„Windkümmerer“ betreut Detailuntersuchungen im Chiemgau

Ab dem Frühjahr wird‘s ernst: Palling, Trostberg und Traunreut stoßen Windradprojekt an

Windrad in Palling-Baumham
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Das Windrad in Palling-Baumham bei den Gemeindegrenzen Palling, Trostberg und Traunreut.

Palling - Das Windradprojekt der Nachbarkommunen Traunreut, Trostberg und Palling kommt langsam ins Rollen. Gemeinsam mit dem „Windkümmerer“ steht die Detailplanung an. Richtig spannend wird es aber wohl ab dem Frühjahr.

Im August entschied sich die Gemeinde Palling im zweiten Anlauf mit einer sehr knappen Mehrheit für die Bewerbung am gemeinsamen Projekt mit den Nachbarkommunen Traunreut und Trostberg. Nun wurde in der jüngsten Gemeinderat am 17. Dezember der „Windkümmerer“ offiziell vorgestellt, erklärt Pallings Bürgermeister Franz Ostermeier im Gespräch mit chiemgau24.de den aktuellen Stand des Projekts.

Zuschlag vom bayerischen Wirtschaftsministerium

Die drei Kommunen sprachen sich trotz vielerlei Kritik und nach Abwägung von Pro und Contra für eine Teilnahme an dem Windprojekt aus. Vom bayerischen Wirtschaftsministerium erhielten sie daraufhin unter insgesamt 18 Bewerbern den Zuschlag für die Teilnahme an der „Aufwind“-Offensive.

Nun gilt es gemeinsam mit Peter Beermann, einem von sieben „Windkümmerern“ der Staatsregierung, unter anderem herauszufinden, ob das Waldgebiet, das sich über alle drei Kommunen erstreckt, als Standort für Windräder in Frage kommt. Kritik an einem möglichen Standort im Siebeneicher Forst gab es zuletzt vom Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) Trostberg. Deren Mitglieder kritisierten bei einem Vor-Ort-Termin im August unter anderem, dass ein Grundstück im Industriegebiet für die Realisierung wohl besser in Frage käme.

In die Untersuchungen eingebunden werden auch betroffene Anlieger. Wirklich konkret mit den Planungen wird es laut Pallings Bürgermeister aber wohl erst ab dem kommenden Frühjahr. „Noch stehen wir ganz am Anfang“, schließt Ostermeier seine Ausführungen.

mb

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