A8: So soll der Ausbau in Piding laufen

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Gilbert Peiker von der Autobahndirektion.
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Piding - Sechs Jahre dauern nun schon die Planungen für den A8-Ausbau bei Piding. Am Donnerstag präsentierte die Autobahndirektion Südbayern den Anwohnern ihre Vorstellungen.

Nach sechs Jahren Planung blieben nun zwei Varianten für den Ausbau der A8 bei Piding übrig, die von der Autobahndirektion Südbayern ausgearbeitet und verglichen wurden. Die erste Möglichkeit besteht in groben Zügen darin, die Autobahn auf einer Nordumfahrung um Piding herumzuführen. Die bestehende Strecke, die den Ort derzeit noch in zwei Hälften teilt, würde dabei komplett entfernt werden. Die zweite Variante sieht eine Erweiterung der bestehenden Strecke auf sechs Spuren plus zwei Standsteifen vor. Hierbei würde die Autobahn auch weiterhin durch Piding führen.

Infoveranstaltung zum A8-Ausbau in Piding

PDF zum Varianten-Vergleich

Beide Möglichkeiten stellte Gilbert Peiker von der Autobahndirektion bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend den Pidinger Bürgern vor. Anschließend präsentierte er einen Vergleich beider Varianten. "Wir haben hierbei über 100 Kriterien zurate gezogen", sagt Gilbert Peiker. Unter anderem wurden dazu Gutachten für Natur- und Artenschutz, Hochwasserschutz und Immissionsbelastung angefertigt. Das Fazit der Autobahndirektion: Unter Berücksichtigung aller aufgezeigten und summarisch aufgelisteten entscheidungserheblichen Belange wird der Bestandsvariante der Vorzug gegeben, wobei dem Naturschutz letztlich das ausschlaggebende Gewicht beigemessen wird.

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Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurde schnell deutlich, dass dies allerdings nicht den Vorstellungen vieler Pidinger entspricht. So stellte Pidings 2. Bürgermeister Walter Pfannerstill beispielsweise die Frage, ob der Artenschutz vor dem Menschenschutz stehen würde: "Beim Immissions- und Lärmschutz geht man bis an die Grenzwerte. Doch beim Schutz von Maivögeln, Fledermäusen und Braunkehlchen können keine Abstriche gemacht werden." Gilbert Peiker meinte dazu: "Bis auf ganz wenige Ausnahmen können die Grenzwerte beim Immissions- und Lärmschutz eingehalten werden." Auch Fragen über den Verbleib des Fußballplatzes, die Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten und den Eingriff in Privatflächen wurden anschließend von Einwohnern gestellt. Doch in den meisten Fällen verwies Gilbert Peiker auf das Planfeststellungsverfahren, in dem diese Punkte geklärt werden müssten.

In den nächsten Wochen will die Autobahndirektion nun von den betroffenen Gemeinden eine Stellungnahme zu der vorgeschlagenen Variante einholen. Danach werde man einen Vorentwurf beim Bund einreichen. Ab 2015 sollen dann bereits die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet werden, bevor die Autobahndirektion 2016 einen Antrag für ein Planfeststellungsverfahren einreichen kann.

Quelle: BGland24.de

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