Jeden Tag eine gute Tat

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Die aktiven Pfadfinder zeigten den Gästen, was alles zum Pfadfinderleben dazu gehört.

Ainring - Die Pfadfinder aus Mitterfelden und Freilassing sind in den Ferien schwer im Einsatz.

Das Überlebenswochenende beispielsweise stand unter dem Motto „Was braucht man eigentlich zum Leben?“. Die Pfadfinderstämme Christopherus Mitterfelden und St. Rupert Freilassing trafen sich am Högl, um das herauszufinden.

Sieben Jugendliche Rover packten ihre Rucksäcke mit dem Nötigsten und verbrachten mehrere Tage und Nächte unter freiem Himmel. Mit nur einer Flasche Wasser und einer Plane ausgerüstet stand den Teilnehmern ein umfangreiches Programm bevor. Bei glühender Hitze galt es zunächst, eine Konstruktion zum Sammeln von Tau- und Regenwasser zu bauen. Einfachste Schlafstätten errichteten die Jugendlichen aus herumliegendem Rundholz, Reisig und Planen. Auch das „Feuerbohren“ ohne Zündhölzer und der Bau eines Wasserfilters waren zu bewältigende Aufgaben.

Dabei hatten sich die Jugendlichen bewusst selbst auf diese Herausforderung eingelassen und alles selbst vorbereitet, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln. „Mit solchen Aktionen wollen wir einen Kontrast zum Alltag schaffen. So haben wir Gelegenheit, unsere Sinne ohne störende Einflüsse wie von Reizüberflutung zu schärfen“, erklärte Gruppenleiter und Stammesvorstand Konstantin Krause. „Wenn man nichts hat, muss man sich auf seine Fähigkeiten und die Hilfe anderer verlassen. So rücken Selbstständigkeit, Verantwortung und Hilfsbereitschaft schnell in den Mittelpunkt“, so das Resümee der Pfadis. „Man benötigt eigentlich fast gar nichts, da man sich die meisten wirklich nötigen Dinge aus der Natur mit den eigenen Händen herstellen kann.“

Wie man richtig knotet, lernten die Kinder beim Ferienprogramm bei den Pfadfindern Mitterfelden.

Und diese Erkenntnis konnten die Pfadfinder aus Mitterfelden gleich an die Ferienkinder weitergeben. Die durften nämlich im Rahmen des Ainringer Ferienprogramms einen Tag bei den Pfadfindern verbringen. Zwölf junge „Nachwuchs-Pfadis“ erfuhren wie man sich in freier Natur orientiert, selbst ein Lagerfeuer anzündet und was sonst noch in den Gruppenstunden und Aktionen der Georgspfadfinder geboten ist.

Stilecht wurden die Kinder am Freizeitgelände des Stammes vor einer großen Jurte empfangen und lernten gleich, dass man in diesem Zelt auch ein wärmendes Feuern anzünden kann. Jeder Teilnehmer gestaltete sein eigenes Halstuch, wie es die Gruppen der Pfadfinder auf der ganzen Welt tragen. Nicht nur lustige Spiele, sondern auch spannende Pfadfinder-Aufgaben warteten auf die Teilnehmer.

Erfahrene Gruppenleiter demonstrierten, wie man eine Feuerstelle fachmännisch errichtet und darauf eine schmackhafte Brotzeit zubereitet. Selbst in die Grundlagen des Winkeralphabets und der Waldläuferzeichen wurden die Kinder eingeweiht und konnten ihr neues Wissen in einem kleinen Postenlauf auf die Probe stellen. „Wir möchten den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass man mit einfachen Mitteln sehr viel Spaß haben kann. Man braucht nur ein Seil, ein bisschen Holz und einige Knoten und kann mit den eigenen Händen tolle Lagerbauten errichten. Weil jeder etwas kann, herrscht kein Leistungsdruck und das Selbstbewusstsein wächst“, erklärte Stammesvorstand Christian Surrer eine wichtige Grundlage der Pfadfinderarbeit.

Quelle: BGland24.de

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