Sparkasse Berchtesgadener Land

Neue Perspektiven für bäuerliche Immobilien

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von links: Dir. Alexander Gehrig von der Sparkasse Berchtesgadener Land, Dipl.- Ing. Martin Neumayer, Dr. Franz Dirnberger, LD Georg Baumgartner und der Agrarberater der Sparkasse Bruno Thurnhausstatter.

Piding - Die Landwirte aus dem Raum Berchtesgadener Land freuten sich über neuen Einsichten, die ihnen einige Experten im Rahmen einer Veranstaltung der Sparkasse gewährten.

Zur Veranstaltung „Immobilie in bäuerlicher Hand“ lud der Agrarberater der Sparkasse Berchtesgadener Land Bruno Thurnhausstatter alle interessierten Landwirte in den Altwirt nach Piding ein.

Zahlreiche Landwirte folgten der Einladung der Sparkasse und so konnte Vorstandsmitglied Alexander Gehrig rund 120 Gäste im gut gefüllten Saal begrüßen. Gehrig betonte in seiner Rede wie wichtig die Landwirtschaft für die Kulturlandschaft unseres Landkreises ist und freute sich über die sehr gute Resonanz der Veranstaltung. Seit letztem Jahr wird mit Bruno Thurnhausstatter ein fachkundinger Berater für die Landwirte in der Region eingesetzt. Mit diesem Schritt möchte die Sparkasse sich noch mehr den Bedürfnissen der Landwirte stellen und eine umfangreiche Betreuung in allen Finanzdienstleistungen gewährleisten.

Nach der Begrüßung von Herrn Gehrig folgte der erste Vortag des Abends zum Thema Chancen und Risiken von Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben. Georg Baumgartner, Leiter der Fachzentren am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, zeigte dabei die Spanne von der Milchviehhaltung bis hin zum Aufbau eines zweiten Standbeins am Hof auf. Bei der Schaffung dieser Einkommensalternativen erstreckt sich die Palette von Urlaub auf dem Bauernhof bis zur Energieerzeugung. Der Referent zeigte auf, welche Ansprüche die einzelnen Betriebszweige in punkto Arbeit, Fläche und Kapital an die Landwirtsfamilie stellen. Dieser Vortrag regte die Teilnehmer zum Nachdenken an und zeigte Ihnen auf, dass neben den klassischen Bereichen der Landwirtschaft auch neue innovative Wege in den Betrieben möglich sind – und bereits sehr erfolgreich umgesetzt werden.

Die baurechtliche Seite der bäuerlichen Immobilien war Thema des Vortrags von Dr. Franz Dirnberger, Leiter des Referats Baurecht am Bayerischen Gemeindetag. Grundsätzlich seien, so Dr. Dirnberger, in ein Baugenehmigungsverfahren Gemeinde, Landratsamt und Fachbehörden involviert, um die juristischen Voraussetzungen für das Vorhaben sachlich zu prüfen. Das Baugesetzbuch unterscheide dabei grundsätzlich in drei Flächenkategorien: Bebauungsplan, Innenbereich und Außenbereich. Die rechtlichen Voraussetzungen für das Bauen im Außenbereich erläuterte der Experte kurzweilig und anschaulich. Unter anderem zeigte er auf, wann eine landwirtschaftliche Privilegierung vorliegt und worauf bei der Umnutzung landwirtschaftlicher Bausubstanz zu achten sei.

Mit steuerlichen Aspekten bei Gebäudeumnutzungen rundete Dipl.- Ing. Martin Neumayer, Steuerberater bei der BERATA-GmbH Steuerberatungsgesellschaft Bad Aibling, die Ausführungen ab. Die Unterschiede zwischen Steuerrecht und Baurecht seien oft schwierig, betonte der Steuerexperte. Er riet den Landwirten, sich gut zu informieren, wann eine Maßnahme für ein Grundstück steuerfrei, wann steuerpflichtig sei. Zudem wies er auf das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht hin: „Wenn es hier in den nächsten Jahren zu Änderungen kommt, werden die Bedingungen sicherlich schlechter.“ Ein aktives Vermögensmanagement sei in diesem Zusammenhang ratsam.

In der abschließenden Diskussion nutzten die Landwirte die Möglichkeit, aufgeworfene Fragen zu diskutieren und sich auszutauschen.

Pressemitteilung Sparkasse Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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