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Firma darf nicht in Urwies bauen

Maier: „Als Dank gibt es einen Arschtritt“

Richard Maier Obst Maier Sondersitzung Gemeinderat Piding Urwies
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Richard Maier (vorne links neben der Leinwand) stellt sich den Fragen der Bürger.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Kein Neubau der Firma Obst Maier in Urwies - das hat die Gemeinde Piding vor Kurzem entschieden. Firmenchef Richard Maier hat eine eigene Meinung zu dieser Entscheidung.

Piding - Vor einer Woche hat Piding entschieden: Das Bauplanvorhaben der Firma Obst Maier in Urwies wird gestoppt. Firmenchef Richard Maier verdaut die Entscheidung noch. Man müsse das erstmal sacken lassen, erklärt Maier im Gespräch mit BGLand24.de.

Bleibt die Firma Maier im Landkreis?

Für die Firma heißt es jetzt, einen neuen Standort zu suchen. „Die Intention ist schon, in der näheren Umgebung im Landkreis ein Grundstück zu finden“, erklärt Maier. Auswandern nach Österreich sei nur eine Notlösung, „aber ein zweites Urwies brauchen wir vom Stress her nicht mehr. Wir möchten im Landkreis bleiben, aber das muss von den Gemeinden und der Bevölkerung mitgetragen werden.“ Wenn man ein passendes Grundstück finde, sollen die Bauarbeiten für den neuen Firmenstandort so bald wie möglich starten.

„Definitiv nicht mehr in Piding“

Eins sei jedoch für den Firmenchef klar: „Definitiv nicht mehr in Piding.“ Auch wenn es noch ein passendes Grundstück gäbe. Denn in der Sondersitzung habe die Firma ein deutliches Signal bekommen, dass das eigene Gewerbe, der Obst- und Gemüsehandel, nicht erwünscht sei. Von der Gemeinde Piding scheint Maier etwas enttäuscht zu sein. „Es ist schade, weil wir viel Geld investiert haben und sehr transparent zur Gemeinde waren und auch treu. Und als Dank gibt es auf deutsch gesagt einen Arschtritt.“

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Eigentlich sei Maier auch auf Wunsch der Gemeinde all die Jahre bei Urwies geblieben. Bereits 2017 hatte die Firma die Möglichkeit, auf einem Alternativgrundstück in einer anderen Gemeinde zu bauen. Die Firma sei auf den Wunsch der Gemeinde eingegangen, „weil wir in Piding gut miteinander ausgekommen sind. Das war der Grund, warum wir Urwies geplant haben, weil es das empfohlene Grundstück der Gemeinde war“, erkärt Maier. „Im Gemeinderat hätte man sich eigentlich vorher Gedanken machen müssen. Hätten wir das eher gewusst, wären wir 2017 gegangen.“

Hätte sich der Gemeinderat früher Gedanken machen müssen?

Maier könne den Gemeinderat nicht unbedingt nachvollziehen. „Die, die vorher für das Projekt waren, sind jetzt umgefallen wegen dem öffentlichen Druck.“ Besser wäre es gewesen, der Gemeinderat hätte früher gesagt, „wir wollen euch halten, aber die Bevölkerung in Piding mag nicht“, so Maier. „Ein direkter Anrainer wird natürlich nie begeistert sein, das ist auch ein Stück weit nachvollziehbar. Aber man darf nicht vergessen, die Supermarktregale werden von uns bestückt. Wir sind systemrelevant“, erklärt der Firmenchef. Man müsse immer eine gesunde Balance finden, wie man beides integrieren kann - Gewerbe und Wohnraum - so Maier. Das sei wichtig für Piding.

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Firmenchef sieht Entwicklung kritisch: Grundsätzlich gegen Gewerbe?

Unabhängig von Piding sieht Maier die derzeitigen Entwicklungen kritisch: „Egal welches Gewerbe, man muss einfach ein bisschen offener sein und objektiv abwägen: Was braucht die Gemeinde wirklich? Was braucht auch der Landkreis? Da muss sicherlich in Zukunft ein Umdenken stattfinden, unabhängig jetzt von uns. Man kann nicht nur gegen Gewerbe sein“, so Maier.

Die Entscheidung der Gemeinde, das Bauvorhaben in Urwies zu stoppen, müsse man jetzt einfach zur Kenntnis nehmen, so der Firmenchef.

ce

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