Märchenweg am Fuße des Högls

Vandalismus? Wer hat die Wunschkette gestohlen?

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Märchenweg in Piding
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Piding – Viele gute Wünsche – liebevoll gestaltet von den Kindern aus der Umgebung. Gemeint ist der Märchenweg von Piding. Nun hat ein Unbekannter die Kunstwerke einfach entfernt. Warum macht man so etwas?

Märchenweg in Piding

Knorrige Wurzelmännchen, urige Baumzwerge - der Märchenweg oberhalb von Piding am Fuße des Högls wurde im Jahr 2009 von Tina Ott und ihren Freunden und Nachbarn als eine Art Mahnmal gegen den geplanten Strassenausbau in der näheren Umgebung errichtet. Eine liebevoll gestaltete Tafel erzählte damals eine Geschichte von einem fauchenden, lärmenden Ungeheuer, dass sich langsam aber sicher ankündigte und plane den Wald zu verstören und damit den Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Die Diskussion um den Ausbau der Straße wurde immer weniger, der Märchenpfad aber blieb und wurde ein immer beliebterer Anziehungspunkt für Familien mit Kindern, Schulklassen, Radfahrer und Wanderer. Touristen und Einheimische fanden schnell gefallen an dem urigen Weg mit den liebevoll gestalteten Tafeln und Wesen. 

Tourentipp im Marco Polo Reiseführer

Sogar in den Marco Polo Reiseführer hat es der Märchenweg geschafft, als Tourempfehlung für Familien mit Kindern. Und auch die Behindertenwerkstatt in Piding hat schon des öfteren ihr Interesse bekundet, wie schön es doch wäre, wenn dieser Weg wieder ein wenig aus- und aufgebaut würde, damit man hier auch mit dem Rollstuhl einen Ausflug machen kann. 

Leider aber passierte eher das Gegenteil, mit der Zeit verfiel dieser Weg immer mehr, da den Privatpersonen, die ihn errichtet hatten Zeit und Geldmittel fehlten um ihn aufrechtzuerhalten. 

Der neue alte Märchenweg 

Märchenweg in Piding

Ich fand es so schade, dass der Weg und damit auch die Mühen, die wir uns damals gemacht haben, einfach so zerfallen ist und darum haben wir kürzlich beschlossen ihn wieder herzurichten“, so erzählt Tina Ott im Gespräch mit BGLand24.de. Und weiter „Gemeinsam mit ein paar Kindern aus der Nachbarschaft haben wir ein paar Wesen so gut es geht wieder hergerichtet und eine selbstgemachte Wunschkette aufgehängt. Jedes Kettenglied symbolisierte dabei einen Wunsch des Kindes an die Zukunft. Auch dieses Mal haben wir die ganzen Materialien aus Spendengeldern finanziert, da sich die Gemeinde leider bisher sehr zurückgehalten hat, uns zu unterstützen. Auf Dauer können wir das aber nicht alles aus privaten Mitteln finanzieren und benötigen dringend weitere Spenden, zumal wir den Weg im kommenden Jahr noch ein wenig ausbauen wollen. Dieses Mal dann aber auf Basis eines neutralen Märchens, das am Wegesrand erzählt wird. Geplant sind weitere Wurzelmännchen sowie Steinmalaktionen mit Kindern und Tonscherbengesichter, die entlang des Weges aufgehängt werden sollen.“ 

Unterstützung seitens der Gemeinde? 

BGland24.de hat mit Pidings Bürgermeister Hannes Holzner gesprochen, welche Möglichkeiten es gibt, die private Initiative aus Gemeindemitteln zu finanzieren: "Wir haben bisher noch keine schriftliche Anfrage, weder zu dem alten noch zu dem neuen Konzept bekommen, bzw. dass überhaupt eine Neuausrichtung stattfindet. Auch über die Zerstörungen auf dem Märchenweg haben wir bisher noch keine information bekommen".

Quelle: BGland24.de

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