Pro und Contra Biomasse

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Freilassing - Jetzt hat der Bürger die Wahl. Heute heißt es für die Freilassinger: Biomasse ja oder nein. Hier finden Sie noch einmal Argumente der Befürworter und Gegner.

Er war voll, der Rathaussaal in Freilassing, als das Wirtschaftsforum zur Informationsveranstaltung mit Befürwortern und Gegner einlud. Noch einmal hatte am Dienstagabend die Bevölkerung die Möglichkeit, die Argumente beider Seiten anzuhören. Die wichtigste Frage die bei der Podiumsdiskussion im Raum schwebte: "Wo kommen die Hackschnitzerl her?"

Bürgermeister Josef Flatscher und Werkleiter Franz Aicher betonten, dass sie rein aus der Region kommen sollen - also aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern. Dem widersprach Stadtrat Fritz Braun gleich zu Beginn vehement: "Das Geld wird nicht in der Region bleiben", ist er sich sicher. "Das Holz wird in Russland oder Tschechien gekauft." Dass es aus der Region kommen soll, hielt Hias Kreuzeder sogar für ein "Märchen".

Auch die Anschlusspreise und laufenden Kosten wurden schwer diskutiert. Die Bürger befürchten durch die Beteiligung der Salzburg AG einen erheblichen Schaden für Freilassing. Das widerum wollte Flatscher widerlegen: "Für uns ist die Salzburg AG ein wichtiger Partner mit viel Erfahrung bei erneuerbaren Energien. Durch die Beteiligung der Salzburg AG erreicht das Projekt auch eine andere Größenordnung und wird dadurch noch wirtschaftlicher. Im übrigen ist in den Verträgen ein absoluter Vorrang für die Wärmeversorgung Freilassings vorgesehen und auch eine Stimmenmehrheit in der gemeinsamen Gesellschaft." Und selbst die Gegner können die geplante Kooperation verstehen: "Es ist dann ein wirtschaftliches Projekt, aber nicht mehr für die Freilassinger", ist sich der FWG-Vorsitzende Bert Enzinger sicher.

Alles weitere zum Thema Biomasse-Heizkraftwerk für Freilassing finden Sie hier.

Die Gegner sprachen sich einmal mehr für eine dezentrale Lösung aus. Sie sehen die Zukunft in der Kombination aus Biomasse, Biogas, Solarthermie, Photovoltaik und ähnlichem. Die Befürworter sind sich sicher, mit dem Biomasse-Heizkraftwerk einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft zu tun, eine weitere Alternative zu bieten. In einem sind sich beide aber sicher: die nicht verbrauchte Energie ist die beste Energie.

Heute sind die Bürger nach ihrer Meinung gefragt. Ihnen werden insgesamt drei Fragen gestellt. Gegen 19 Uhr sollte das Ergebnis vorliegen. Bgland24 wird Sie dann umgehend informieren.

red-bgl24/cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Gemeinde Ainring

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