugeschnittene Zusammenkunft abzuhalten. Es bestand hierbei ausreichend die Möglichkeit, Anfragen und Wünsche an ihn vorzubringen. Davon haben die rund 20 Jugendlichen reichlich Gebrauch gemacht. Informative Aufklärung zu Cybermobbing und Überschuldungsfalle Smartphone, einschließlich anschaulicher digitaler Vorführung auf Großleinwand gab Polizeihauptmeister Michael Slamecka. Er ist spezialisierter Jugendbeamter der Polizeiinspektion Freilassing.

Im Jugendtreff „Chill House" in Mitterfelden begrüßte Eschlberger neben Polizeihauptmeister Slamecka den Leiter des Jugendtreffs Sebastian Sieber, die Jugendreferenten der Gemeinde Ainring Martin Unterrainer und Ludwig Moderegger, deren Gemeinderatskollegen Dieter Nowak und Sozialpädagogen Rüdiger Dähnrich, außerdem aus der Gemeindeverwaltung Geschäftsleiter Martin Nüß.

Der erste Hinweis betraf die Wandgestaltung im Jugendtreff. Es wurde gebeten, dass Wände – es müssten nicht alle sein - farblich neu gestrichen und gestaltet werden dürfen. Eschlberger konnte sich eine individuelle Gestaltung vorstellen. Angemerkt wurde aus dem Kreis der Jugendlichen, dass die Schranke zur Zufahrt häufig offen steht und damit viele Leute mit dem Auto vom Parkplatz in den abgesperrten Bereich einfahren. Das Schild, welches auf die Feuerwehrzufahrt hinweist, ist verdreht. Angeraten wurde vom Bürgermeister: Wird von den Jugendlichen festgestellt, dass die Feuerwehrzufahrt zugeparkt ist, sollte man sich das Kennzeichen des Fahrzeuges notieren oder gleich die Polizei anrufen. Es wurde der Wunsch geäußert, dass ein Schlüssel für die Schranke im Hallenbereich deponiert wird, zum Beispiel im Notfallkoffer, damit bei einem Unfall die Schranke für den Rettungswagen geöffnet werden kann.

Angeregt wurde, dass momentan Jugendliche in einem Rollstuhl nur erschwert den Jugendtreff betreten können, da sie alleine nicht über die Kante kommen. Der Vorschlag lautete, im Eingangsbereich eine Rampe zu installieren. Hans Eschlberger sagte zu, dass er den Bauhof mit dem Erstellen einer Rampe beauftragen wird.

Gerne benutzt wird der Billardtisch im „Chill House", zwangsläufig ergeben sich Abnutzungserscheinungen. So sollte der Bezug erneuert werden, da dieser stellenweise verschlissen ist, wurde erläutert. Gerne möchte man neue und moderne Spiele für die selbstbeschaffte Spielekonsole. „Ich übernehme die Rechnung für zwei bis drei Spiele auch als Anerkennung, weil ihr sehr gut um die Sauberkeit des Skaterplatzes bemüht seid", argumentierte der Bürgermeister.

Die Altersunterschiede im Jugendtreff sind ziemlich hoch. Deshalb schlug Jugendtreffleiter Sebastian Sieber vor, einen Tag für 12 bis 14-Jährige in die Öffnungszeiten einzuschieben. Vom Rathauschef kamen aus seiner Sicht keine Einwände zu dem Vorschlag. Allerdings müsste bei einem zusätzlichen Tag die Arbeitszeiten und die damit verbundene erhöhte Vergütung berücksichtigt werden.

Weil der Dartautomat nicht mehr funktioniert, erging die Bitte nach Reparatur. Sollte sich dies nicht mehr verwirklichen lassen, bot sich Sieber an, ein Gespräch mit dem Besitzer der ehemaligen Diskothek „Manhattan" zu führen, denn dort lagern noch zwei gebrauchte jedoch benützbare Dartautomaten.

Benötigt würde laut Sieber ein tragbares Radiogerät für ein Nebenzimmer, um unabhängig vom Hauptraum auch hier Musik zu hören. Die Wunschliste beinhaltete zudem noch die Ausstattung der Räumlichkeiten mit einigen Teppichen und zusätzlich Stühle, da Jugendliche nicht immer einen Sitzplatz vorfinden. Nicht schaden könnte es an der Vorderfront des Parkplatzes unter den bereits bestehenden Schildern einen Wegweiser zum Jugendtreff anzubringen, hieß es weiter.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Jugendtreffs befindet sich die Firma Aesculapi. Da Fahrräder sowohl von den Beschäftigten wie auch Kunden „wild" im Hofbereich abgestellt würden, steht ein Fahrradständer unterhalb der Zufahrtsrampe für ordnungsgemäße Abhilfe auf der Wunschliste. „Ich werden diesen Vorschlag weitergeben und prüfen lassen", antwortete Eschlberger. Ihm wurde auch zugetragen, die Gemeinde solle die Beleuchtung auf den Wegen zum Jugendtreff verbessern. Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich die Jugendlichen nicht sicher, wenn sie nach Hause gehen.

Abschließend erbat der Jugendtreffleiter eine Kamera zur Überwachung des Skaterplatzes. Oft halten sich unter anderem dort ältere Jugendliche auf, die nicht den Treff besuchen und er deshalb nicht weiß, was dort passiert. Nach seiner Aussage hat es in dieser Angelegenheit schon öfter Probleme gegeben. Polizeihauptmeister Michael Slamecka teilte mit, dass aus Sicht der Polizei nichts dagegen spricht. Die Überwachung müsse jedoch mit Hinweisschildern gekennzeichnet werden.

Der Vortrag von PHM Slamecka beinhaltete auf beeindruckende Weise die Folgen von Cybermobbing und die Überschuldung durch Smartphones mit den entsprechenden Apps. Er machte auf Risiken aufmerksam, zeigte aber auch Empfehlungen aus, wie man sich vor Überschuldung schützen kann. Bezüglich Cybermobbing stellte der Polizeibeamte mit aller Deutlichkeit heraus, dass es sich hierbei um eine Straftat handelt. Nach knapp eineinhalb Stunden endete die Jugendversammlung. Bürgermeister Hans Eschlberger bekam einen recht positiven Eindruck von den couragierten jungen Leuten, die engagiert am Gemeindeleben teilnehmen und mitarbeiten. Als sehr nützlich erweist sich die Installation von zwei Jugendreferenten, die beide dem Gemeinderat angehören.

schl

Quelle: BGland24.de

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