Nach Unfallflucht in Petting im Februar

Drei junge Männer auf dem Heimweg angefahren? Polizei klärt Fall

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Petting/Sondershausen - Ein Unbekannter hat am 9. Februar zunächst drei Fußgänger auf dem Heimweg angefahren. Danach kollidierte er mit einer Scheune. Der Fahrer flüchtete und muss sich nun dennoch verantworten.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

In den frühen Morgenstunden des 9. Februars 2019 kam es zu einem Unfall mit anschließender Flucht, bei dem drei junge Männer verletzt wurden. Die drei jungen Burschen waren zur besagten Zeit zwischen den Weilern Sondershausen und Kirchdorf nach einer Feier zu Fuß neben der Straße unterwegs, als sie von einem heranfahrenden Auto erfasst wurden.

Der Wagen war anschließend einfach weitergefahren, ohne sich um die Männer zu kümmern, und verunfallte etwa 300 Meter weiter in einer Scheune in Kirchdorf erneut. Beim Eintreffen der Polizei war keine Person im oder bei dem Fahrzeug, das sich in die Scheune gebohrt hatte.

Durch einen Anwohner konnten der Polizei Personen übergeben werden, welche er zuvor aus seinem Küchenfenster bei dem Auto beobachtet hatte. Diese Personen hatten sich auf seinem Grundstück versteckt. Gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten gaben diese Personen allerdings an, das Auto nicht gefahren zu haben. Angeblich wäre eine andere Person gefahren, die in Begleitung einer jungen Frau in Richtung des angrenzenden Waldes davon gelaufen sei.

Schwerer Unfall zwischen Auto und Fußgängern bei Petting

Zur Überprüfung dieser Angaben wurden umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt, unter anderem waren ein Polizeihubschrauber, ein Polizeihund sowie viele Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes eingesetzt. Benachbarte Polizeidienststellen waren zudem in die Überprüfungsmaßnahmen eingebunden.

Zur Klärung des Sachverhaltes waren umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen, unter anderem am Fahrzeug, notwendig geworden. So konnten beispielsweise verwertbare DNS-Spuren im Fahrzeug gesichert werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde auch die Oberbekleidung der Personen sichergestellt, um diese mit eventuellen Spuren im Innenraum des Fahrzeuges abgleichen zu können.

Ein Sachverständiger des bayerischen Landeskriminalamtes sowie ein Mediziner der Rechtsmedizin München waren zudem zur Sicherung erforderlicher Spuren vor Ort. Ergebnisse des rechtsmedizinischen Gutachtens sowie der DNS-Auswertung liegen nun vor. Die Fahrereigenschaft ist dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit geklärt. Dritte Personen, wie ursprünglich behauptet, dürften nicht im Spiel gewesen sein.

Die Ergebnisse der Ermittlungen werden nun an die Staatsanwaltschaft Traunstein weitergeleitet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssen sich die Verdächtigen vor Gericht verantworten. Erfreulicherweise ist die Gesundheit der drei verletzten jungen Männer ohne Spätfolgen wiederhergestellt.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Laufen

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