Gemeinderat trifft Grundsatzbeschluss zum Abwasser

Kläranlage Piding: So geht es in Zukunft weiter

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Piding - Zum 31.12.2020 läuft die wasserrechtliche Erlaubnis zum Einleiten von Abwasser aus der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Saalachtal aus. Der Gemeiderat Piding hat nun einen Grundsatzbeschluss über das weitere Vorgehen gefasst.

Die Kläranlage Piding wurde 1977 als Tropfkörperanlage in Betrieb genommen. Die Ausbaugröße betrug 14.000 EW (Einwohnerwerte). Im Jahr 2000 wurde die Kläranlage um ein Denitrifikationsbecken ergänzt. 2007 erfolgten weitere Erweiterungen rund um Tropfkörper, Zwischenklärbecken, Nachklärung der ÜS-Eindickung, Verstromung, etc.

Trotz zahlreicher Ertüchtigungsmaßnahmen in der Vergangenheit liegt die Belastung der Anlage jedoch deutlich über dem Bescheidwert. Außerdem ist eine deutliche Belastungszunahme der Anlage zum Beispiel durch die Milchwerke Berchtesgadener Land zu erwarten.

Genehmigung muss erneuert werden

Da die wasserrechtliche Erlaubnis zum Einleiten von Abwasser aus der Kläranlage zum 31.12.2020 ausläuft, muss ein neuer Wasserrechtsbescheid beantragt werden. Bei der Zusammenstellung der Planunterlagen ist zu berücksichtigen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang weitere zusätzliche Kapazitäten bei der Kläranlage eingeplant werden sollen.

Bereits in der Vergangenheit wurde in Abstimmung mit den Milchwerken folgender Zeitplan für die nächsten Schritte festgelegt:

  • 2017 - Grundlagenermittlung, Ausarbeitung Grobkonzept, Vorabstimmung WWA
  • 2018 - Fertigstellung Planung und Genehmigungsunterlagen
  • 2019 - Genehmigungsphase
  • 2020 - Umsetzung erste Ausbaustufe

Konzept zur Erweiterung der Kläranlage

Die SüdWasser GmbH hat nun ein Konzept für die Erweiterung der Kläranlage aufgestellt. Zu berücksichtigen war dabei die weitere Entwicklung der Abwassermengen und Schmutzfrachten aus den Gemeinden Piding und Anger, sowie von den Milchwerken Berchtesgadener Land Chiemgau eG.

Das Konzept beinhaltet die Erweiterung in zwei Stufen, was zu einer Kläranlagenkapazität von 90.000 EW führt. Eine erste Grobkostenschätzung führte brutto zu voraussichtlichen Baukosten in Höhe von rund 8,2 Millionen Euro. In dieser Summe wurden die Nebenkosten berücksichtigt, nicht enthalten sind die mit der Erweiterung steigenden Betriebskosten. Ebenfalls noch nicht geprüft wurde, in welcher Form eine Kläranlage in dieser Größenordnung geführt werden kann, sodass eine personelle Erweiterung ebenfalls zu erwarten ist.

Die Kosten für die Erweiterung der Kläranlage werden verursachergerecht auf die Verbandsgemeinden Piding und Anger, sowie die Milchwerke Berchtesgadener Land aufgeteilt.

Damit die Verantwortlichen nun weitere konzeptionelle Schritte einleiten und in die Detailplanung gehen können, musste der Gemeinderat zunächst in einem Grundsatzbeschluss dem Konzept zur Erweiterung der Kläranlage zustimmen. Somit können weitere Prüfungen für die Erweiterung veranlasst werden. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Die Ermittlung der Betriebskosten
  • Die Kostenaufteilung der Verbandsgemeinden und Milchwerke
  • Vertragsgestaltungen
  • Möglichkeiten der Betriebsführung
  • Strukturänderungen des Abwasserzweckverbandes, etc.

So hat der Gemeinderat entschieden

Der Gemeinderat Piding hat das Konzept zur Erweiterung der Kläranlage in der vergangenen Sitzung zustimmend zur Kenntnis genommen

Vor einer endgültigen Entscheidung, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Kläranlage zu erweitern ist, ist der Gemeinderat zunächst über das Ergebnis der Prüfungen zu informieren.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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