Ökologie in der Stadt

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Bürgermeisterkandidat Florian Löw informiert sich bei der Grünen/Bürgerliste über Stadtökologie. Im Gespräch mit Stadtratskandidaten Willi Schneider sowie den Referenten des Abends Edeltraud Rilling und Maria Fleischer-Lackner.

Freilassing - Mit dem Thema „Ökologie in der Stadt“ stellte die Grünen/Bürgerliste Freilassing einen weiteren Punkt ihres Wahlprogrammes den Mitbürgern vor.

„Der Kluge Mensch macht sich die Natur zum Freund.“ Mit den Worten von Friedrich Schiller begrüßte Edeltaud Rilling die Gäste der GRÜNEN/Bürgerliste im Gasthaus Ratsstub’n. Sie und Mag. Fleischer-Lackner wählten Punkte aus diesem all umfassendem Fachgebiet aus.

In einer allgemeinen Betrachtung der Stadtentwicklung erläuterte Edeltraud Rilling die negativen Veränderungen. Die Wohnungsnot der 1950er Jahre erforderte ein schnelles Handeln. So wurden viele Wohnhäuser und viele Wohngebiete nur nach dem Gesichtspunkt der Menge an Wohnraum gebaut. „Anfangs waren noch unasphaltierte Weg- und Straßenränder vorhanden. Doch diese wurden inzwischen versiegelt“, berichtete Edeltraud Rilling. In neueren Planungen seien zwar bereits wieder Bäume und Straßenbegleitgrün zu finden. Doch fällt immer wieder auf, dass in Freilassing gepflanzte Bäume gefällt aber nicht mehr ersetzt werden. Straßenbäume oder noch besser Allee-Bäume verbessern das Stadtklima. Sie filtern Staub und Lärm, spenden Schatten und sorgen für kühlere und saubere Luft in den anliegenden Wohngebieten.

Bei der Planung von Wohngebieten soll auf die Entstehung von Frischluftschneisen, die frische Luft aus dem Umland in die Stadt transportieren, geachtet werden. Ebenfalls dürfe ein modernes Regenwassermanagement nicht fehlen. Dazu gehöre die Nutzung von Regenwasser als Brauchwasser. Das Auffangen von Regenwasser in Zisternen und wieder Bereitstellen als Gießwasser schone unsere Trinkwasservorräte. „Wir werden in Zukunft mehr Tage mit extremer Hitze, aber auch mehr Starkregenereignisse haben“, hob Maria Fleischer-Lackner hervor, „und dafür müssen wir unsere Stadt fit machen.“

 Die GRÜNE/Bürgerliste ist für den Erhalt unserer Stadtwälder Eichet-, Nagler- und Freimannwald sowie Sörgelpark. Stadtwälder verbessern das Klima, sind Bodenschutz und nehmen das Regenwasser auf, statt es oberflächlich ablaufen zu lassen, so die Meinung der Parteimitglieder. Diese „grüne Inseln“ hätten wichtige soziale Funktionen. Sie seien Orten der Ruhe und Erholung, aber auch Treffpunkt für Menschen. „Diese Orte sind für die Bürger wichtig“, sagte Edeltraud Rilling. Dem Wald als Bildungsort ist durch die Gestaltung des Sörgelparkes als Schulwald bereits Rechnung getragen.

Die Referentinnen stellen neue Wege für die Gestaltung von städtischen Anlagen vor. Wir brauche Freiraum für Mensch und Natur. So steigern Projekte wie Stadtteilgärten, Stadtbienen und das Ansäen von Bienenweiden in städtischen Anlagen die Vielfältigkeit des innerstädtischen Lebensraums, werten ihn ökologisch auf und gestalten ihn lebenswerter.

"Wir brauchen viel Grün in der Stadt. Nicht nur für frische Luft, wenig Staub, sondern auch für unser soziales Zusammenleben und die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen", beteuert Fleischer-Lackner und bedankte sich bei den Zuhörern mit dem Zitat von Mitcherlisch: „Er (der junge Mensch) braucht deshalb seinesgleichen, nämlich Tiere, überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Gebüsch, Spielraum. Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es – doch nun soll man sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt, z.B. ein Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ort und Initiative.“  

 Quelle: Pressemitteilung Grüne Freilassing

 

Quelle: BGland24.de

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