Presseinformation Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG

Generalversammlung der Molkerei Berchtesgadener Land

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Auf der 87. Generalversammlung der Molkerei Berchtesgadener Land wurden die Vorstände Gregor Aicher aus Teisendorf und Konrad Hogger aus Freilassing sowie die Aufsichtsräte Anton Berger aus Teisendorf und Georg Lenz aus Schönau und Heinrich Schwabenbauer aus Gmund am Tegernsee wiedergewählt. Johann Maier aus Übersee und Josef Sichler aus Grassau scheiden aufgrund der Hofübergabe als Aufsichtsrat in der Genossenschaft aus. Für sie wurden Michael Holzmann aus Grabenstätt und Georg Stöger, Demeterbauer aus Schleching in den Aufsichtsrat gewählt.

Piding - Mitte April fand mit 417 Mitgliedern die 87. Generalversammlung im Kurhaus in Berchtesgaden statt. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Siglreithmayr, Vorstandsvorsitzender Andreas Argstatter, Revisorin Antonia Obermaier vom Bayerischen Genossenschaftsverband und Geschäftsführer Bernhard Pointner informierten die Mitglieder und handelten die Tagesordnung ab.

Mit heute über 550 Bio-Landwirten und damit 30% Biomilchanteil, einer bäuerlichen kleinstrukturierten Landwirtschaft und Landwirten, die Blühstreifen für mehr Artenvielfalt und Futterangebot für Bienen und Insekten anlegen, erfüllt die Molkerei die Verbraucherwünsche, die im Volksbegehren besonders aus dem urbanen Umfeld gefordert werden. Erfreulich ist der steigende Anteil an Demeter Landwirten in der Genossenschaft, denn die Nachfrage nach entsprechend den biologisch-dynamischen Richtlinien erzeugten und verarbeiteten Naturprodukten steigt aktuell sehr stark. Insbesondere die nicht homogenisierte Demeter-Bio-Alpenmilch in der braunen Mehrwegflasche freut sich steigender Beliebtheit.

Politiker, aber auch Verbandsvertreter der Landwirtschaft waren vom Ausgang des „Bienen-Volksbegehrens“ überrascht. Die Molkerei beschäftigt sich intensiv mit Marktforschung und ist auf diese gesellschaftlichen Veränderungen bestens vorbereitet. So engagiert sie sich seit Jahren für mehr Artenschutz mit Blühwiesen für Landwirte und Verbraucher. Seit 2015 werden jährlich Blühsamen – 50.000 Stück in 2019 - an Verbraucher verteilt und Landwirte erhalten artenreiche Wiesenmischungen zur Anreicherung des Grünlandes. Gemeinsam mit der Biosphäre Berchtesgadener Land werden in 2019 außerdem artenreiche Wiesen beerntet, um artenärmere Standorte mit heimischen und damit bestens an den Standort angepassten Kräuter- und Wiesenblumenmischungen zukünftig anzureichern.

Plastiksparen, Verpackungs- und Entsorgungsthemen stehen aufgrund riesiger, schwimmender Plastikinseln in den Meeren immer stärker im Focus der Öffentlichkeit. Berchtesgadener Land stellt sich den Umweltherausforderungen und bietet zum Beispiel Frischmilch in der Mehrweg-Glasflasche an. Außerdem werden seit Oktober 2018 die frische Bergbauern-Milch sowie die Frische Bio-Alpenmilch in der zu über 90% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Tetrapak-Kartonpackung abgefüllt. Statt aus Rohöl wird eine aus nachwachsendem Zuckerrohr hergestellte Beschichtung eingesetzt.

Den Appell zur Zuckerreduzierung bei Fruchtjoghurts verfolgt das Unternehmen seit Jahren und so wurden die Rezepturen der konventionellen und Bio-Fruchtjoghurt hin zu mehr Fruchtigkeit und weniger Zucker verbessert. Alle Produkte werden in umweltfreundliche Zweikomponentenbecher abgefüllt. Diese sparen Plastik, denn sie bestehen aus einem dünnen Kunststoffbecher und einer Kartonummantelung, die für Stabilität sorgt und aus FSC®-zertifizierten Wäldern stammt.

Mit allen Landwirten gemeinsam hat sich Berchtesgadener Land auf den Weg hin zu naturnahem Wirtschaften gemacht. Frühzeitig, bereits 2010 hat man sich zur “Fütterung garantiert ohne Gentechnik“ bekannt und schließlich 2017 mit dem Verbot von Totalherbiziden wie Glyphosat als erster in der Branche die Zeichen der Zeit richtig erkannt. Nicht zuletzt diese Entscheidung war ausschlaggebend für den im Dezember erhaltenen Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie mittelgroße Unternehmen, mit dem die herausragenden Leistungen für nachhaltiges Wirtschaften der Molkerei als Vorzeigeunternehmen der Branche gewürdigt wurde. Gewonnen hat den Preis weniger die Molkerei, sondern vielmehr Mensch, Tier und Natur. Inzwischen ist Glyphosat von der WHO als vermutlich krebsfördernd eingestuft und der Einsatz ist in der breiten Gesellschaft nicht mehr akzeptiert.

Ehrenamt mit viel Engagement und Leidenschaft ausgeführt Die in der Molkerei vorausschauende Unternehmensstrategie ist Pflicht und Kür gegenüber den Mitgliedern, den Landwirten und damit Eignern der Molkerei, zugleich. Sie kann jedoch nur so gut gelingen, wie Vorstand und Aufsichtsrat die Geschäftsführung bei der Festlegung der Marschrichtung unterstützen. Die Mitglieder von beiden Gremien stellen das langfristige Wohl der Molkerei über kurzfristig höhere Milchpreise. So wurden in der Molkerei auch im vergangenen Jahr 21 Millionen Euro in Neuerungen wie etwa die notwendige Erweiterung der Produktion 1, die Einführung eines neuen ERP-Systems1, der Austausch der

Eiswasseranlage sowie diverser Maschinen und Tanks investiert. Zur Sicherung und dem weiteren Ausbau der Unternehmens- und Markenwerte arbeitet die Molkerei konsequent den bis 2023 aufgestellten Investitionsplan ab. Ziel ist die Fortentwicklung hin zu einem der modernsten Molkereistandorte. Die Markenkommunikation wird zukunftsorientiert an neue Zielgruppen wie beispielsweise der jungen Generation Z ausgerichtet und zahlt punktgenau auf die Steigerung des Markenwertes ein. Der wichtigste Rohstoff Milch aus der Berg- und Alpenregion wird durch die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten in Qualität und Menge gesichert. Das Produktsortiment wird auf die Marke Berchtesgadener Land konzentriert und wurde um von Verbrauchern nachgefragte Produkte wie Kochrahm, laktosefreie Bio-Alpenmilch oder z.B. wechselnde Saisonsorten bei Rahmjoghurt ergänzt. Mit diesen Maßnahmen erfüllt die Molkerei die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher an die hohe Qualität und Wertigkeit der Milchprodukte. So werden Käufer zu echten Fans, die lieber den Einkaufsort wechseln, als auf ihre Berchtesgadener Land-Produkte zu verzichten.

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Quelle: BGland24.de

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