Nach Paukenschlag in Pidinger CSU

Das sagt die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber zu Hannes Holzner

+
Große Enttäuschung bei Hannes Holzner, die CSU hat den amtierenden Bürgermeister für die Kommunalwahl 2020 nicht mehr nominiert.
  • schließen

Piding - Paukenschlag in Piding: Bei der Nominierungsversammlung der CSU für die Kommunalwahl 2020 ist der amtierende Bürgermeister Hannes Holzner am Donnerstagabend, 11. Juli, nicht mehr aufgestellt worden. Er hatte kurzfristig einen Gegenkandidaten bekommen.

UPDATE, 14.55 Uhr:

Die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber hat sich auf Nachfrage von BGLand24 zur Nominierung von Andreas Argstatter und der Nicht-Aufstellung des amtierenden Pidinger Bürgermeister Hannes Holzner geäußert:

Die Entscheidung der Pidinger CSU ist für die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber gelebte Demokratie.

"Der Ausgang der Nominierungsversammlung in Piding hat mich überrascht. Ich habe mit Hannes Holzner immer gut zusammengearbeitet und schätze ihn als geradlinigen und bodenständigen Menschen. Die Entscheidung zeigt wieder, dass Politik in jedem Moment lebendig und spannend bleibt. Und das ist Demokratie: Mit Andreas Argstatter haben die CSU Mitglieder ihren Bürgermeisterkandidaten gewählt und der CSU Kreisverband wird ihn im Kommunalwahlkampf voll und ganz unterstützen."

Bereits im April hatte die CSU Bad Reichenhall bekannt gegeben, dass sie den amtierenden Oberbürgermeister Herbert Lackner nicht mehr aufstellen werde. Eine Findungskommission beschäftigt sich derzeit mit der Kandidatensuche. Lackner selbst hat angekündigt, auf alle Fälle noch einmal zur Wahl antreten zu wollen.

Erstmeldung:

Pidings CSU-Ortsvorsitzende Sabine Wolf war selbst überrascht, als sich bei der üblichen Frage: "Gibt es weitere Kandidaten?" Andreas Argstatter meldete. Der Vorstandsvorsitzende der Milchwerke Berchtesgadener Land hatte kurzfristig entschieden, eine Kandidatur zu probieren. "Ich habe im Vorfeld für mich überlegt, steigst du aus oder probierst du es selbst", erklärte er auf Nachfrage von BGLand24.

Relativ kurzfristig hat sich Andreas Argstatter entschieden, bei der CSU Nominierung als Bürgermeisterkandidat zu kandidieren.

Die Entscheidung, es selbst zu probieren, kam für Hannes Holzner und somit auch für viele Parteikollegen überraschend. Dennoch wurde Argstatter letztlich mehrheitlich zum CSU-Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Der amtierende Bürgermeister ließ sich daraufhin auch nicht mehr für die Gemeinderatsliste der CSU aufstellen.

"Dass der Hannes maßlos enttäuscht ist, versteh ich voll und ganz", bedauert Argstatter die "zwischenmenschliche Katastrophe". Politik sei manchmal brutal und auch für ihn sei es nicht schön. "Aber ich habe mich dafür entschieden und jetzt muss ich es auch durchziehen." Der Landwirt war mit dem, wie es in Piding gelaufen ist, nicht mehr zufrieden, also entschloss er sich zu diesem Schritt.

"Das ganze muss jetzt erstmal jeder für sich verdauen", blickt Argstatter auf die kommenden Wochen voraus. "Dann müssen wir schauen, dass wir für die CSU ein gutes Ergebnis erreichen." Dass das im Moment nicht ganz einfach ist, ist Argstatter klar.

Auch die Ortsvorsitzende Sabine Wolf spricht von einer Findungsphase. Hannes Holzner war bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

cz

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Piding

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT