Pionier des Notarztdienstes wird 85

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Saaldorf-Surheim - Zum 85. Geburtstag hat es sich eine kleine Abordnung der BRK-Bereitschaft sowie der Kreisgeschäftsstelle nicht nehmen lassen, dem ehemaligen Chefarzt des BRK-Kreisverbandes Berchtesgadener Land, Dr. Hans Pallaske zu gratulieren.

Pallaske wirkte im früheren Kreisverband Laufen und nach der Gebietsreform im Kreisverband Berchtesgadener Land, davon lange Zeit als Chefarzt; er gilt als Pionier des Notarztdienstes im Berchtesgadener Land und Wegbereiter für das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).

Dr. Hans Pallaske ist seit über 50 Jahren aktives Mitglied beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und gehört noch heute zur Freilassinger Bereitschaft. Seine Tätigkeit begann er als stellvertretender Chefarzt des damaligen Kreisverbandes Laufen, zu der Zeit als er beruflich als Stationsarzt im Krankenhaus Freilassing tätig war. Die Rotkreuz-Sanitätskolonne Freilassing war seine zweite Heimat, für die er sich mit unheimlichem Engagement einsetzte.

Nach der Gebietsreform 1972 war er von der ersten Stunde an im Kreisverband Berchtesgadener Land zuerst als stellvertretender Chefarzt neben seinem Vater und später als Chefarzt tätig. Dieses Amt hatte er 20 Jahre inne. Bis vor der Einführung eines regulären Notarztdienstes im Jahr 1986 stand Dr. Pallaske Tag und Nacht bereit, um bei schweren Einsätzen im nördlichen Landkreis auf Anforderung des BRK-Rettungsdienstes oder der Polizei vor Ort helfen zu können. Ebenso setzte er sich für die Einführung der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im Kreisverband ein. Seinem Einsatz war es mitunter zu verdanken, dass viele Bauprojekte des Roten Kreuzes wie die BRK-Häuser in Ainring und Freilassing schnell und unkompliziert realisiert werden konnten.

Hans Pallaske: ein Pionier feiert Geburtstag

Die Verbesserung der Ausbildung aller BRK-Helfer lag ihm sehr am Herzen, weshalb er zahlreiche Kurse und Fortbildungsveranstaltungen anbot. Bei vielen Einsätzen und Übungen war er selbst aktiv tätig und stand mit Rat und Tat jedem Ehrenamtlichen zur Seite. Als Schiedsrichter hat er bei fast allen Jugendrotkreuz-Kreis- und Bezirkswettbewerben mitgewirkt. Er legte den Grundstein für die heute sehr schlagkräftigen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´en) der BRK-Bereitschaften und arbeitete bis zu seinem Ausscheiden aus der Vorstandschaft im Jahr 2001 an der Verbesserung der Ausrüstung und Ausbildung mit.

Als Chefarzt des Kreisverbandes und Mitglied der BRK-Bereitschaft der Stadt Freilassing war er für alle Rotkreuzler stets ein kompetenter Ansprechpartner, der die Sorgen der Helfer verstand und Lösungen für entstehende Probleme suchte. Dr. Pallaske half sowohl für das Rote Kreuz in der Prager Botschaft, als diese 1989 von tausenden DDR-Flüchtlingen aufgesucht wurde, als auch anschließend in einem hierfür in Freilassing eingerichteten Auffanglager mit. Ab 1990 war er zusammen mit der Bergwacht und den Bereitschaften des Landkreises mit Spenden aus einer von ihm organisierten Spendenaktion mehrmals unterwegs nach Lettland, in die Ukraine und nach Polen. Dort wurden Waisenhäuser, Behinderteneinrichtungen, Kinderkliniken und Krankenhäuser mit Kleidung, Einrichtungsgegenständen, Medikamenten und Lebensmitteln versorgt.

Für seine besonderen Verdienste bekam Dr. Pallaske bereits das Bundesverdienstkreuz, das goldene Ehrenzeichen des Freistaats Bayern, die BRK-Ehrenplakette in Gold, die goldene BRK-Ehrennadel und das DRK-Ehrenzeichen in Gold verliehen. „Obwohl er viel für das BRK bewegt und erreicht hat, ist Dr. Pallaske zugleich ein Mann, der immer an der Basis bei Einsätzen und Übungen mit angepackt hat – er genießt bis heute bei den Rotkreuz-Helfern im Landkreis höchsten Respekt und Anerkennung“, lobt BRK-Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs.

Pressemitteilung BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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