THW Berchtesgadener Land unterstützt Wasserwacht Kühnhausen

Wieder freie Fahrt für Rettungsboot auf dem Waginger See

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Petting - Ende Februar, noch bevor Corona aktuell war, rollte in Kühnhausen bei der Wachstation der Wasserwacht am Waginger See großes Gerät an. Das Technische Hilfswerk Berchtesgadener Land brachte ihre Einsatz-Rettungsspinne.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Auf Anfrage der Ortsgruppe Kühnhausen leistete das THW Amtshilfe und unterstütze bei der Entfernung von einem Teil des Schilfgürtels. In den letzten Jahren entwickelte sich zunehmend das Problem, dass der Schilfgürtel immer weiter in die Gleisanlage des Rettungsbootes wuchs und es damit nicht mehr ohne Probleme möglich war, das Rettungsboot zu Wasser zu lassen. Aus diesem Grund sollte der Schilfgürtel wieder zurückgedrängt werden. 

Da man sich an dieser Stelle im Landschaftsschutzgebiet befindet, musste das Thema in enger Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein behandelt werden. Aus diesem Grund gab es auch einen Termin an der Wachstation, bei welchem sich die Naturschutzbehörde ein konkretes Bild der Problematik machen konnte. Nachdem eine Lösung gefunden wurde, welche in Einklang mit den Zielen der Ortsgruppe Kühnhausen als auch den Bedürfnissen des Naturschutzes gebracht werden konnte, erteilte die Naturschutzbehörde die Genehmigung für die Beseitigung des Schilfgürtels auf einer festgelegten Breite neben der Gleisanlage. 


Die Beseitigung des Schilfbereiches musste dann im Zeitraum zwischen Anfang 1. Oktober und 28. Februar durchgeführt werden, da in diesem Zeitraum die Tiere nicht im Schilf leben. Anfang März mussten die Arbeiten soweit abgeschlossen sein, damit die Tiere wieder ihre Nester bauen können und nicht mit ihren Jungtieren gestört werden. Zur Berücksichtigung der Auflagen sollte die Eingrenzung des Schilfgürtels nicht auf Kosten der Umwelt durchgeführt werden. 

Bei der Suche nach geeignetem Gerät kam man auf eine Maschine, die beim THW Ortsverband Berchtesgadener Land stationiert ist. Ein so genannter Schreitbagger mit biologisch abbaubaren Schmierstoffen arbeitet, landläufig "Biobagger" genannt. Außerdem kann mit dem Gerät der Seegrund nahezu zerstörungsfrei befahren werden, da die Räder dem Untergrund angepasst werden können. Vor Beginn der Maßnahme wurden die notwendigen Abstimmungen mit dem Landratsamt und dem THW getroffen. 

Als dann an zwei Tagen Ende Februar das Wurzelwerk auf der genehmigten Breite ausgebaggert und der Schilfgürtel soweit zurückgedrängt werden konnte, war ein problemloses Wassern des Rettungsbootes wieder möglich. Die Rettungskräfte der Wasserwacht Kühnhausen können nun ihren Dienst an der Bevölkerung wieder durchführen. 

Pressemeldung Wasserwacht Kühnhausen

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