Bei Kontrolle in Piding

Pass gefälscht: Serbe versucht Abschiebung zu entgehen

Piding - Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein staunten nicht schlecht, als sie am Donnerstag Abend, den 07.09, einen in Dänemark zugelassenen Ford Focus an der ehemaligen Rastanlage Piding Nord einer Kontrolle unterzogen.

Der serbische Fahrer zeigte seinen nationalen Reisepass und einen serbischen Führerschein vor. Die erfahrenen Polizisten erkannten jedoch sofort, dass es sich bei dem Führerschein um eine Totalfälschung handelt. 

Eine intensive Durchsuchung des Fahrzeuges sowie der Abgleich seiner Fingerabdrücke erbrachten letztendlich eine zweite Identität des 44 jährigen Serben ans Tageslicht. Auch wurden bei der Durchsuchung noch weitere deutsche Falschdokukmente aufgefunden.

Ein Abgleich der zweiten Identität ergab, dass der 40-jährige erst im Mai diesen Jahres nach Tschechien abgeschoben wurde und eine fünfjährige Einreisesperre für das Bundesgebiet erhalten hatte. Zudem wurde er von verschiedenen Staatsanwaltschaften wegen mehrerer Delikte gesucht. Laut eigener Angaben machte sich der Serbe damals kurzerhand auf den Weg in sein Heimatland, wo er angeblich ohne größere Probleme eine neue Identität annehmen konnte und auch einen neuen, behördlich ausgestellten Reisepass bekam. Den falschen Führerschein besorgte er sich angeblich für 1000 Euro. 

Der serbische Staatsangehörige musste sich deshalb wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie eines Vergehens nach dem Aufenthaltsgesetzes verantworten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ das Amtsgericht Laufen einen Haftbefehl. Der Serbe wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Federico Gamb

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