Planspiel für Abiturientin im Reichstag

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Waging - Die 18-Jährige Sandra Weidenspointer bekommt eine einmalige Chance. Sie darf als zugelostes Mitglied einer virtuellen Linken Fraktion im Berliner Reichstag sein.

Abiturientin Sandra Weidenspointner und Wahlkreisabgeordneter Dr. Peter Ramsauer

Sandra Weidenspointer aus Waging überzeugte beim Planspiel „Jugend und Parlament“ im Berliner Reichstag: Als zugelostes Mitglied einer virtuellen Linken Fraktion und einstimmig gewählten Vize-Fraktionsvorsitzenden versuchte sie, gemeinsam mit anderen „Abgeordneten“ in den Themenbereichen Energiesicherheit, Journalistenverfolgung, Schülerbafög und Wahlrecht eine Linie zu finden und die Kollegen auf derselben zu halten. Dieses Planspiel „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestags gewährt durch realistische Übungsansätze jungen Leuten einen tiefen Einblick in reguläre Abläufe und originale Schauplätze der Parlamentarier. Auf Einladung des Wahlkreis-Abgeordneten und Verkehrsministers Peter Ramsauer erlebte die 18-jährige so vier Tage lang hautnah das Leben eines Politikers. Sandra Weidenspointners Fazit: „Ich weiß nun, dass die Arbeit, die unsere Bundestagsabgeordneten jeden Tag leisten müssen, alles andere als einfach ist und leider viel zu wenig von der Bevölkerung gewürdigt wird.“

Die ehemalige Schülerin des Anette-Kolb-Gymnasiums in Traunstein bewarb sich für eine Teilnahme an diesem Planspiel, da sie sich sehr „für das politische Geschehen in der Kommune und im Kreisverband interessiert“, so die 18-jährige: „Als ich dann die Einladung für "Jugend und Parlament" erhielt, meldete ich mich sofort an, denn ich sah es als Chance an, mal über den eigenen politischen Tellerrand zu schauen.“ Der Treffpunkt für die 312 aus dem ganzen Bundesgebiet stammenden Teilnehmer war das Paul-Löbe Haus. Dort erhielten alle einen fiktiven Lebenslauf und wurden einer virtuellen Fraktion zugeteilt. Aus Sandra Weidenspointner wurde so Viktoria Weber, eine 65 jährige, dreifache Mutter und PSG- Politikerin aus Schleswig- Holstein. „Anfangs war ich natürlich nicht sehr erfreut, die fiktive „Linke“ vertreten zu müssen. Ich sah es später aber als Herausforderung an, bei der Partei der sozialen Gerechtigkeit zu bestehen und zu überzeugen.“

Die Wagingerin wurde zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt, musste Fraktionssitzungen leiten sowie einen gemeinsamen Konsens und eine Fraktionslinie finden. Die Themen der Arbeitskreise waren dabei Energiesicherheit, Journalistenverfolgung, Schülerbafög und Wahlrecht. „Ziel war es, die Ideale und Vorstellungen der eigenen Fraktion so gut wie möglich in der auf den letzten Tag angesetzten Plenardebatte durchzusetzen. Schon bald wurde uns bewusst, was es heißt, Bundestagsabgeordneter zu sein“, blickt Sandra Weidenspointner zurück: „Der streng gegliederte Tagesablauf ließ kaum eine Möglichkeit zur Erholung, denn es wurde auch in den wenigen Pausen eifrig in Infomaterialien studiert und darüber diskutiert.“

Neben den Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und Pressekonferenzen der Fraktionsspitzen konnte die Abiturientin auch den heimischen Wahlkreisabgeordneten und Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer treffen. „Es war ein Glück, dass er zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in Berlin war und es sich nicht nehmen ließ, Zeit für ein gemeinsames Gespräch einzuplanen.“ Abschließend fasst Sandra Weidenspointner zusammen: „Das Schöne an diesem Planspiel war, dass alles so real war. Wir tagten an den echten Schauplätzen und wurden von jungen Journalisten belagert. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, einmal hinter die Kulissen des Bundestages und die Arbeit der Bundestagsabgeordneten blicken zu dürfen.“

Pressemeldung Richter Medienservice

Rubriklistenbild: © Richter Medienservice

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