Aufregung am Mittwochabend

Mysteriöse Schüsse, Schreie und Heli-Einsatz in Palling

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Palling - Einwohner riefen bei der Polizei an und meldeten, dass Schreie und Schüsse zu vernehmen seien. Ein Großeinsatz wurde eingeleitet.

Update, 9. April, 18.52 Uhr: Korrektur zum Ort des Geschehens

Bei der Presseberichterstattung der Polizei hat sich bei der Tatörtlichkeit ein Fehler eingeschlichen: Der Vorfall ereignete sich nicht, wie zuerst berichtet, in Höhenstetten (Taching), sondern im Waldstück Stetten a. Holz (Gemeinde Palling).


Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Laufen

Update, 9. April, 13.05 Uhr: Polizei klärt auf

Die Polizeiinspektion Laufen hat eine Pressemitteilung zum genauen Sachverhalt veröffentlicht. Demnach führte die Verstrickung ursprünglich voneinander unabhängiger Ereignisse zum Großeinsatz. 


Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Abend des 08. April teilte eine besorgte Bürgerin kurz nach 20 Uhr über Notruf mit, sie hatte soeben mehrere Schüsse aus einem Wald nahe Taching am See wahrgenommen. Ebenso hörte sie einen Mann rufen und sah kurz darauf einen PKW wegfahren, der aus diesem Bereich kam. Das Kennzeichen konnte sich die Dame merken. Aufgrund des dargelegten Sachverhalts wurde durch die der Polizei Laufen eine Fahndung eingeleitet, bei der mehrere Streifenwagen, ein Diensthundeführer und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kamen. Der Hubschrauber hatte zunächst ein Fahrzeug festgestellt, das relativ schnell unterwegs war und sich vom Mitteilungsort wegbewegte. Das Fahrzeug konnte rasch angehalten werden. Eine Überprüfung ergab allerdings, dass das Fahrzeug bzw. der Fahrer mit dem mitgeteilten Sachverhalt nichts zu tun hatte.

Eine weitere Streife hatte zeitglich das bekannte Kennzeichen überprüft. Hier hatte sich heraus gestellt, dass der Fahrzeughalter zwar am Ort des Geschehens war, er aber lediglich seinen entlaufenen Hund gesucht und ihn auch gerufen hatte.

Während dieses Einsatzes fielen in einem nahgelegenen Waldstück erneut Schüsse. Neben den Polizeikräften hatte auch der dort ansässige Jagdpächter die Schüsse wahrgenommen. Der Jäger hatte zudem gesehen, wie kurz darauf ein weißer Pkw wegfahren war. Er konnte das Kennzeichen ablesen und seine Aufzeichnungen der Polizei übergehen. Eine Überprüfung an der Halteranschrift durch die Beamten der Polizei Traunreut ergab folgenden Sachverhalt. Zwei junge 20 und 23-jährige Männer hatten sich getroffen, um die neue Schreckschusspistole eines der beiden zu testen. Sie waren dazu in das Waldstück bei Höhenstetten gefahren und hatten dort mehrmals geschossen. Bei der Befragung durch die Polizei hatten die beiden Männer den Sachverhalt vollumfänglich eingeräumt. Der Besitzer der Waffe wird wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt, weil er nicht im Besitz des sog. Kleinen Waffenscheins ist und er die Waffe nicht führen hätte dürfen. Zudem werden sich beide wegen eines Verstoßes gegen die derzeit gültigen Vorschriften zu den Ausgangsbeschränkungen verantworten müssen, weil es für ihren abendlichen Ausflug wahrlich keinen triftigen Grund gab.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Laufen

Erstmeldung:

Am Mittwoch, spät abends, wurden bei der Polizei Schreie und Schüsse gemeldet. Darauf wurde ein Großeinsatz eingeleitet, bei dem mehrere Polizeistreifen, Hundeführer und ein Polizeihubschrauber im Einsatz waren. 

Taching: Schüsse und Schreie gemeldet - Großeinsatz der Polizei

 © FDL/Lamminger
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Der Einsatz wurde gegen 23 Uhr beendet. Wie die Polizei Laufen auf Nachfrage bekanntgibt, liegen bereits erste Erkenntnisse darüber vor, was Zeugen gehört haben könnten. Das Ganze hat sich als harmlos herausgestellt, so wie es derzeit aussieht. Eine genaue Erklärung der Polizei folgt noch im Laufe des Tages.

FDL/Lamminger

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