Zwei Bergunfälle: Einer davon endete tödlich

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Piding/Schneizlreuth - Am Sonntag ereigneten sich zwei schwere Bergunfälle, einer davon endete für eine 28-Jährige tödlich. Sie stürzte 200 Meter in die Tiefe. *Neue Bilder*

Am Sonntagmittag gegen 12.50 Uhr ist im Pidinger Klettersteig auf der Nordseite des Hochstaufens eine 28-jährige Frau rund 200 Meter tief abgestürzt. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass sie nach Einschätzung des Notarztes sofort tot war.

Der Unfall im Klettersteig ereignete sich am Beginn der Gipfelwand zwischen Brotzeitbank und Wandbuch. Die 28-Jährige war gerade nicht per Klettersteigset ans Drahtseil gesichert und stürzte etwa 200 Meter tief über sehr steiles Schrofengelände in eine Rinne ab. Ihr Lebensgefährte schaffte es trotz des schwierigen Geländes abzusteigen, konnte der Frau aber nicht mehr helfen.

Tödlicher Bergunfall im Pidinger Klettersteig

Der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ brachte mehrere Bergretter und seinen Notarzt zum Unfallort, der nur noch den Tod der jungen Frau feststellen konnte. Die Bergwacht kümmerte sich um den Lebensgefährten und die Mutter der Abgestürzten, die oben im Klettersteig wartete. Beide wurden von den Bergrettern gesichert und per Hubschrauber mit der Rettungswinde aufgenommen, zum Zwischenlandeplatz an der Koch-Alm ausgeflogen und dann in Urwies vom Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht betreut. „Edelweiß 1“ nahm die von der Bergwacht gesicherte Verstorbene per Winde auf und flog sie ins Tal, wo der Reichenhaller Bergwachtarzt die abschließenden Untersuchungen übernahm.

Tödlicher Bergunfall am Pidinger Klettersteig

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Bergunfall in der Weißbachschlucht

Am Sonntagmittag stürzte eine 60-jährige Frau aus Bad Füssing beim Wandern in der Weißbachschlucht ab. In dem felsigen Gelände fiel sie mindestens sechs Meter tief in den Weißbach. Durch den Sturz zog sie sich mittelschwere Verletzungen zu. Glücklicherweise konnte sie sich durch eigene Kraft an das Ufer des Weißbaches retten.

Ihr 32-jähriger Sohn, der sie bei der Wanderung begleitete, sprang selbstlos in den Weißbach und eilte seiner Mutter zur Hilfe. Bis zum Eintreffen der Bergwacht Bad Reichenhall leistete der Sohn Erste Hilfe.

Frau stürzt in Weißbachschlucht ab

Die Bergwacht musste sich zu der Verletzten im schwierigen Gelände abseilen. Nachdem sie stabilisiert werden konnte, wurde sie am Tau mittels Rettungshubschrauber aus der Klamm geflogen.

Die Polizei nahm den genauen Unfallhergang auf.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Quelle: BGland24.de

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