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Am Sonntag, den 5. September

Vierjähriges Projekt “Road to Ironman – vom Lipödem zur Langdistanz” ging in die wichtigste Phase

Vierjähriges Projekt “Road to Ironman – vom Lipödem zur Langdistanz” ging in die wichtigste Phase.
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Vierjähriges Projekt “Road to Ironman – vom Lipödem zur Langdistanz” ging in die wichtigste Phase.

Das letzte Kapitel des mittlerweile (coronabedingt) Vierjährigen Projektes “Road to Ironman – vom Lipödem zur Langdistanz” ging am 5.9.2021 in die wichtigste Phase. Die Neu-Pettingerin Antonia Gust startete ihre erste Langdistanz beim Challenge Roth 2021, der nach Absage der IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii zu einem der hochdotiertesten Langdistanzrennen im Triathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen) erkoren wurde und deshalb top besetzt war.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Petting - Sowohl die ETU-Europameisterschaft als auch die dt. Meisterschaft auf der Langdistanz wurden hier in diesem Jahr ausgetragen und das zog neben der gesamten DTU- und ETU-Elite im Amateurbereich auch aus dem Profifeld Namen wie Patrick Lange, Sebastian Kienle, Nils Frommhold; Andi Dreitz und natürlich die einheimische Weltmeisterin Anne Haug an. Internationale Stars wie Nick Kastelein, Dr. Pieter Heemerick, Braden Currie, Sarah Crowley, Laura Siddall oder die schnellsten deutschen Newcomer der Szene Ruben Zepuntke und Phillip Bahlke trafen sich hier.

Dass die Radstrecke durch die coronabedingten Einschränkungen und Baustellen zwar an Kilometern (unter anderem den berühmten Solarer Berg), aber keinesfalls an Höhenmetern (im Gegenteil) verloren hatte, tat dem aber keinen Abruch, sondern verschärfte alles nur noch und Bestzeiten waren zu erwarten. 
Um drei Uhr in der Früh klingelte der Wecker und so langsam stieg der Puls. Die Spannung auf den bevorstehenden Start löste sich erst, als der erste Startschuss am Kanal ertönte und gut 1500 Einzelstarter sowie Staffeln in Wellen von mehreren Gruppen auf die Reise geschickt wurden. Für Antonia gings um 7:30 los und obwohl es nicht ihre beste Disziplin ist, kam sie zufrieden nach 1:29 in die T1 - erste Wechselzone - später stellte sich heraus, dass aus den eigentlichen 3,8 km mehr als 4 km geworden waren. Doch für die Pettingerin ging der Spaß am Rad erst so richtig los und wie gut es Ihr da ging zeigte sich, als sie auf der steilsten Abfahrt eine zeitlang mit der Spitzengruppe Lange, Frommhold etc. im Pulk mithalten konnte.

Die Herren waren zwar schon in der zweiten Runde und bald auch nicht mehr zu sehen, aber das wellige Profil der Strecke kam Antonias Fahrstil sehr entgegen und an der nächsten Wechselzone hatte sie 50 Plätze gutgemacht. Doch war die Kälte am Beginn des Radfahrens noch sehr angenehm, stieg die Temperatur schnell nach oben, je länger der Tag dauerte. Jetzt folgte der berüchtigte Marathon am Kanal entlang bei knapp 30 Grad und zum Ende mit dem Anstieg Büchenbach. Dankbar nutzte sie jede Verpflegungsstation, um Wasser aufzunehmen oder über den Kopf zu schütten. Die anfänglich herrschenden Magenprobleme, entstanden durch einen Verpflegungsfehler, machten das Laufen nicht gerade leichter und gut ein Drittel der Strecke bis dahin war sie gezwungen zu gehen. Erst ab Kilometer 25, als sie vom eigenen Team versorgt wurde und die Schmerzen sich legten, konnte sie unbeschwert wieder in ihr Tempo finden und durchlaufen. Und genau dort, wo die meisten Triathleten gerne einen Wandertag einlegen (auch Profis wie Dreitz, Heemerick, etc.), am Anstieg zu Büchenbach, machte sich das stundenlange Trailrunning-Training in der Heimat bemerkbar und sie begann “einzusammeln”.

Dies krönte Antonia dann noch mit einem ihrer legendären Endspurts ab Kilometer 38 und ließ einige verdutze Männer einfach stehen. Ziel war es von vornherein, das Tor im Stadion LAUFEND zu durchqueren – doch wie meinte Phillip Seipp (Meistertrainer u.a. von Laura Phillip und Sebastian Kienle): Mit Deinen Trainingsergebnissen steht das Durchkommen außer Frage. Nur die Zeit, auf dieser anspruchsvollen Strecke mit all den Unwägbarkeiten (von einer teilweise chaotischen Vorbereitung ganz zu schweigen) – das wird die Hauptaufgabe sein (mit Vermerk: Sogar ein Patrick Lange sagte im Interview, dass er mehrfach an sein Limit gehen musste, um hier zu bestehen). Wie recht er hatte: Am Ende zählt das bestmögliche Bestehen dieser Herausforderung für den eigenen Körper und Geist.

Der Datev Challenge Roth 2021 wurde nicht umsonst als eine der anspruchsvollsten Strecken der ganzen Saison bezeichnet und war beileibe KEIN flacher Selbstläufer – und abgesehen von Bestzeiten und Platzierungen hat nicht jeder die Chance, gleich bei seinem Debut bei einer großen Europameisterschaft weit vor dem Cut (der diesmal jahreszeitbedingt bei gesalzenen 14:20 lag, wo sonst 15-16 Stunden erlaubt sind) ins Ziel zu kommen. Wie heißt es so oft: Die erste ist zum Genießen – die Arbeit kommt danach.. Wie geht es weiter? Man darf gespannt sein... Neben neuen Bestzeiten aufstellen, nach langer Pause wieder Ausflügen zu Laufwettbewerben und evtl. auch in den Spezialradsport zieht es sie in kältere Gefilde. Was für die einen Schrecken pur ist für die anderen ein Lebenstraum: eine Teilnahme beim legendären „Norseman“...( und das bedeutet Eismeerschwimmen)

Pressemitteilung Antonia Gust, Triathletin

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