Neues "Asyl" für Flüchtlinge

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Sprach von Integration und tat es: Regierungsvizepräsident Ulrich Böger kickerte mit den in Freilassing untergebrachten Asylbewerbern.

Freilassing - „Ich wünsche mir ein gutes Miteinander von Flüchtlingen und den Bürgern von Freilassing und Ainring", sagte Regierungsvizepräsident Ulrich Böger bei der Eröffnung der Asylbewerberunterkunft in Bruch.

"Die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür sind bestens; auch der Bayerische Landtag hat im Rahmen einer Petition Mitte Oktober 2010 grünes Licht für die neue leitlinienkonforme Gemeinschaftsunterkunft gegeben. In den letzten zwei Monaten wurde die Gemeinschaftsunterkunft Freilassing mit 38 Plätzen für die Bewohner vorbereitet (generalsaniert). Hier werden wir vor allem Familien unterbringen. Wir können damit die Situation in den oberbayerischen Asylbewerberunterkünften verbessern, die infolge der unerwartet stark angestiegenen Flüchtlingszahlen voll belegt sind“, führte Böger am Dienstagvormittag weiter aus.

Das neue Zuhause von derzeit sieben Flüchtlingen aus Serbien bietet Platz für insgesamt 38 Personen.

"Nicht nur wegen der gestiegenen Zugangszahlen, sondern auch wegen der vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen im April 2010 verabschiedeten Leitlinien zu Art, Größe und Ausstattung von Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber wird die Regierung von Oberbayern weitere neue Unterkünfte anmieten und errichten. Wir werden hier auch wieder verstärkt in die Fläche gehen müssen und gezielt Unterkünfte außerhalb Münchens, wo derzeit etwa die Hälfte der oberbayerischen Asylbewerber untergebracht ist, anmieten. In Bayern mussten heuer über 43% mehr Flüchtlinge untergebracht werden als im Jahr zuvor. Auch im letzten Jahr hatte es bereits im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von fast 25% gegeben. Das bedeutet zugleich, dass wir weiter in jeder Richtung zur Verbesserung der Unterbringungsmöglichkeiten auf der Suche bleiben."

Die neue Unterkunft an der Grenze zwischen Freilassing und Ainring bezeichnete Böger als Modellunterkunft. Sie sei vom Standort her hervorragend, von der Größe her mit maximal 38 Plätzen extrem verträglich und sie entspreche den Richtlinien. "Freilassing und Ainring haben mit dieser Unterkunft eigentlich ihr Soll erfüllt", lobte der Regierungsvizepräsident die Gemeinden. "Ich kann aber nicht versprechen, dass der gesamte Landkreis deshalb keine Flüchtlinge mehr aufnehmen muss."

Justin ist mit seiner Mama und seinem Papa derzeit in Freilassing untergebracht.

Zu der Eröffnung der neuen Gemeinschaftsunterkunft am Dienstag hatte die Regierung von Oberbayern auch die Anwohner eingeladen. Diese hatten mit einer Petition im Bayerischen Landtag gegen die Unterkunft gekämpft. Böger und auch Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher hoffen aber, dass die Anwohner und die gesamte Bevölkerung die derzeit sieben Asylbewerber aus Serbien gut aufnehmen. "Jeder ist aufgefordert, den Asylbewerbern hier eine Heimat zugeben", appellierte der Bürgermeister. Ein Kinderspielplatz soll ab dem Frühjahr dazu beitragen. "Die Kinder sind unsere Brücke", betonte Flatscher und der kleine Justin lächelt. Er scheint sich in Freilassing bereits wohl zu fühlen.

Christine Zigon/Regierung von Oberbayern

Quelle: BGland24.de

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