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Bürgermeister: „Ein Versickern ist eigentlich ausgeschlossen“

1,5 Tonnen Öl im Klärbecken: Rätselraten und Furcht vor teurer Entsorgung in Palling

Erdklärbecken Öl Freutsmoos Palling
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Eines der verschlammten Vorklärbecken in Freutsmoos bei Palling. Bei einer Untersuchung tauchten Ölrückstände auf, hochgerechnet sind es 1,5 Tonnen.

Im Erdklärbecken in Freutsmoos, wo eigentlich nur Oberflächenwasser zusammenläuft, wurden rund anderthalb Tonnen Ölschlamm festgestellt - jetzt herrschen in Palling Kopfzerbrechen, Rätselraten und Furcht vor hohen Entsorgungskosten.

Palling - Wirklich erklären kann es sich im Pallinger Rathaus niemand: Geschätzte anderthalb Tonnen Öl sind im Erdklärbecken in Freutsmoos gelandet und haben sich dort inzwischen mit dem Schlamm vermischt und gelöst. Bereits vorigen Herbst hat man in der Gemeinde davon erfahren, aber wie geht es jetzt weiter? Denn der Schlamm ist als hochgradig belasteter Sondermüll einzustufen - und eine Entsorgung könnte dementsprechend teuer werden.

Öl im Erdklärbecken in Freutsmoos bei Palling

„Wir müssen jetzt einen Entsorger dafür finden“, so Pallings 2. Bürgermeister Johann Bohnert, der derzeit den erkrankten Ersten Bürgermeister Franz Ostermaier vertritt, im Gespräch mit chiemgau24.de. Eine Möglichkeit wäre eine Spezial-Entsorgungsfirma aus Sachsen, „aber das würde, allein wegen der Transportkosten, wirklich viel Geld kosten“, so Bohnert. Er schätzt, dass man dann „deutlich über 100.000 Euro“ liegen würde.

Eine andere Möglichkeit sei, den Ölschlamm auf einer befestigten Fläche zwischenzulagern und mittels Bakterien die Schadstoffe aus dem Schlamm herauszufiltern. Auch so wäre mit rund 50.000 Euro zu rechnen. Eine Entscheidung traf der Gemeinderat in seiner Sitzung vorige Woche diesbezüglich noch nicht. Eigentlich sollte im Erdklärbecken östlich von Freutsmoos nur Oberflächenwasser von Straßen oder aus privaten Grundstücken zusammenlaufen. „Woher das Öl kommt, wissen wir auch nicht“, so Bohnert.

Zwar weiß der 2. Bürgermeister von einem Heizöl-Unfall, aber die großen Mengen Ölschlamm, die im Erdklärbecken bei der Untersuchung festgestellt wurden, lassen sich auch so nicht erklären. „Die Gemeinde beteiligt sich öffentlich nicht an Spekulationen zu möglichen Ursachen“, heißt es dazu aus der Verwaltung. Droht das Öl im Erdklärbecken also in den Boden und ins Grundwasser zu gelangen? „Nein“, ist sich Johann Bohnert sicher. Er spricht von einer dicken Lehmschicht unter Freutsmoos, „da kann nichts versickern, das ist eigentlich ausgeschlossen“.

xe

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