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Schaden in Palling könnte in die Hunderttausende gehen

„Müssen die Sache in den Griff kriegen“: Sind‘s noch mehr als 1,5 Tonnen Öl im Klärbecken?

Erdklärbecken Öl Freutsmoos Palling
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Eines der verschlammten Vorklärbecken in Freutsmoos bei Palling (Aufnahme vom März 2022).

Wie viel Tonnen Öl sind wirklich im Erdklärbecken in Freutsmoos gelandet? Und wie soll das ganze dann entsorgt werden? Eine Möglichkeit dazu ist jetzt schon ausgeschieden. Palling könnten teure und komplizierte Aufgaben bevorstehen.

Palling - „Wir müssen die Sache langsam mal in den Griff bekommen“, fasst es Bürgermeister Franz Ostermaier im Gespräch mit chiemgau24.de zusammen. Die Rede ist vom Erdklärbecken bei Freutsmoos. Eigentlich sollte dort nur Oberflächenwasser zusammenlaufen, doch bei einer ersten Beprobung vorigen Herbst tauchte Öl auf. Die erste Hochrechnung schätzte die Menge auf 1,5 Tonnen. In der Pallinger Gemeinderatssitzung am Donnerstag (5. Mai) kam das Thema erneut zur Sprache.

Wie viel Öl ist wirklich im Erdklärbecken in Freutsmoos?

Das betroffene Becken soll laut Ostermaier jetzt geräumt und umfassend beprobt werden, um zu wissen, wie viel Öl wirklich dort vor sich hinschlummert. Das wurde bei einem Termin am Mittwoch mit den übergeordneten Behörden abgesprochen. Wenn die wirklichen Ölmengen bekannt sind, kann das nächste Problem angegangen werden: wie der Schlamm entsorgt wird. Denn es handelt sich um hochgradig belasteten Sondermüll. Auch die Dichte der Sohle soll überprüft werden.

Eine Idee zur Entsorgung ist inzwischen schon ausgeschieden: die Zwischenlagerung auf einer befestigten Fläche, um die Schadstoffe durch Bakterien aus dem Schlamm herauszufiltern. „Dazu müssten wir, bei den Mengen, die zu erwarten sind, eine eigene Sondermülldeponie aufmachen. Das hat das Landratsamt abgelehnt“, so der Bürgermeister. Fallen hohe Mengen an, bleibt also nur die teure Entsorgung über eine Spezialfirma. Franz Ostermaier rechnet „definitiv mit einem Betrag im sechsstelligen Bereich“. Fällt die Ölmenge geringer aus, könnte man auch auf eine benachbarte Kläranlage, womöglich in Traunreut, zurückgreifen.

Wie das Öl ins Erdklärbecken östlich von Freutsmoos gelangt ist, ist der Gemeinde ein Rätsel. Eigentlich sollte dort nur Oberflächenwasser von Straßen oder aus privaten Grundstücken zusammenlaufen. „Es ist überhaupt schwer zu sagen, ob es ein Schadensfall war oder mehrere“, so der Bürgermeister. Die Becken dürften schon seit den 1960er-Jahren bestehen, eine Räumung sei ohnehin „schon seit sechs oder sieben Jahren überfällig gewesen“. Jetzt gehe es auch darum, so der Bürgermeister, die Entwässerung in Freutsmoos wieder in einen vernünftigen Zustand zu bringen.

xe

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