Pfannerstill ist Bürgermeister-Kandidat

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Die Kandidaten von links nach rechts: letzte Reihe: Cem-Markus Öztunc, Wolfgang Koch, Christian Kleinert, Georg Dufter, Bernhard Staller, Gerhard Schöndorfer, Christian Wagner Mitte: Franz Geigl, Patrick Goldbrunner, Hans Schinko, Josef Haiker, Susanne Scholze, Michael Scheil, Christine Reichenberger, Josef Dendl (kandidiert nicht), Manfred Beranek Vorne: Bärbel Schöndorfer, Birgit Hoffmann, Walter Pfannerstill, Sandra Fraaz, Brigitte Kagleder

Piding - Walter Pfannerstill und seine Kandidaten der FWG-Liste wurden in der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr einstimmig bestätigt.

Im Rahmen der Vorbereitungen zu den Kommunalwahlen 2014 hatte nun auch die FWG Piding ihren öffentlichen Auftritt. Dazu lud der 1. Vorsitzende Josef Dendl Mitglieder und Interessierte in die neu gestalteten Gasträume des Gasthof Johannishögl zur Aufstellungsversammlung.

Wer hinter der langen und detaillierten Tagesordnung mit vielen, bürokratischen Verfahrensregeln eine trockene und mühselige Pflichtübung vermutete, wurde diesmal überrascht. Denn nach den üblichen Grußworten und der Feststellung der Wahlberechtigten durch den Vorsitzenden übergab dieser das Wort an den langjährigen FWG-Gemeinderat Andreas Reichenberger.

Reichenberger, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellt, führte gekonnt durch die strengen Auflagen der Wahlordnung und stellte ganz nebenbei sein theatralisches Können unter Beweis. Streng mahnte er die Wahlberechtigten zur Beachtung der geheimen Wahl.

So freute sich Josef Dendl, dass durch den Marsch an die „Wahlkabine“ die versammelten Teilnehmer nebenbei noch beweglich und frisch blieben.

Auch unter Einhaltung aller bürokratischen Hürden war die Wahl zügig vorüber und Bürgermeisterkandidat Walter Pfannerstill freute sich über das eindeutige Votum sowohl für seine Kandidatur, wie auch für die gesamte Kandidatenriege. Er betonte, wie wichtig es für ihn sei, zu wissen, dass die gesamte FWG geschlossen hinter ihm stehe. Mit der Auswahl der Kandidaten sei er überaus zufrieden.

So folgt auf Walter Pfannerstill, der die FWG-Liste anführt, mit Georg Dufter als langjährigem Gemeinderat und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss ein absoluter Finanzprofi. Dem selbständigen Steuerberater liegen jedoch nicht nur die Finanzen, sondern auch die Sportförderung in der Gemeinde besonders am Herzen.

Mit Platz drei folgt bereits die erste aus der FWG-Frauenriege. Bärbel Schöndorfer, Ortsbäuerin in Piding, setzt sich konsequent für den sparsamen Umgang mit unseren Flächen ein. Sie sitzt als Gemeinderätin ihrem Hauptanliegen entsprechend im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde.

Christian Kleinert auf Platz vier arbeitet in der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Er engagierte sich viele Jahre sehr aktiv als Tourismusverantwortlicher der Gemeinde und ist seit seiner Jugend in Vorstandschaften mehrerer Pidinger Vereine tätig. Neben dem Tourismus als Schwerpunktthema setzt sich Kleinert für eine gesunde, langfristige Gesamtentwicklung der Gemeinde Piding ein.

Franz Geigl (Platz fünf) ist das Urgestein der FWG. Als pensionierter Postbeamter vertritt er seine Meinung seit vielen Jahren im Pidinger Gemeinderat, arbeitet im Bau- und Umweltausschuss mit und ist absoluter Spezialist für die Pidinger Wasserver- und –entsorgung. Sein zweites Steckenpferd ist das Thema Verkehr.

Manfred Beranek auf Platz sechs ist selbständiger Einzelhandelskaufmann und bereits als Gemeinderat im Haupt- und Finanzausschuss tätig. Privat gehört sein Herz dem Sport und er unterstützt Fußballer und Ringer mit seinem Know how.

Susanne Scholze ebenfalls bisher schon Gemeinderätin im Haupt-, Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss kandidiert auf Platz sieben. Neben ihrer großen Familie managt sie die Geschicke des TC Piding und engagiert sich sowohl als Kindergartenreferentin als auch im Schulverband.

Als neues Gesicht konnte Christian Wagner (Platz acht) gewonnen werden. Der Gebietsverkaufsleiter der Firma Bürgerbräu ist sowohl betriebswirtschaftlich versiert, als auch als aktiver Elternsprecher in allen Schulthemen up to date.

Auch Brigitte Kagleder engagiert sich erstmals für die FWG und tritt auf Platz neun an. Die von verschiedenen Parteien umworbene Verwaltungsbeamte ist in der Naturschutzbehörde des LRA Traunstein tätig und vielen Pidingern als engagiertes ASV-Führungsmitglied und Flohmarktorganisatorin bekannt.

Bernhard Staller, ebenfalls erstmals auf der Liste, belegt Platz zehn. Der Molkereimeister von den Milchwerken Piding betreibt am Högl im Nebenerwerb einen Biobauernhof und steht, wie Bärbel Schöndorfer, besonders für sparsamen Flächenverbrauch und Umweltschutz ein.

Wolfgang Koch begleitet die FWG seit einigen Jahren als Vorstandsmitglied und besetzt derzeit das Amt des Schriftführers. Der dreifache Familienvater ist Verwaltungsbeamter bei der Polizei, Trainer der Pidinger Fußballjugend und auf Platz elf gelistet. Als Ferienwohnungsvermieter hat er den Pidinger Tourismus im Blick und engagiert sich für die Verkehrssituation im Pidinger Dorf.

Hubert Diesbacher derzeit als Gemeinderat im Bau- und Umweltausschuss und im Abwasserzweckverband engagiert, belegt Platz zwölf. Der Bautechniker ist außerdem als Jugendwart bei der FFW aktiv.

Junges Blut bringt Patrick Goldbrunner, auf Platz 13, in die FWG. Der gelernte Bankkaufmann führt als Financial Consultant die Finanzen bei Lidl Österreich. Privat engagiert er sich als aktiver Fußballer im Vorstand des ASV Piding.

Cem-Markus Öztunc auf Platz 14 tritt ebenfalls erstmals an. Der gelernte Speditionskaufmann ist als Abteilungsleiter tätig und interessiert sich auch außerhalb seines Jobs für die Gewerbeentwicklung. Als ehemaliger Elternbeirat und Vater von 2 Söhnen ist auch das Schulwesen in Piding für ihn ein wichtiges Thema.

Michael Scheil (Platz 15) bereichert das Team nicht nur kulturell. Er ist als Musikant der bayerischen Volkskultur eng verbunden und hauptberuflich bei den Stadtwerken Bad Reichenhall beschäftigt. Als Pidinger Urgestein ist er viel im Dorf unterwegs und kennt die Probleme und Entwicklungen in Piding genau.

Sandra Fraaz, geb. Wieser (Platz 16) führt seit 2008 die politische Tradition der Familie weiter. Als gelernte Marketingwirtin schätzt die Pressereferentin der FWG vor allem den „Freigeist“ im FWG Team. Die Sparkassenbetriebswirtin unterstützt seit über zehn Jahren den Bereich Unternehmensplanung und Controlling der Sparkasse. Neben den Themen Kindergarten und Schule beschäftigt die zweifache Mutter vor allem die finanziell problematische Situation der Gemeinde.

Hans Schinko ist als Wirt die feste Institution auf dem Pidinger Fußballplatz. Als hauptberuflicher Einzelhandelskaufmann und Vater von vier Kindern hat er aber auch wirtschaftliche und soziale Themen auf der Agenda. Er kandidiert auf Platz 17.

Auch Udo Heusler tritt auf Platz 18 erneut für die FWG an. Der Diplomverwaltungswirt hat drei Kinder und engagiert sich unter anderem für die Vereine in Piding. Lange Zeit hat er selbst die Ski-Abteilung des ASV und die Fußball-Jugend betreut.

Mit Birgit Hoffmann, geb. Kiefer, findet sich ein weiteres Finanztalent auf Platz 19 der FWG-Liste. Die gelernte Industrie- und Sparkassenkauffrau ist seit einigen Jahren in der Vertriebssteuerung tätig und wenn es etwas zu organisieren gibt, kann man stets auf sie zählen.

Josef Haiker, Küken der FWG-Riege, schließt die Liste ab. Trotz seiner jungen Jahre hat er bereits einiges an Fachwissen zu bieten. Er studiert im 9. Semester Jura. In Piding ist er langjähriges Mitglieder der Feuerwehr und unterstützt die Musikkapelle.

Als Ersatz stehen mit Gerhard Schöndorfer, Direktionsleiter der AOK und Christine Reichenberger, Dipl. Betriebswirtin zwei kompetente Kandidaten zur Verfügung. Sie unterstützen Walter Pfannerstill und seine FWG darüber hinaus auch bei der Entwicklung ihrer Zukunftsvision für Piding.

Leidenschaft für Piding

Bewegende Momente gab es im Anschluss an die Wahl noch bei Walter Pfannerstills Plädoyer für seine Kandidatur. Oft gefragt, warum gerade er sich für das Amt des Bürgermeisters berufen fühle, legte er noch einmal kurz seine Beweggründe dar.

Tatsächlich war seine Kandidatur keine leichte Entscheidung, da Pfannerstill seit 31 Jahren bei der Sparkasse tätig ist und sich mit den Jahren eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Position erarbeitet hat, die ihn erfüllt und ihm viel Freude bereitet.

Piding sei jedoch seine Heimatgemeinde, betont Pfannerstill: „Hier bin ich geboren und aufgewachsen. Ich konnte mir nie vorstellen von Piding wegzuziehen. Es liegt mir wirklich sehr am Herzen.“ „Jedoch gibt es in Piding Entwicklungen die ich für bedenklich halte“, fuhr er fort.

Zum einen die Finanzen: Piding wies 2007 einen Schuldenstand vom 850.000 Euro auf. Zum 31. Dezember sind 4.270 .000 Euro im Haushalt geplant. Ein erschreckender Anstieg. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Das Instrument der mittelfristigen Finanzplanung müsse besser genutzt werden, betonte Pfannerstill. Dazu müsse zunächst entschieden werden, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Daraufhin solle es eine Priorisierung geben. Schließlich müsse der Gemeinderat entscheiden in welchem Zeitraum die Umsetzung erfolgen solle und damit auch, ob weitere Verbindlichkeiten dazu aufgenommen beziehungsweise Rücklagen gebildet werden müssen.

Als zweiten Punkt nannte Pfannerstill die Gewerbeentwicklung. Der Wegzug der EurimPharm traf die Gemeinde hart. Diese Entwicklung setze sich bedenklich fort. Die Gemeinde verliere auch weiterhin Betriebe. In 2013 seien das drei Unternehmen gewesen. Hier sieht Pfannerstill eine Lösungsmöglichkeit im intensiven Kontakt mit den Geschäftsführern der Unternehmen, um deren Vorhaben und Bedürfnisse rechtzeitig zu erfahren und frühzeitig eine gemeinsame Lösung erarbeiten zu können.

Darüber hinaus sei für ihn der Tourismus ein fester Bestandteil der Gemeinde. Bei knapp 60.000 Übernachtungen entstehe in der Gemeinde eine Wertschöpfung von rund drei Millionen Euro jährlich. Alle Pidinger profitierten davon. Einzelhandel, Gaststätten und auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben wäre ohne Gäste ärmer. Fraglich sei zum Beispiel, ob Trachtenverein, Musikkapelle oder Theatergruppe auch weiterhin so stark bestehen könnten.

„Ich stehe für ein klares Bekenntnis zum Tourismus in Piding! Wir müssen ein Zeichen setzen für die Vermieter, dass sich Investitionen lohnen.“

Doch damit sei es noch nicht getan. Auf dem durch Initiative der FWG ins Leben gerufenen Sachstandsbericht der Verwaltung hätten sich inzwischen mehr als 20 Punkte angesammelt, die in der nächsten Zeit abgearbeitet werden müssten, erklärte Pfannerstill.

Darum könne er nicht länger in der zweiten Reihe ausharren und müsse die Chance ergreifen, Piding in den nächsten sechs Jahren aktiv zu gestalten. Denn Piding könne mehr!

Stolz sei Pfannerstill auf die Liste der Kandidaten. Er sehe eine gute Mischung aus jung und alt und verschiedenen Berufen. Jeder der Kandidaten sei dazu imstande, die Gemeinde kompetent zu vertreten. Beinahe jeder Ortsteil und jede Interessensgruppe sei vertreten und für jeden Bürger etwas dabei.

Abschließend gab der Bürgermeisterkandidat sein Versprechen: „Wir werden einen sachlichen und fairen Wahlkampf führen. Wir haben Profil und Stärke genug und werden für uns und unsere Ziele werben. Nur wer selbst nichts zu bieten hat ist gezwungen seine Mitbewerber unsachlich und persönlich anzugreifen.

Er bedankte sich bei den Anwesenden und betonte, er freue sich auf die Zusammenarbeit, vor allem in den kommenden vier Monaten vor der Wahl.

Nach dem gemeinschaftlichen Posing für Hoffotograf Frank Jung empfahl Sepp Dendl augenzwinkernd noch einen zweistündigen Vortrag über Sinn und Zweck von Gemeinderatswahlen, den die Anwesenden jedoch dankend ablehnten.

Dann wies er darauf hin, dass die Pidinger Bürger auf die fertigen Infobriefe warteten und kein Anwesender ohne sein „Päckchen“ an Arbeit den Raum verlasse. Die FWG-Mitglieder nahmen die Androhung gelassen und die Versammlung ging zum gemütlichen Teil des Abends über. Hier wurde deutlich, dass dieses Team bereits jetzt eine eingeschworene Gemeinschaft ist, die gemeinsam nicht nur Probleme anpacken, sondern auch einen entspannten Abend genießen kann.

Pressemitteilung Freie Wählerschaft Piding

Quelle: BGland24.de

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