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Athen: Schweres Erdbeben erschüttert Griechenland - Video zeigt Ausmaß

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Pressemitteilung Team Erdinger Alkoholfrei

Road To Ironman: Vorläufiges Ziel 2019 erreicht

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Ziel erreicht!

Piding - Die Aufgaben in der Pidinger Sportlerfamilie Antonia und Markus Gust sind immer ganz genau verteilt, wenn Wettkämpfe anstehen. Antonia kümmert sich um Support, wenn Markus an der Startlinie steht und umgekehrt. So war es auch diesmal, als Antonia mit gleich zwei Einsätzen im Triathlon an der Reihe war.

Olympische Distanz - bedeutet Schwimmen 1,5 km, Radfahren 40 km, Laufen 10 km. Aufgrund der sehr anspruchsvollen Streckenführung mit gleich 4 Landgängen beim Schwimmen und knackigen Anstiegen auf der Rad- und Laufstrecke bei Insidern, die mehr auf flache Rennen stehen, gefürchtet und alles andere als beliebt. Aber diesmal war alles anders, denn laut Fachpresse war es die stärkstbesetzte OD des Jahres in Österreich. Namen wie Patrik Lange, zweifacher Ironman-Hawaii-Sieger, Thomas Steger, Staatsmeister auf der Mitteldistanz und der im Moment erfolgreichste Triathlet Österreichs oder Yvonne van Vlerken, vielfache Ironman-Siegerin und amtierende Europameisterin LD, um nur einige Topathleten zu nennen, standen auf der Startliste. So war von vorn herein klar, dass sich Antonia kein „leichtes“ Rennen für ihr Debüt auf der Olympischen Distanz ausgesucht hatte. Wie hart das Ganze werden würde, stellte sich kurz nach dem Start heraus. Eine Boje hatte sich unglücklicherweise um den Hals von Antonia gewickelt. 2 von 4 Runden schwamm sie dann unter Atemnot, doch DNF kam für sie absolut nicht in Frage. Bei der nachfolgenden Aufholjagd konnte sie aber ihre Stärke am Rad und vor allem beim Laufen, bedingt durch die Kürze der Distanzen und Magenprobleme, nicht mehr ausspielen.

Doch dies war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Event des Jahres 2019 für die ehrgeizige Triathletin aus Piding. Am 30.6.2019 war es endlich soweit: Challenge Kaiserwinkel-Walchsee.

Das bedeutet 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und am Ende noch einen Halbmarathon über 21 km um den idyllischen Walchsee in Tirol.

Jetzt hieß es, das monatelang genau geplante Training umzusetzen. Freiwasserschwimmen am Riemer See mit dem Team Erdinger Alkoholfrei oder Nutzen der Sailfish Swimnights am Fuschlsee standen in den letzten Wochen auf dem Programm. Trainingsfahrten auf der Rennstrecke und Speedtests in Aeroausstattung und fleißig Kilometer auf dem Rad sammeln, um absolut nichts dem Zufall zu überlassen.

Doch der Wettergott meinte es zu gut mit den knapp 1200 Triathleten und schickte ihnen 38 Grad Celsius und prallen Sonnenschein. Der Walchsee heizte sich in kurzer Zeit auf über 25 Grad auf und das hieß, dass man den Neoprenanzug im Schrank lassen konnte. Zum Glück hatte der Veranstalter auch für diese Temperaturen vorgesorgt und mobilisierte zusätzlich Einwohner wie Urlauber zur Unterstützung. Genügend Versorgungsstationen waren aufgebaut und neben dem üblichen Wasser, isotonischen Getränken, Gels und Bananen bekamen die Athleten auch noch jede Menge Schwämme und Duschen auf der Laufstrecke zur Verfügung gestellt.Die Challenge Family machte ihrem Namen alle Ehre und jeder sollte lautstark ins Ziel getragen werden. Überall auf den Strecken fanden sich Anheizer, die die Teilnehmer namentlich anfeuerten. Niemand sollte sich allein der Hitze und dem Wettkampf stellen müssen. So auch Antonia, die in der zweiten Hälfte der Schwimmstrecke erst ihren Rhythmus fand und dann Boden, sagen wir lieber Wasser, gut machte. Mit gehöriger Wut im Bauch forcierte sie dann das Tempo auf dem Bike und nutzte jede Gelegenheit, die Aeroposition ihres perfekt für sie eingestellten Triathlonrades in Geschwindigkeit umzusetzen. Der Kurs hatte es in sich und viele Profis meiden ihn wegen der über 1000 Höhenmeter, die man erstmal überwinden muss. Meter für Meter arbeitete sich Antonia an die besseren Schwimmer auf ihren Bikes heran, wobei viele wegen Überschätzung der eigenen Fähigkeiten bald zurückfielen oder sogar, wie einige Teamkollegen aus dem Profilager, leider ausschieden, je länger die Strecke wurde. Das hochkarätige Feld von teilweise Hawaii-gesetzten Triathleten wie Nils Frommhold, Maurice Clavel oder bei den Damen die zweite der Weltmeisterschaft von Samorin, Radka Kahlefeldt, Julia Gaier oder Nicole Schmitt, gaben dem ganzen Rennen die Anerkennung, die es verdient. Durch die geniale Streckenlegung hatte man immer Gelegenheit, die Triathleten öfter zu sehen. So auch Antonia, die lächelnd, fertig und durchgeschwitzt den letzten Wechsel auf die Laufstrecke in aller Ruhe durchführte. Sie hatte sich ihre Versorgung mit Gels, Salz, Iso-Getränken und Bananen so gut eingeteilt, dass sie ab der dritten von vier Runden um den Walchsee das Tempo verschärfte.Nachdem der letzte Anstieg geschafft war und das Ziel in Sichtweite rückte, konnte sie dann niemand mehr halten. Freudestrahlend und überglücklich erreichte sie IHR Ziel mit einer Zeit von 6:23 Stunden und nahm die Finishermedaille in Empfang.

Wieder ein Schritt, wenn auch ein sehr schwerer, in Richtung Langdistanz und am Wochenende geht es dann nach Roth, um sich das Ticket für die Challenge Roth 2020 zu sichern. Wie heiß es an dem Tag war, stellten wir dann nach der Feier ebenfalls fest, als wir das Bike abends aus dem Auto holten und einen geplatzten Vorderradreifen fanden - zum Glück erst NACH dem Rennen! Wir sehen uns in Roth...

Pressemitteilung Team Erdinger Alkoholfrei

Quelle: BGland24.de

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