Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Freigesprochen

Das Zimmererhandwerk feiert den Abschluss der Ausbildungszeit

Abschlussklasse 2021: links: Ausbildungswart Ludwig Hartl, rechts: Obermeister Martin Kollmeier
+
Abschlussklasse 2021: links: Ausbildungswart Ludwig Hartl, rechts: Obermeister Martin Kollmeier

Beim Michlwirt in Palling wurden rund 90 junge Frauen und Männer im Rahmen von zwei aufeinander folgenden festlichen Veranstaltungen von Obermeister Martin Kollmeier, dem Ausbildungswart Ludwig Hartl und Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter traditionell freigesprochen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Palling - Freisprechung nennt man den Abschluss der Ausbildungszeit eines Auszubildenden in einem Handwerksberuf. Viele Gesellinnen und Gesellendes Zimmererhandwerks waren der Einladung der Zimmerer-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land gefolgt, um ihren erfolgreichen Abschluss zu feiern und den Gesellenbrief entgegenzunehmen. Den feierlichen Akt der Freisprechung übernahm Gerhard Kotter, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land: „Sie alle stehen heute am Ende einer jahrtausend alten Tradition, die so jung und lebendig ist wie eh und je. Dass Sie alle Ihre Gesellenprüfungen erfolgreich bestanden haben und nach einer alten Tradition von mir als Kreishandwerksmeister „freigesprochen“ werden, beweist, dass Sie in der Lage sind, gute handwerkliche Arbeit zu leisten.“

Auch in der diesjährigen Prüfung erzielten Auszubildende herausragende Leistungen und wurden mit tobendem Applaus geehrt. Besonders ragten dabei folgende Zimmerermänner als Prüfungsbeste mit einer Note 1 in Theorie und Praxisheraus:

Prüfungsjahrgang 2020

Michael Willers, Ausbildungsbetrieb Rudi Wolfenstetter, Reit im Winkl Martin Knecht, Ausbildungsbetrieb Doppler und Spannring, Inzell

Prüfungsjahrgang2021

Vitus Vießmann, Ausbildungsbetrieb Georg Reiter, Seeon Jonas Kastner, Ausbildungsbetrieb Grassl Bau, Ramsau Peter Keilhofer, Ausbildungsbetrieb Hölzl, Ramsau Benedigt Handl, Ausbildungsbetrieb Chiemgauer Holzhaus, Traunstein Paul Barth, Ausbildungsbetrieb Holzbau Hartl, Palling

Sichtlich stolz waren Obermeister Kollmeier und Lehrlingswart Hartl auf die neuen Gesellinnen und Gesellen des Zimmererhandwerks und haben 10 gute Gründe für eine Zimmerer-Ausbildung im Gepäck und wenden sich dabei an alle Jugendlichen von Traunstein bis Berchtesgaden: „Du willst hoch hinaus? Dann bist du im Zimmererhandwerk genau richtig.“

1) Du leistest einen Beitrag zur gelebten Nachhaltigkeit! Denn du verbaust Holz und das bindet das klimaschädliche CO2. Außerdem schaffst du als Zimmerer/Zimmerin wertvolle und langlebige Produkte und gestaltest deine Umwelt mit

2) Du bleibst fit! Denn als Zimmerer/-in bist du immer in Bewegung, aber keine Sorge: Du brauchst dich nicht mit Krafttraining auf die Ausbildung vorzubereiten. Schwere Teile lassen sich mithilfe von Maschinen oder Kollegeneinfach heben. Gefragt sind Männer und Frauen mit Köpfchen, nicht nur „starke Kerle“. Und durch Präventionsmaßnahmen am Bau, wie Gerüstsicherungen, bist du außerdem gut abgesichert.

3) Du arbeitest im Team! Als Zimmerer/Zimmerin kannst du dich auf deine Kollegen verlassen. Ein Beispiel: Das Aufrichten eines Dachstuhls ist nur im Team möglich, in dem jeder seinen Platz kennt und wo man gemeinsam anpackt.

4) Du genießt Nestwärme! Im Zimmererhandwerk hast du keine anonyme Personalnummer, denn die meisten Zimmereien sind Familienbetriebe. Die Mitarbeiter kennen sich also untereinander. Einige Berufskollegen werden sogar miteinander alt und gehen dann zusammen in Rente.

5) Du hast viele Karrieremöglichkeiten! Nach der Ausbildung kannst du dich fortbilden, etwa zum Vorarbeiter, geprüften Polier oder Zimmermeister. Zudem kannst du mit deinem Praxiswissen von der Baustelle in einem Architektur-,Holzbau-oder Bauingenieur-Studium von Anfang an punkten.

6) Du bekommst eine ordentliche Ausbildungsvergütung! Verglichen mit den Ausbildungsvergütungen in der Gesamtwirtschaft ist die Ausbildungsvergütung im Zimmererhandwerk weit oben angesiedelt. Im zweiten Lehrjahr bekommenZimmerer-Azubis 1200 Euro im Monat und im dritten 1475 Euro (Stand: Juli2020). Zwar haben Azubis im ersten Lehrjahr, während des Berufsgrundschuljahres, keinen Anspruch auf eine Vergütung, weil sie Schüler sind. Doch in der Regel bekommen sie während ihres Pflichtpraktikums ein kleines Taschengeld und können danach einen Ferienjob dranhängen.

7) Du hast einen krisensicheren Beruf! In der Corona-Lage sind viele große Unternehmen zu Kurzarbeit übergegangen. Die meisten Zimmereien konnten ganz normal weiterarbeiten. Außerdem wächst die Nachfrage nach umweltfreundlichen Gebäuden. Selbst die Digitalisierung kann die Arbeit vonZimmerern nicht ersetzen, denn die handwerklichen Tätigkeiten sind für Roboter zu komplex. Vielmehr kann die Digitalisierung das Zimmererhandwerk unterstützen, wenn es etwa darum geht, Baudaten zu erfassen und Maschinen zusteuern.

8) Du lernst Handgriffe fürs Leben! In der Zimmerer-Ausbildung trainierst du den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen. Dadurch hast du ein enormes handwerkliches Wissen. Das kannst du auch zuhause oder bei Freunden anwenden, wenn es dort etwas zu werkeln oder reparieren gibt. Dadurch bekommst du eine Wertschätzung, die dich ein Leben lang begleitet. Und später kannst du dir sogar dein eigenes Holzhaus bauen.

9) Du siehst, was du geschaffen hast! Wenn du am Feierabend nach Hause fährst, schaust du auf den fertigen Dachstuhl hinauf oder bewunderst die Holzfassade, die du gebaut hast. Auch wenn du nach ein paar Jahren an der Baustelle vorbeifährst, erinnerst du dich an deine Arbeit zurück. Und man kennt dich: Den die Bauherren, die immer noch in dem Holzhaus wohnen, verbinden dein Gesicht mit gelungener Arbeit.

10) Du verwirklichst gesellschaftliche Grundbedürfnisse! Deine Einsatzbereiche sind vielfältig: In der einen Woche errichtest du mit deinem Team einen Dachstuhl oder Carport, in der nächsten baut ihr ein Holzhaus oder einen Wintergarten. Mitarbeiter von Industrieunternehmen stehen am Fließbandsitzen im Großraum-Büro und machen Tag für Tag das Gleiche. Sie sind unter Umständen sogar bei einer Leiharbeitsfirma angestellt. Im Zimmererhandwerk bist du mehr als eine Personalnummer, dein Familienbetrieb versucht dich auch in Krisenzeiten als Mitarbeiter zu halten.

Weitere Informationen: www.zimmerer-traunstein-berchtesgaden.de.

Pressemitteilung Marcus Körner Werbe- und Vertriebsbüro für das Handwerk

Kommentare