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Gschickt für’s Leben

Landwirtschaftsschule Laufen verabschiedet Absolventen - Schülerin mit 1,0 abgeschlossen

Simon Bauer (Semesterleiter), Andreas Perschl, Martina Wastlhuber, Andreas Schröder, Michael Haslberger, Hans Zens (Leiter Landwirtschaftschule).
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Die Besten aus der Landwirtschaft: (v.l.n.r.): Simon Bauer (Semesterleiter), Andreas Perschl, Martina Wastlhuber, Andreas Schröder, Michael Haslberger, Hans Zens (Leiter Landwirtschaftschule).

Nach zwei Jahren Unterbrechung konnte die Landwirtschaftschule Laufen in diesem Jahr ihre Absolventinnen und Absolventen wieder in feierlichem Rahmen verabschieden.

Palling – Begonnen hatte der Tag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pallinger Pfarrkirche, den Pfarrer Christoph Zirkelbach aus Traunstein zelebrierte und den die Absolventinnen der Hauswirtschaft musikalisch gestalteten. Die anschließende Feier mit Zeugnisverleihung beim Michlwirt in Palling fand in Anwesenheit der Eltern und zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden statt. 

Die neuen Landwirte

Im Bereich Landwirtschaft haben alle 26 Studierenden den Abschluss geschafft und sind jetzt Staatlich geprüfte Wirtschafter des Landbaus, so Schulleiter Hans Zens. Die Studierenden stammen aus den Landkreisen Traunstein (15), Berchtesgadener Land (5), Rosenheim (5) und Altötting (1). Es sei ein Jahrgang mit sehr guten Ergebnissen gewesen, so Zens, bei den Noten habe sechsmal die Eins vor dem Komma gestanden.

Die vier Jahrgangsbesten waren Michael Haslberger aus Teiendorf (1,25), Martina Wastlhuber aus Chieming (1,68) sowie Andreas Schröder aus Grabenstätt und Andreas Perschl aus Palling (beide 1,75). Fünfundzwanzig Studierende sind bereits in die elterlichen Betriebe eingebunden und werden die Betriebe einmal übernehmen. Alle sechsundzwanzig Absolventen haben sich auch zur Meisterprüfung angemeldet und bereits Prüfungsteile abgelegt.

Jahrgangsbeste im Bereich Hauswirtschaft

Die zwanzig neuen Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung kommen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech, Freising und Cham. Auch hier seien die Ergebnisse sehr gut gewesen, fünf Absolventinnen hätten einen Notendurchschnitt besser als 1,5 erzielt, so die Leiterin der Hauswirtschaftsschule Sonja Bergmeier in ihrem Bericht.

Die Besten der Hauswirtschaft: (v.l.n.r.): Esther Hilverkus, Zenta Posch, Margareta Maier, Sonja Bergmeier (Leiterin Hauswirtschaft)

Esther Hilverkus aus Marquartstein konnte sich sogar über die Traumnote 1,0 freuen. Mit 1,22 hatte Margareta Maier aus Stephanskirchen das zweitbeste Ergebnis. Zenta Posch war mit einem Durchschnitt von 1,30 auf einem hervorragenden dritten Platz. Das Semester umfasste rund 630 Schulstunden, die sich auf Pflichtfächer und Wahlpflichtmodule aufteilten. Außerdem haben die Studierenden an einem Haushaltstechnikseminar, Ökolandbauseminar und selbst organisierten Seminaren wie Motorsägenkurs oder Melkkurs teilgenommen. Viele der Absolventinnen wollen im Bereich Hauswirtschaft tätig werden oder sich noch weiterqualifizieren. 

„Gschickt für’s Leben“

Bei der Feier haben auch siebzehn Studierende der Landwirtschaft ihre Zeugnisse für das erste Semester erhalten. Sie kommen aus den Landkreisen Traunstein (13), Berchtesgadener Land (3) und Rosenheim (1) und dürfen alle ins zweite Semester vorrücken.

Eine Kostprobe ihres Könnens gaben die Absolventinnen Anna Hörterer und Martina Wastlhuber in einem Vortrag zum „Tierwohl“, das den jungen Landwirtinnen und Landwirten besonders am Herzen liegt. Franziska Heinrichsberger, Absolventin der Hauswirtschaft, stellte die Broschüre „Gschickt für’s Leben“ vor, die die Studierenden als Projekt erarbeitet hatten und in der übersichtlich und ansprechend Rezepte, Brauchtum oder Tipps für Haushalt und Gartenarbeit über das Jahr verteilt enthalten sind.

„Mir san gschickt für’s Leben“ zeigte sich auch der Semestersprecher Landwirtschaft Andreas Perschl in seinem Semesterbericht überzeugt. Und Elisabeth Maria Zehetmaier, Semestersprecherin Hauswirtschaft ergänzte, wir haben viel fürs Leben gelernt. Beide dankten den Lehrkräften und vor allem den Eltern für jede Unterstützung und zeigten sich gut gerüstet um „hinein ins Leben“ zu starten. 

Grußworte der Ehrengäste - „Machts was draus!“

In ihren Grußworten gratulierten die Ehrengäste Landrat Siegfried Walch, der auch für den Landkreis Berchtesgadener Land sprach und Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein und Ehrenkreisbäuerin sowie die Frauenvorsitzende des vlF Laufen den frischgebackenen Absolventinen und Absolventen zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. Es sei wichtig, dass Nachwuchs da ist, der Verantwortung übernimmt, und „den Laden am Laufen hält“, so Landrat Walch.

Der Landkreis werde die Landwirtschaftsschule auch weiterhin finanziell unterstützen, sicherte er zu. Noch nie sei Land- und Hauswirtschaft so wichtig gewesen wie heute, betonte Resi Schmidhuber. Das habe spätestens Corona gezeigt. „Bringt Euch auch ehrenamtlich ein“, ermutigte sie die neuen Fachkräfte für Land- und Hauswirtschaft. Für einen Beitritt zum Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (vlF) plädierte Elisabeth Zehetmaier. Die Landwirtschaft sei ein Zusammenhalt, den man auch nach der Ausbildung pflegen sollte

Das letzte Wort gehörte dem Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein Alfons Leitenbacher. „Ihr habt Kenntnisse, Selbstbewusstsein, Botschaften. Machts was draus!“ so sein ermutigendes Fazit. Eine Überraschung für alle hatte Leitenbacher noch parat. Für Hans Zens, Leiter der Landwirtschaftschule und stellvertretender Amtsleiter sei dies die letzte Schulschlussfeier gewesen, da er im Juli in Ruhestand gehen wird, gab er bekannt. Leitenbacher dankte einem Kollegen, der mit viel Wissen und Herzblut die Ausbildung des landwirtschaftlichen Nachwuchses über Jahre vorangetrieben hat. 

Für den musikalischen Teil der Schulschlussfeier sorgten die Bläser Esther Hilverkus (Tenorhorn), Thomas Gruber (Flügelhorn) und Elisabeth Maria Zehetmaier (Trompete), der Chor der Studierenden der Hauswirtschaft an der Gitarre begleitet von Zenta Posch und die Musikgruppe Thomas Gruber (Ziach) und Christine Huber (Gitarre).

kon

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