Umweltfreundliche Wärmeversorgung für Piding

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Pidings 1. Bürgermeister Hannes Holzner (Bildmitte) und Gemeinderäte beim Ortstermin. Ganz links im Bild Herbert Kolodzie von der Kur-Bau Bad Reichenhall und Thomas Bauer von ESB Wärme.

Piding - Eine kleine Premiere: Ein Blockheizkraftwerk für eine Wohnanalage. Das Pilotprojekt haben nun die Gemeinderäte und der erste Bürgermeister besucht:

In der Gemeinde Piding ist mit der Wärmeversorgung der Wohnanlage Watzmannpark ein Pilotprojekt entstanden. Zum ersten Mal wurde ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk für eine größere Wohnanlage errichtet. Bislang kam dieses System nur in gewerblichen Bauten zum Einsatz. Im Rahmen eines Ortstermins informierten sich 1. Bürgermeister Hannes Holzner, Gemeinderäte und Gemeindeverwaltung über Details des Nahwärmenetzes.

Wie kann man die Wärmeversorgung einer Wohnanlage mit 42 Wohneinheiten in sechs Mehrfamilienhäusern wirtschaftlich und effizient optimal gewährleisten vor allen auch unter Beachtung der neuen Energieeinsparverordnung ? Vor dieser Frage stand die Kur-Bau Bad Reichenhall bei ihrem Projekt Watzmannpark. Die Lösung ist ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk, das mit 12 KW elektrischer und 27 KW thermischer Leistung Strom und Wärme erzeugt. Ergänzt wird die Wärmeerzeugung durch einen Erdgas-Brennwertkessel mit 180 kw Leistung, die Wärmeverteilung auf die einzelnen Häuser erfolgt über ein internes Nahwärmenetz. Der Zusatzkessel federt Spitzenlast ab.

Geplant, gebaut und betrieben wird die Wärmeerzeugungsanlage durch die ESB Wärme GmbH München im Rahmen eines Energieliefervertrages. Dieser gewährleistet eine wirtschaftliche und sichere Energieversorgung, da auch alle künftigen Unterhalts- oder Reparaturkosten der Anlage vom Energiedienstleister getragen werden. Das Blockheizkraftwerk bietet laut Thomas Bauer von ESB durch die Einspeisung des erzeugten Stroms eine attraktive Kostenersparnis, da diese Vergütung dem Preis der Einzelnen zugute kommt. Dieser reduziere sich laut Aussagen von Herrn Bauer auf etwa 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Anlagen. Die Kontrolle erfolgt über Fernüberwachung durch den Betreiber, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

" So wissen wir vor dem Kunden, wenn es zu Problemen kommen sollte - und durch den Zusatzkessel spürt dieser nichts von etwaigen Problemen." Bauer zeigt sich überzeugt, dass Wärme und Strom "nicht effizienter" erzeugt werden können, der Wirkungsgrad einer solchen Heiztechnik liege bei ca.90 Prozent. Zum Vergleich nach Bauer: Großkraftwerke haben einen Wirkungsgrad zwischen 30 und 40 Prozent. Auch die erzielte CO2 Einsparung könne sich sehen lassen - allein für diese vergleichsweise kleine Anlage liege sie pro Jahr im Tonnenbereich. 1. Bürgermeister Hannes Holzner sprach von einem "wegweisenden Projekt für Piding". und zeigte sich überzeugt, dass der Wärmeversorgung der Wohnanlage Watzmannpark auch Modellcharakter für andere Objekte zukomme.

Pressemitteilung Gemeinde Piding

Quelle: BGland24.de

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