Auf der A8 bei Piding 

Serben fahren mit verbotener Pyrotechnik in Polizeikontrolle 

Piding - Bei einer Polizeikontrolle auf der A8 wurden am Montagmorgen zwei serbische Staatsbürger kontrolliert. Bei der Überprüfung der Männer wurden einige Dinge bekannt. 

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein kontrollierten am Montagmorgen auf der A8 in Richtung Salzburg einen 17 Jahre alten Ford Escort mit deutscher Zulassung. Im Fahrzeug stellten die Fahnder den 30-jährigen Fahrzeughalter und seinen 28-jährigen Begleiter, beides serbische Staatsangehörige, fest. 

Die Überprüfungen ergaben, dass der 30-jährige Serbe im November 2016 einen Wohnsitz im Schwarzwald begründete, den er drei Tage wieder abmeldete. In diesen drei Tagen erwarb er den Ford Escort und gelangte so in Verbindung mit einer elektronischen Versicherungsnummer einer Kfz-Haftpflichtversicherung zu der deutschen Zulassung.

In der Folge zahlte er jedoch nicht die fällige Versicherungsprämie und tauchte unter. Bei der Nachschau im Fahrzeug fanden die Polizisten zudem mehrere in Deutschland verbotene pyrotechnische Gegenstände. Die Schleierfahnder nahmen den Mann fest und legten das Fahrzeug nach Rücksprache mit der Zulassungsbehörde still. Er wurde wegen mehrerer Vergehen nach dem Strafgesetzbuch, dem Pflichtversicherungsgesetz und dem Sprengstoffgesetz angezeigt. 

Auch der Beifahrer war nicht unbekannt 

Dem noch nicht genug, denn auch der 28-jährige Beifahrer erweckte das Interesse der Beamten. Für ihn spuckte der Fahndungscomputer einen Suchvermerk des Ausländeramts Freiburg im Breisgau aus. Er war im Rahmen eines Asylverfahrens im März 2016 plötzlich untergetaucht und nicht mehr anzutreffen. 

Zwischenzeitlich hat er in Serbien seinen Namen gewechselt und sich neue Ausweisdokumente ausstellen lassen. Die Fahnder kamen dieser Verschleierung jedoch auf die Schliche und informierten die Ausländerbehörde über seine neue Identität. Daraufhin wurde seitens des Ausländeramtes Freiburg ein Verfahren zur Durchsetzung einer Einreiseverweigerung eingeleitet. 

Nachdem sie sich bei der örtlichen Zulassungsstelle eine ordnungsgemäße vorübergehende Zulassung für den Ford Escort besorgt hatten, wurden die beiden Serben in Richtung ihres Heimatlandes entlassen. Über die Strafe für den 30-jährigen Fahrzeugbesitzer entscheidet die Staatsanwaltschaft Traunstein nach Abschluss der Ermittlungen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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