"Natürlicher" Erholungswert in den Alpen

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Julia Elmenhorst (TUM, LSG), Lars Holstein (WFG, Projektleitung), Dr. Thomas Birner (Geschäftsführer WFG), Prof. Dr. Renate Oberhoffer (TUM, Lehrstuhlleitung), Dr. Gudrun Starringer (TUM, LSG) und Dr. Martin Schönfelder (TUM, LSG, Projektleitung) (v.l.).

München/Freilassing - Jährlich besuchen rund 40 Millionen Menschen die Alpen. Kaum eine andere Region bietet sowohl im Winter als auch im Sommer einen höheren Freizeitwert.

Daher liegt es nahe, gerade dort den „natürlichen“ Erholungswert mit einer gezielten Gesundheitsförderung zu verbinden. Dieses Ziel verfolgen die Technische Universität München und die Wirtschaftsfördergesellschaft Berchtesgadener Land nun gemeinschaftlich.

Das Berchtesgadener Land ist traditionell eine der bedeutendsten grenzüberschreitenden Gesundheits- und Tourismusregionen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Von der gemäßigten Voralpen- bis hin zur Hochgebirgsregion besitzt diese Region einzigartige Landschafts- und Klimaverhältnisse. Darüber hinaus verfügt sie über vielseitige Kompetenzen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation. Zur Bündelung dieser Kompetenzen haben die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) Berchtesgadener Land und der Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung (LSG) vergangener Woche einen Forschung- und Entwicklungsvertrag abgeschlossen.

Die beiden Partner, Dr. Thomas Birner (WFG) und Prof. Renate Oberhoffer (LSG), haben bei der Auftaktveranstaltung am 12. Mai in München die entsprechenden Verträge unterzeichnet und sind so der Vision eines vom TUM-Präsidenten Professor Wolfgang A. Hermann im Herbst 2006 postulierten „TUM-Forschungszentrum im Berchtesgadener Land“ mit einem regionalen Schwerpunkt „Mensch, Mobilität und Gesundheit“ einen großen Schritt näher gekommen.

Nach einer einjährigen Initiationsphase mit diversen Workshops haben sich die Partner zunächst eine grenzüberschreitende Machbarkeitsanalyse zum Ziel gesteckt. In dieser Untersuchung werden die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine herausragende „Gesundheitsregion“ erfasst. Dabei sollen sowohl touristische als auch gesundheitsorientierte Einrichtungen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und Infrastrukturen möglichst vollständig erfasst und integriert werden. Zur Förderung der grenzüberschreitenden Kooperationen in der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein werden bereits bestehende und zukünftig mögliche Vernetzungsmöglichkeiten aufgezeigt und erschlossen.

Auf der Basis dieser Machbarkeitsanalyse erfolgt dann der zweite Schritt. Dabei soll in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München der Grundstein für ein regionales Anwendungszentrum „Mensch, Mobilität und Gesundheit“ im Landkreis Berchtesgadener Land gelegt werden. Dieser Ansatz verfolgt ein innovatives Konzept, das den Bogen von der Grundlagenforschung bis zur Versorgungsplanung spannt. Eine erfolgreiche Realisierung wäre nicht nur national sondern auch international von wissenschaftlicher Seite konkurrenzfähig.

Über die spezifischen Gegebenheiten der Region Berchtesgadener Land mit der Galileo-Testumgebung GATE könnte das Projekt Beispielcharakter erlangen, denn es beinhaltet unter anderem auch eine konkrete Anwendung der Satellitennavigation im operativen Piloteinsatz.

Das Konsortium setzt sich aus diversen mittelständischen Unternehmen sowie aus Vertretern der verschiedenen Kompetenzen der Kernpartner zusammen: Lars Holstein (WFG) und Dr. Martin Schönfelder (Projektleitung), Dr. Gudrun Starringer (Ernährungsmedizin), Julia Elmenhorst (Kardiologie), Dr. Franz Schweiger (Gesundheitswissenschaft) und Florian Creamer (Sportwissenschaft).

Pressemitteilung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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